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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2004, 15 Pages
Author: Anton Reumann
Subject: Russian / Slavic Languages
Details
Tags: Prinzip, Lokalität, Essiv-Sätzen
Year: 2004
Pages: 15
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-61186-2
ISBN (Book): 978-3-638-77693-6
File size: 160 KB
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Abstract
Inhalt 0. Einleitung S. 3 1. Syntaktische Grundlagen und Begriffe S. 3 2. Die Untersuchungsmethode S. 4 3. Das Prinzip „Lokalität“ S. 5 Die Lokalisator – Stelle im Essiv – Satz S. 6 Das Essiv – Verb S. 8 Das Essiv – Objekt S. 12 Zusammenfassung S. 13 4. Fazit S. 14 5. Quellen S. 15 0. Einleitung Die russische Sprache als be - Sprache hat ein besonderes Prinzip des Ausdrucks gedanklicher Konstruktionen beziehungsweise Zustände. Sowohl in der Literatur- als auch in der Alltagssprache treten Sätze mit Anzeichen für dieses Ausdrucksprinzip auf. Es ist das Prinzip der „Lokalität“ – etwas wird, als an/in einem Ort befindlich, zu einem Ort zugehörend, ausgedrückt. Es scheint so, als ob das nichts besonderes wäre, jedoch ist dieses „Lokalitätsprinzip“ das in der russischen Sprache mit am meisten gebräuchliche Ausdrucksprinzip und bildet somit ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber have – Sprachen . (Zum Beispiel: Er hat Gäste. [U nego gosti.}) So soll der Gegenstand dieser Arbeit dieses Phänomen der „Lokalisierung“, dessen Erscheinungsformen und dessen inhaltlicher Aspekt sein. Drücken Lokalitäten wirklich dieselben Verhältnisse aus, die in anderen Sprachen in weniger abstrakter Art ausgedrückt werden, oder liegt dem sprachlichen Ausdruck der Lokalität ein vollkommen anderes Welt – Konstrukt zugrunde? Die Fragewörter WAS und WIE bestimmen den Hauptteil der Arbeit, auf das WARUM soll im letzten Teil eingegangen werden. Jedoch sollen zuerst Begriffe und Grundlagen erörtert werden, mit denen in dieser Arbeit argumentiert werden soll, es soll geklärt werden, welcher Theorien sich hier bedient wird.
Excerpt (computer-generated)
Friedrich Schiller – Universität, Institut für Slawistik
Lehrstuhl für slawische Sprachwissenschaft
Hauptseminar: “Äusserungen – Sätze – Funktionen”
Sommersemester 2004, 13. Fachsemester
Das Prinzip der Lokalität in den russischen Essiv - Sätzen
von: Anton Reumann
Inhalt
0. Einleitung S. 3
1. Syntaktische Grundlagen und Begriffe S. 3
2. Die Untersuchungsmethode S. 4
3. Das Prinzip „Lokalität“ S. 5
Die Lokalisator – Stelle im Essiv – Satz S. 6
Das Essiv – Verb S. 8
Das Essiv – Objekt S. 12
Zusammenfassung S. 13
4. Fazit S. 14
5. Quellen S. 15
0. Einleitung
Die russische Sprache als be - Sprache hat ein besonderes Prinzip des Ausdrucks gedanklicher Konstruktionen beziehungsweise Zustände. Sowohl in der Literatur- als auch in der Alltagssprache treten Sätze mit Anzeichen für dieses Ausdrucksprinzip auf. Es ist das Prinzip der „Lokalität“ – etwas wird, als an/in einem Ort befindlich, zu einem Ort zugehörend, ausgedrückt. Es scheint so, als ob das nichts besonderes wäre, jedoch ist dieses „Lokalitätsprinzip“ das in der russischen Sprache mit am meisten gebräuchliche Ausdrucksprinzip und bildet somit ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber have – Sprachen1. (Zum Beispiel: Er hat Gäste. [U nego gosti.})
So soll der Gegenstand dieser Arbeit dieses Phänomen der „Lokalisierung“, dessen Erscheinungsformen und dessen inhaltlicher Aspekt sein. Drücken Lokalitäten wirklich dieselben Verhältnisse aus, die in anderen Sprachen in weniger abstrakter Art ausgedrückt werden, oder liegt dem sprachlichen Ausdruck der Lokalität ein vollkommen anderes Welt – Konstrukt zugrunde? Die Fragewörter WAS und WIE bestimmen den Hauptteil der Arbeit, auf das WARUM soll im letzten Teil eingegangen werden. Jedoch sollen zuerst Begriffe und Grundlagen erörtert werden, mit denen in dieser Arbeit argumentiert werden soll, es soll geklärt werden, welcher Theorien sich hier bedient wird.
1. Syntaktische Grundlagen und Begriffe
Da der Gegenstand dieser Arbeit der Satz ist, soll zuerst erklärt werden, welche Satz – Definition zugrunde gelegt wird. Da die formal-grammatische Richtung den hier untersuchten Satztyp als „ungrammatisch“ bezeichnet, weil in Essiv – Sätzen nicht immer ein (flektiertes) Verb vorhanden ist2, soll von anderen Definitionen ausgegangen werden. In der logischsemantischen Strömung, die schon Aristoteles vertrat, wird davon ausgegangen, dass der Satz als Ausdruck eines logischen Urteils zu verstehen ist und dadurch untrennbar von ihm ist. Demnach besteht der Satz aus zwei Komponenten:
a) subiectum: das, wovon etwas ausgesagt wird;
b) praedicatum: das, was (davon) ausgesagt wird.
Das Subjekt (subiectum) wird mittels einer Aussage darüber (praedicatum) erweitert, was als Prädikation bezeichnet wird. Das Verb ist hierzu nicht immer notwendig3. Pu(?)kin – po t. Sollen jedoch Zeitverhältnisse ausgedrückt werden, kommt man nicht um ein Verb herum. Pu(?)kin byl (!) russkij po t4. Die Subjekt – Prädikat – Einteilung hängt direkt mit der Theorie der kommunikativen Richtung zusammen, welche den Satz nach Thema und Rhema unterteilt.
a) Thema: das Bekannte, Gegebene, der Ausgangs- und Anknüpfungspunkt;
b) Rhema: das Neue, mitzuteilende, das über das Thema Auszusagende.
Jedoch ist Thema nicht immer Subjekt, und Rhema nicht immer Prädikat, denn die Expressivität des Satzes kann mittels Intonation und Satzteiltausch die Reihenfolge verändern5. Dieses kommunikative Satz - Modell wird, zwar unter anderen Bezeichnungen der Satzteile, jedoch in der gleichen Bedeutung, von der psychologischen Richtung vertreten. Hier ist das psychologische Subjekt eine im Bewusstsein des Sprechenden zuerst vorhandene Vorstellungsmasse, ihr schließt sich das psychologische Prädikat an. Das psychologische Subjekt ist das, worüber der Sprechende den Zuhörer etwas denken lassen will, das psychologische Prädikat ist das „Etwas“, das der Zuhörer darüber denken soll6. Die für die vorliegende Arbeit wichtigen Begriffe sind Thema, Rhema und Subjekt, Prädikat, grammatische und morphologische Einzelheiten werden nur an relevanter Stelle miteinbezogen. (Bei der Zerlegung des Satzes wird hier das Prädikat als Einheit von Objekt und Prädikat gesehen.)
2. Die Untersuchungsmethode
[...]
1 Hand – Out zum Gastvortrag „Russkij jazyk i kartina mira“ von N. D. Arutjunova an der FSU Jena vom Jahr 2002
2 Panzer, B., Das Russische, München 1995, S. 232
3 Panzer, B., Das Russische, München 1995, S. 229 und S. 236
4 Ebenda, S. 237
5 Ebenda, S. 229 - 232
6 Ebenda, S. 229 - 230
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