Das amerikanische Musical

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Details

Titel: Das amerikanische Musical
Autor: Eva Maria Mauter
Fach: Amerikanistik - Kultur und Landeskunde
Veranstaltung: Understanding American Culture
Institution/Hochschule: Universität Paderborn
Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 1996
Seiten: 21
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 8  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 87 KB
Archivnummer: V68955
ISBN (E-Book): 978-3-638-60083-5
ISBN (Buch): 978-3-638-95506-5

Zusammenfassung / Abstract

Wenn man über amerikanische Kultur spricht, kommt man eigentlich gar nicht umhin, an das amerikanische Musical zu denken. Musikwissenschaftler sind sich einig, daß das Musical eine Form der Unterhaltung ist, wie sie nur in Amerika entstehen konnte und empfinden das Musical sozusagen als ur-amerikanisch. Dies bezieht sich einerseits auf den Entstehungsort, den Broadway in New York, und andererseits auf die Wesensart des Musicals an sich. Im "Schmelziegel" Amerika haben sich von je her die verschiedensten Kulturen vermischt. Im kulturellen Bereich, gerade auch im Bereich der Musik, hat diese Verschmelzung stets zu neuen Gattungen geführt. Auch das Musical ist ein Produkt unterschiedlichster musikalischer Einflüsse. So wird im Einzelnen auf die Balladenoper, die Burleske, die Extravaganza, die Minstrel-Show, das Vaudeville, die Revue, die Operette und den Jazz eingegangen werden, um die Ursprünge des "verschmolzenen Produkts", des Musicals, zu erläutern. Das "Frontier Heritage" wie auch die protestantische Arbeitsethik, der "American Dream", bilden den Rahmen zum Verständnis dieser neuen Gattung.

Textauszug (computergeneriert)

Eva Maria Brockmann

Das amerikanische Musical

PS: Understanding American Culture

WS 95/96

 

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis  2

1. Einführung  3

2. Der "Schmelztiegel" oder die "American Pizza 5
2.1. Die Vorgeschichte der Musikelemente aus denen sich das Musical zusammensetzt 6
- Balladenoper 6
- Burleske 6
- Extravaganza  7
- Minstrel-Show  8
- Vaudeville 8
- Revue 9
- Operette  9
- Jazz  10
2.2. Das "verschmolzene" Produkt  11
- Bühne 11
- Künstler  12
- Komponisten 12
- Musik 12
- Thema  12

3. Das Erbe des "Frontier Myth"  14

4. Protestantische Arbeitsethik, der "American Dream" und das Musical 18

5. Schlußbemerkung 20

6. Bibliographie 21

 

1. Einführung

Wenn man über amerikanische Kultur spricht, kommt man eigentlich gar nicht umhin an das amerikanische Musical zu denken. Musikwissenschaftler sind sich einig, daß das Musical eine Form der Unterhaltung ist wie sie nur in Amerika entstehen konnte und empfinden das Musical sozusagen als ur-amerikanisch. So wird es oft auch das amerikanische Musical genannt. Was nun genau bedeutet dies? Es scheint zwei Ansätze zu geben, die leicht miteinander vermischt werden, aber durchaus nicht identisch sind.

Zunächst bezeichnet dieses Attribut das Entstehungsland. Bei diesem Ansatz wird jedoch meistens gleich darauf verwiesen, daß das Musical in New York - und um noch genauer zu sein - am Broadway entstand. So bezeichnet Kortus das Musical als "ein Kind der New Yorker Unterhaltungs- und Kulturlandschaft, des ′Broadway′."1 Und Schmidt-Joss erläutert dies ausführlich: "Nur in New York konnte das Musical entstehen. Die Theaterlandschaft des Broadway [...] waren seine unabdingbaren Voraussetzungen."2

Ein anderer Ansatz bezieht sich auf die Wesensart des Musicals als eine typisch amerikanische. So behauptet Kortus: "Das Musical will bewußt amerikanisch sein."3 und Everett Helm bezeichnet das Musical als "eine ausgesprochen amerikanische Form des Musiktheaters und [...] einer der originellsten Beiträge der Neuen Welt zur Musik des 20. Jahrhunderts."4 Über die Versuche, das Musical der Alten Welt näherzubringen schlußfolgert Albrecht Goebel: "Das Musical schien offensichtlich eine amerikanische Erscheinung zu sein und zu bleiben, [...]."5

Die spezielle Wesensart der Amerikaner, amerikanische Werte und Vorlieben ermöglichten erst die Entstehung des Musicals. Die spezifischen Begebenheiten in Amerika und speziell in New York am Broadway trugen ihren Teil dazu bei. Als Ergebnis eines für Amerika anscheinend typischen Entwicklungsprozesses spiegelt das Musical die amerikanische Mentalität und Kultur. Es scheint eine ganze Reihe von typisch amerikanischen Merkmalen und Werten in sich zu vereinigen. In der folgenden Hausarbeit werde ich versuchen, diesen Zusammenhang näher zu untersuchen.

Auch wenn sich im folgenden die verschiedenen Punkte unter 2. immer wieder vermischen habe ich dennoch versucht eine Unterscheidung vorzunehmen.

2. Der "Schmelztiegel" oder die "American Pizza"

Zu Beginn dieses Jahrhunderts war Amerika ein typisches Einwandererland. Nationalitäten aus aller Welt treffen aufeinander. Kulturen reiben sich aneinander. Oder verschmelzen. Je nachdem, ob eine Synthese möglich ist oder die Gegensätze unüberbrückbar scheinen, entstehen neue Formen des sozialen oder kulturellen Lebens. Speziell in New York, welches lange Zeit als Hafen für Neuankömmlinge aus der Alten Welt fungiert, tritt der Verschmelzungseffekt bzw. das Nebeneinander der Gegensätze deutlich zu Tage.

[...]


1 Günter Kortus, "My fair lady", in Schriftenreihe über musikalische Bühnenwerke: Die Oper (Berlin-Lichenfelde: 1977), hier S. 5. Weitere Zitate hieraus mit Nennung des Autors und der Seitenzahl.

2 Siegfried Schmidt-Joss, Das Musical (München: 1965), hier S. 15. Weitere Zitate hieraus mit Nennung des Autors und der Seitenzahl.

3 Kortus: 6.

4 Everett Helm, "Vom Wesen des amerikanischen Musicals", in Theater und Drama in Amerika, hg. von Edgar Lohner und Rudolf Haas (Berlin: 1978), S.127-135, hier S. 127.

5 Albrecht Goebel, "My fair lady im Musikunterricht", in Musik und Bildung, Jg. 13 (1981), S. 378-386, hier S. 378.

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