Zum Physisbegriff in der Philosophie Martin Heideggers

E-Book Cover: ()
Flash Player und JavaScript werden für eine verbesserte Ansicht des Dokuments benötigt. Bitte installieren Sie den Flash Player und aktivieren Sie Javascript.

Install Flash Player

Details

Titel: Zum Physisbegriff in der Philosophie Martin Heideggers
Autor: Mag. Petra Vera Rüppel
Fach: Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart
Veranstaltung: Heidegger: Sein und Zeit II
Institut: Johann Wolfgang Goethe-Universität (Institut für Philosophie)

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2001
Seiten: 9
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 4  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 212 KB
Archivnummer: V68767
ISBN (E-Book): 978-3-638-59497-4
ISBN (Buch): 978-3-638-92252-4

Zusammenfassung / Abstract

In seinem aus dem Jahre 1939 stammenden Aufsatz über den aristotelischen Physisbegriff formuliert Martin Heidegger sein Verständnis vom Sein als physis. Er bezieht sich hierbei explizit auf die vorsokratischen Philosophen und somit das "vorsokratisch gedachte Sein"1 als physis, die er mittels seiner bekannten etymologischen Methode mit "Aufgehen", "Hervorkommen ins Offene" übersetzt. In der vorliegenden Arbeit wird nach einer eingehenden Klärung sowohl der Herkunft als auch der ursprünglichen Bedeutung des Wortes [Sonderschrift] dieses anschließend zu Heideggers Idee vom "Sein-zum-Tode" in Beziehung gesetzt.

Textauszug (computergeneriert)

Zum Physisbegriff in der
Philosophie Martin Heideggers"

Seminararbeit für das Proseminar
"Heidegger: Sein und Zeit II"
Sommersemester 2001

vorgelegt von 

Petra Rüppel

 

 

[Sonderschrift in Downloaddatei enthalten]

 

Einleitung  3

1 [Sonderschrift] Genese eines Begriffes  3
1.2 Pflanzliche Besonderheiten  4

2 Das Wachstumsmoment in der Verbalwurzel f?-  5

3 Sein als [Sonderschrift] ?  7

Literaturverzeichnis  9

 

 

Einleitung

In seinem aus dem Jahre 1939 stammenden Aufsatz über den aristotelischen Physisbegriff formuliert Martin Heidegger sein Verständnis vom Sein als physis. Er bezieht sich hierbei explizit auf die vorsokratischen Philosophen und somit das "vorsokratisch gedachte Sein"1 als physis, die er mittels seiner bekannten etymologischen Methode mit "Aufgehen", "Hervorkommen ins Offene" übersetzt.

In folgenden Ausführungen sollen zunächst die Herkunft und ursprüngliche Bedeutung des Wortes [Sonderschrift] geklärt und dieses anschließend zu Heideggers Idee vom "Sein-zum-Tode" in Beziehung gesetzt werden.

1 [Sonderschrift]: Genese eines Begriffes

Den Ausgangspunkt der folgenden begriffsgeschichtlichen Beleuchtung der [Sonderschrift]? bildet die Frage nach der Etymologie des Wortes: Weshalb bezeichneten die Vorsokratiker die Natur als [Sonderschrift]? Woher stammt dieser Begriff, und aus welchem Grunde wurde er zur Beschreibung der Natur verwendet?

Bei dem Wort [Sonderschrift] handelt es sich um ein von der Verbalwurzel f?- abgeleitetes Abstraktum. Um die Bedeutung des Begriffes zu ergründen, ist eine genaue Untersuchung des zur Wurzel f?- gehörigen Verbs vonnöten, das sowohl in aktiver [Sonderschrift] als auch in medialer [Sonderschrift] Form auftritt.

Die frühesten Hinweise auf den Ursprung des Wortes finden sich bei Homer, der das Verb in beiden Genera im Zusammenhang mit pflanzlichen Entwicklungsprozessen verwendet, wobei es als Aktiv in etwa "hervortreiben" bedeutet, als Medium hingegen "wachsen".2 Diese Beschreibung von auf das Pflanzenreich beschränkten Aktivitäten und Vorgängen erfährt jedoch in sprachlicher Hinsicht eine deutliche Abgrenzung zu Verben, die tierische Entstehungsprozesse bezeichnen: "wie die Wurzel [Sonderschrift] - ursprünglich auf das eigentümlichtierische Hervorbringen oder Hervorgehen (‚gebären′ oder ‚geboren werden′) zurückgeht, so die Wurzel f?- auf das pflanzliche Hervorbringen oder Hervorgehen."3

Die Pflanze ist dementsprechend der gesuchte ursprüngliche Bereich der Wurzel f?-, deren Verb in beiden Genera das aktive und passive pflanzliche Wirken versinnbildlicht. Das Hervorbringen und das Wachsen gelten jeweils als Charakteristika des pflanzlichen Seins, die sich schließlich auch in der Bezeichnung der Pflanze als "Gewächs" [Sonderschrift] manifestieren. 

1.2 Pflanzliche Besonderheiten

[....]


1 Mikulic, Borislav. Sein, Physis, Aletheia, S. 83.

2 Vgl. Patzer, Harald. Physis, S. 12.

3 Ebd., S. 12.

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/68767/