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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 20 Pages
Author: Alexandra Braun
Subject: Economics / Business: Personnel and Organisation
Details
Institution/College: University of Passau
Tags: Rolle, Personalabteilung, Hauptseminar
Year: 2006
Pages: 20
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 27 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-61146-6
File size: 156 KB
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Excerpt (computer-generated)
Die Rolle der Personalabteilung bei Akquisitionen
Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre
von: Alexandra Braun
7. Fachsemester, 28. April 2006
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S. 1
2. Der Einfluss von M&A Prozessen auf den Mitarbeiter S. 2
2.1. Auftretende Stressoren S. 3
2.2. Der Bewertungsprozess durch den Mitarbeiter S. 4
2.3. Der Bewältigungsprozess durch den Mitarbeiter S. 6
3. Mögliche Lösungsansätze der Personalabteilung S. 7
3.1. Die Analyse- und Konzeptionsphase S. 8
3.2. Die Transaktionsphase S. 10
3.3. Die Integrationsphase S. 11
4. Schlussbetrachtung S. 13
Literaturverzeichnis
1. EINLEITUNG
Der Markt für Mergers und Acquisitions (M&A)1 ist ein jährlich wachsender mit steigenden Transaktionszahlen und einem zunehmenden Transaktionsvolumen.2 So wurden allein zwischen 1985 und dem dritten Quartal 1987 weltweit über 9.000 M&A bekannt gegeben.3 Dieser Trend hat sich bis heute fortgesetzt und so stellen M&A auch derzeit noch die gängigste Methode dar, den Gesamtwert der beteiligten Unternehmen zu steigern, um diese auf dem Markt strategisch besser zu positionieren und die dadurch neu gewonnene Stellung auch auf Dauer zu halten.4 Letztlich lassen sich aber mehr als 50% aller Akquisitionen als Misserfolge identifizieren.5
Das Verhalten der Personalabteilung6 spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg oder Misserfolg einer M&A.7 Das Vorhaben zwei Organisationen mit unterschiedlichen Kulturen, Traditionen, Politiken und Handhabungen in einer neuen Struktur zu integrieren, stellt nicht nur eine Herausforderung an sich dar8, sondern ist ohne die grundlegende Zustimmung der Mitarbeiter auch weder operativ noch strategisch erfolgreich durchführbar9.
Durch den gesamten M&A Prozess ist der Mitarbeiter einer enormen Stresssituation ausgesetzt, die u.a. zu Angstgefühlen10, großer Unsicherheit und Orientierungslosigkeit11, Unzufriedenheit und Machtkämpfen12, Identitätsverlust und einer erhöhter Fluktuations- und Abwesenheitsrate des Managements führt13. Dieser Stress wirkt sich auf die Arbeitsweise des Mitarbeiters aus und hat einen negativen Effekt auf den Erfolg einer M&A.14
Um diese Stresssituation zu beschreiben und zu analysieren bediene ich mich des von R.S. Lazarus entwickelten Modells, der Stresssituationen als komplexen Wechselwirkungsprozess versteht, in dem die Anforderungen die wahrgenommen Fähigkeiten des Mitarbeiters übersteigen. Eben einer solchen Situation ist der Mitarbeiter während eines M&A Prozesses ausgesetzt.
Die Durchführung einer M&A erfolgt in drei idealtypischen Phasen: der strategische Analyse- und Konzeptionsphase folgt die Transaktionsphase und die Integrationsphase.15 Innerhalb jeder einzelner Phase werde ich konkrete Maßnahmen und die dafür erforderlichen Instrumente für eine Unterstützung einer erfolgreichen Durchführung des Prozesses durch die Personalabteilung aufzeigen.
Abb.1: Vorgehensweise, eigene Darstellung nach Jansen (1999), S. 146 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
2. DER EINFLUSS VON AKQUISITIONEN AUF DEN MITARBEITER
Die Ankündigung einer bevorstehenden M&A wird als eine unspezifische Veränderung der Unternehmen wahrgenommen. Die Auswirkungen auf die Organisation, die Kultur und das öffentliches Erscheinen des Unternehmens kann der Mitarbeiter nicht kontrollieren. Ebenso kann er die Folgen für seine eigene Person wie eine Veränderung seines Arbeitsplatzes, seines Gehaltes, der Karrierepläne sowie das damit verbundene persönliche Netzwerk nicht abschätzen.16
[...]
1 Vgl. hierfür ESCHEN (2002), S.20, der M&A als Sonderform von Unternehmens- zusammenschlüssen versteht, bei dem bisher selbständige Unternehmen zu einer einheitlichen Unternehmen zusammengefasst werden. Ich werde in der weiteren Arbeit keine Unterscheidung zwischen Mergers und Acquisitions vornehmen, da auch in der breiten Literatur keine einheitliche Unterscheidung nicht vorzufinden ist.
2 Vgl. JANSEN (1999), S. 15
3 Vgl. BOWDITCH/ BUONO (1989), S. XIII
4 Vgl. BOWDITCH/ BUONO (1989), S. 7
5 Vgl. PORTER (1987), S. 43-59
6 Eine Unterscheidung der Betrachtung hinsichtlich der Personalabteilung des übernehmenden oder des zu übernehmenden Unternehmen wird in der Regel nicht gemacht, da beide Personalabteilungen eine maßgebliche Rolle in Integrierungsprozess spielen Ich werde mich in meinen weiteren Ausführungen auf die Rolle der zweit genannten beschränken, da eine Darstellung beider zu umfangreich wäre.
7 Vgl. u.a. DOWNING/ HUNT (1990), S. 199 und CARTWRIGHT/ COOPER (1996), S. 26
8 Vgl. BLAKE/ MOUTON (1985), S. 41
9 Vgl. DOWNING/ HUNT (1990), S. 196
10 Vgl. SEO (2005) S. 423 und CARTWRIGHT/ COOPER (1996), S. 45
11 Vgl. JUNG (2001), S. 682
12 Vgl. BOWDITCH/ BUONO (1989), S. 3
13 Vgl. CARTWRIGHT/ COOPER (1990), S. 71
14 Vgl. HOGAN/ OVERMYER-DAY (1994), S. 269
15 Vgl. JANSEN (1999), S. 146
16 Vgl. JANSEN/ POHLMANN (2000), S. 30
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