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Autor: Janek Liebetruth
Fach: Theaterwissenschaft
Details
Institution/Hochschule: Freie Universität Berlin (Theaterwissenschaft)
Tags: Wandel, Theaterfotografie, Anfang, Jahrhunderts, Einführung, Methoden, Arbeitens, Geschichte, Theaterfotographie
Jahr: 2006
Seiten: 17
Note: 2,5
Literaturverzeichnis: ~ 8 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 2300 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-61159-6
ISBN (Buch): 978-3-638-76855-9
Zusammenfassung / Abstract
Das Theater in den Vereinigten Staaten von Amerika hat seine Wurzeln in der westlichen Tradition und ist angelehnt an Aufführungsstilen, wie sie in Europa und speziell in England vorherrschten. Die Geburt des professionellen Theaters in Nordamerika wird verbunden mit der Übersiedlung der englischen Truppe von Lewis Hallam im Jahre 1752 nach Williamsburg im Bundesstaat Virginia. Man findet aber bereits Aufzeichnungen über Amateurtruppen, die bis ins Jahr 1665 zurückreichen. Die Anfänge der Fotografie fallen in jene Zeit, als in der Malerei praktisch alle technischen Probleme zur vollkommenen Wiedergabe der Realität gelöst waren. Die erste Fotografie wurde 1826 durch Joseph Nicéphore Niépce hergestellt. 1837 benutzte Louis Jacques Mandé Daguerre das erste praktikable fotografische Verfahren, dass auf der Entwicklung der Fotos mit Hilfe von Quecksilber-Dämpfen und anschließender Fixierung in einer heißen Kochsalzlösung oder einer normal temperierten Natriumthiosulfatlösung beruhte. Die auf diese Weise hergestellten Bilder, allesamt Unikate auf versilberten Kupferplatten, nannte man Daguerreotypien. Bereits 1835 erfand der Engländer William Fox Talbot das Negativ-Positiv-Verfahren. Die frühe Fotografie war in ihren Möglichkeiten aber zuerst sehr eingeschränkt. Extrem lange Belichtungszeiten schlossen bewegte Motive weitgehend aus. Drei Faktoren haben die Entwicklung der Fotografie, das Tempo sowie das Ausmaß ihrer Verbreitung seit den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts wesentlich bestimmt: der politische und soziale Aufschwung des Bürgertums, die neue Ästhetik der Fotografie und die Möglichkeit der massenweisen Produktion. Wie sich dieser Wandel in der Theaterfotografie widerspiegelt, soll in dieser Arbeit hinterfragt und aufgezeigt werden.
Textauszug (computergeneriert)
Freie Universität Berlin
Institut für Theaterwissenschaft
PS Einführung in Methoden theaterhistoriographischen Arbeitens:
Zur Geschichte der Theaterfotographie
Wandel der Theaterfotographie in den USA am Anfang des 20. Jahrhunderts
Janek Liebetruth
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 3
1.1 Die Wurzeln des Theaters in den USA bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ... 3
1.2 Kurze Geschichte der Fotographie in den USA (1830-1900) ... 4
1.3 Grundlegende Begriffe der Theaterphotographie ... 5
1.3.1 Portrait ... 6
1.3.2 Gruppen - und Massenaufnahme ... 6
1.3.3 Szenenaufnahme ... 6
2. Theaterphotographie im Wandel der Zeit ... 7
2.1 Der Wandel ... 7
2.1.1 Wandel durch Fototechnik ... 7
2.1.2 Wandel im Theater ... 7
2.2 Theaterphotographie während der Zeit des Progressivismus (1900-1910) ... 8
2.3 Theaterphotographie in den Wilden Zwanzigern (1920-1930) ... 12
2.4 Theaterphotographie nach dem 2. Weltkrieg (1940 bis heute) ... 13
3. Schluss ... 15
3.1 Exkursion in die heutige Zeit ... 15
3.2 Zusammenfassung ... 15
4. Quellenverzeichnis ... 16
4.1 Literatur ... 16
4.2 Bilder ... 16
4.3 Internet ... 17
1. Einleitung
1.1 Die Wurzeln des Theaters in den USA bis zum Ende des 19. Jahrhunderts
Das Theater in den Vereinigten Staaten von Amerika hat seine Wurzeln in der westlichen Tradition und ist angelehnt an Aufführungsstilen, wie sie in Europa und speziell in England vorherrschten.
Die Geburt des professionellen Theaters in Nordamerika wird verbunden mit der Übersiedlung der englischen Truppe von Lewis Hallam im Jahre 1752 nach Williamsburg im Bundesstaat Virginia. Man findet aber bereits Aufzeichnungen über Amateurtruppen, die bis ins Jahr 1665 zurückreichen. Das Ensemble hatte ein Repertoire von im damaligen London erfolgreichen Stücken, wie Shakespeares Hamlet oder Richard III. Der Kaufmann von Venedig war die erste Aufführung in der Neuen Welt und hatte am 15. September 1752 Premiere. Hallams Sohn Lewis Hallam Jr. gründete die American Company in New York, welche das erste professionell inszenierte amerikanische Stück „The Prince of Parthia“ von Thomas Godfrey 1767 inszenierte.
Im Laufe des 18. Jahrhunderts gab es eine weit verstreute Ablehnung in der Bevölkerung gegenüber dem Theater. In dem puritanischen Klima dieser Zeit wurde das Theater als ‚highwell to hell’ angesehen.
Am Anfang des 19. Jahrhunderts änderte sich die Einstellung mehr und mehr. Viele prominente Schauspieler aus Europa und sogar einige berühmte amerikanische Akteure wie Edwin Forrest oder Charlotte Chushman reisten mit ihren Stücken durch die noch jungen Staaten.
In den meisten Städten gab es bis dato nur ein Theater. Produktionen waren damals meist recht rudimentär und oft wurde in den ländlichen Gebieten in Scheunen oder Speisesäalen gespielt. Allmählich wuchsen die Städte so weit, dass sie sich längere Spielzeiten leisten konnten.
Ein populäres Genre zu dieser Zeit war die ‚minstrel show.’ In diesen Shows portraitierten weiße Schauspieler Schwarze und spielten mit rassischen Stereotypen.
Nach dem Ende des Bürgerkrieges 1883 florierte die Theaterlandschaft und erlaubten längere und häufigere Produktionen. Die Entwicklung des elektrischen Lichts führte zu Veränderungen im Inszenierungsstil, da für die Zuschauer nun mehr Details auf der Bühne zu erkennen waren.
In den 1880er Jahren begann das Vaudeville sehr populär zu werden. Im Vaudeville traten eine ganze Reihe unterschiedlicher Künstler auf: Musiker, Komödianten, Magier, Tierdresseure, Akrobaten und Gymnastikkünstler, Bauchredner und viele mehr. Sogar gestandene Schauspieler, wie z.B. Sarah Bernhardt, ergänzten manchmal ihr Einkommen durch das Auftreten in Vaudeville-Shows.
Am Broadway in New York stieg die Popularität des neuen „amerikanischen’ Genres des Musicals, welches stark beeinflusst wurde durch den starken Strom der Einwanderer und deren großen Hoffnungen und Ambitionen. New York entwickelte sich in dieser Zeit zum Zentrum der Theaterkultur in den USA.
1.2 Kurze Geschichte der Fotographie in den USA (1830-1900)
Die Anfänge der Fotografie fallen in jene Zeit, als in der Malerei praktisch alle technischen Probleme zur vollkommenen Wiedergabe der Realität gelöst waren.
Die erste Fotografie wurde 1826 durch Joseph Nicéphore Niépce hergestellt. 1837 benutzte Louis Jacques Mandé Daguerre das erste praktikable fotografische Verfahren, dass auf der Entwicklung der Fotos mit Hilfe von Quecksilber-Dämpfen und anschließender Fixierung in einer heißen Kochsalzlösung oder einer normal temperierten Natriumthiosulfatlösung beruhte. Die auf diese Weise hergestellten Bilder, allesamt Unikate auf versilberten Kupferplatten, nannte man Daguerreotypien. Bereits 1835 erfand der Engländer William Fox Talbot das Negativ-Positiv-Verfahren.
Die frühe Fotografie war in ihren Möglichkeiten aber zuerst sehr eingeschränkt. Extrem lange Belichtungszeiten schlossen bewegte Motive weitgehend aus.
Drei Faktoren haben die Entwicklung der Fotografie, das Tempo sowie das Ausmaß ihrer Verbreitung seit den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts wesentlich bestimmt: der politische und soziale Aufschwung des Bürgertums, die neue Ästhetik der Fotografie und die Möglichkeit der massenweisen Produktion.
1.3 Grundlegende Begriffe der Theaterphotographie
Zur Einführung in die Theaterphotographie muss man diverse Arten von Theaterfotos wie Portrait, Gruppen – oder Massenaufnahme, die Art und Weise der Aufnahme, wie gestellt, nachgestellt oder stillgestellt, ihre Gewichtung auf den Schauspieler, das Bühnenbild oder das Kostüm, sowie ihren Gebrauch als Dokument, Werbung, Unterhaltung oder Erinnerungsstück unterscheiden.
Gestellte Aufnahmen definieren sich dadurch, dass eine Szene aus dem Stück für das die Kamera dargestellt wird und die laufende Handlung angehalten wird. Dies ist noch heute eine geläufige Praxis in der Theaterfotographie in den USA und wird ‚photo call’ (Fototermin) genannt, welcher meist während der Proben stattfindet und somit eher dokumentarischen Charakter hat. Aufnahmen für Werbung und Vermarktung des Stückes werden nachgestellt.
Nachgestellt meint hierbei, dass ein Foto im Atelier oder auf der Bühne vom Fotografen inszeniert wird und keine echte Szene aus dem Stück wiedergibt. Es soll nur der Anschein erwecket werden, es handele sich um eine Szene aus dem Stück. Dies wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch aus technischen Gründen, wie langen Belichtungszeiten oder Beleuchtung gemacht oder weil nur der Star wichtig war und nicht die Produktion. Heute wird dies größtenteils aus produktions-technischen Gründen praktiziert, je nach dem wie weit das Set und die Kostüme fertig gestellt sind.
Mit der Evolution der Fototechnik, wurde eine dritte Ablichtungsweise immer häufiger praktiziert – stillgestellte Aufnahmen. Diese definieren sich dadurch, dass das Foto aus der laufenden Szene fotografiert wird. Der Fotograph hat kaum Kontrolle auf das Objekt, weder auf Position noch Licht, lediglich auf die technischen Größen seiner Kamera und gegebenenfalls auf den Winkel und die Perspektive. Diese Form ist die Authentischste, da sie versucht die Bewegung der wahren Szene festzuhalten ohne sie zu verändern. Charakteristisch für diese Form sind Verwischungen (die durch die Bewegung des Schauspielers entstehen) und Unschärfe oder Unterbelichtungen.
Des Weiteren muss man die Wahl der Einstellungsgröße betrachten, wie Halbtotale (von Kopf bis Fuß), die Amerikanische (Knie an aufwärts), die Halbnahe (Hüfte an aufwärts), die Nahe (Kopf und Schultern), das Close-up (oberhalb der Schultern) und das Extrem Close-up (Kinn und Stirn angeschnitten).
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