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Autor: Urs Büttner
Fach: Soziologie - Klassiker, Grundlagen und Theorierichtungen
Details
Institution/Hochschule: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät (Soziologie))
Tags: Systemtheorie, Luhmann, Einführung
Jahr: 2002
Seiten: 13
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 213 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-14352-3
Ich hatte mich schon vor der Veranstaltung länger mit Luhmanns Theorie auseinandergesetzt. Ich konnte also in dieser Arbeit aus dem Vollen schöpfen. Es ging mir darum Grundbegriffe von Luhmanns Theorie möglichst verständlich und anschaulich zu erklären.
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Textauszug (computergeneriert)
Einführung in Luhmanns Theorie Sozialer Systeme
Autor: Urs Büttner
Inhaltsverzeichnis:
1. Hintergründe der Theorie .....3
2. System und Umwelt .....4
3. Sinnsysteme .....5
4. Beziehungen von Systemen zur Umwelt .....8
5. Ausblick .....11
1. Hintergründe der Theorie
Die Luhmanns Systemtheorie gilt neben Habermas′ Diskurstheorie momentan sicherlich als eine der wichtigsten makrosoziologischen Theorien. Luhmann hat Parsons handlungstheoretische Systemtheorie, die in ihren Grundlagen noch auf Max Weber fußt, zu einer hochkomplexen, ganz eigenen Kommunikationstheorie umgebaut. Von Parsons schlichtem Renaissance-Bau hat Luhmann nur einige Mauern stehen gelassen. Sein Theoriebau hat die Mannigfaltigkeit des Barock. Luhmann hat seine Baumaterialen in vielen anderen Disziplinen zusammen-geklaubt. So hat er die Phänomenologie, den Konstruktivismus, die Kybernetik, die Semiotik u. v. m. in seine Theorie eingeschmolzen. Auch seine Begrifflichkeit hat er oft aus anderen Disziplinen entlehnt, so "Autopoiesis" aus der Biologie, "Differenz" aus Logik und "Medien" aus der Psychologie.
Dieses komplexe Theoriegebäude bildet in sich ein eigenes Sprachspiel. Das erschwert den Zugang zu dieser Theorie ungemein. Will man einen Begriff erläutern, muss man dazu wieder zwei Begriffe verwenden, die man auch erst wieder erläutern muss mit weiteren Begriffen... usw.
Eine weitere Schwierigkeit bei der Annäherung an diese Theorie ist die Größe des Gegenstandsbereichs, den sie erklären möchte. Die Systemtheorie "reklamiert für sich nie: Widerspiegelung der kompletten Realität des Gegenstandes. Auch nicht: Ausschöpfung aller Möglichkeiten der Erkenntnis des Gegenstandes. Daher auch nicht: Ausschließlichkeit des Wahrheitsanspruchs im Verhältnis zu anderen, konkurrierenden Theorieunternehmungen. Wohl aber: Universalität der Gegenstandserfassung in dem Sinne, dass sie als soziologische Theorie alles Soziale behandelt und nicht nur Ausschnitte (wie z.B. Schichtung, Mobilität, Besonderheiten der modernen Gesellschaft, Interaktionsmuster etc.)."
In Folge dieser Schwierigkeiten muss klar sein, dass meine Arbeit nicht den Anspruch haben kann, die Luhmann′sche Theorie umfassend und en Detail darzustellen. Wer diesen Anspruch verfolgt, ist mit den zwei Bänden "Die Gesellschaft der Gesellschaft" und ihren knapp 1150 Seiten als Lektüre besser bedient. Hier kann ich nur in einige Grundbegriffe einführen.
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