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Hausarbeit, 2004, 15 Seiten
Autor: Anne Grimmelmann
Fach: Romanistik - Französisch - Linguistik
Details
Institution/Hochschule: Philipps-Universität Marburg (Romanistik)
Tags: Bindung, Wörtern, Sprachgebrauch, Kontrastive, Phonetik, Deutschen, Französischen
Jahr: 2004
Seiten: 15
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 5 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-59581-0
ISBN (Buch): 978-3-638-76861-0
Dateigröße: 181 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Wenn in einem Satz zwei Wörter aufeinander folgen, von denen das zweite mit Vokal anfängt und das erste mit Konsonant endet, der in isolierter Aussprache und vor konsonantisch anlautenden Wörtern nicht ausgesprochen wird, und dieser Konsonant gesprochen wird, nennt man dieses Phänomen liaison. Wenn er in dieser Stellung nicht ausgesprochen wird Hiatus. Wenn der Endlautkonsonant in isolierter Position und vor konsonantisch anlautenden Wörtern auch ausgesprochen wird, so nennt man das Zusammenziehen der beiden Wörter enchaînement consonantique. So handelt es sich bei dem Ausdruck avec elle [avεkεl] um ein enchaînement, weil das [k] stets gesprochen wird und bei dem Ausdruck sans elle [sãzεl] um eine liaison, weil das [s] außerhalb der liaison nicht gesprochen wird. Der Endkonsonant des 1. Wortes wird beim enchaînement sowie bei der liaison phonetisch zum Anfangskonsonant des 2. Wortes. So sind also folgende Aussagen phonetisch gleich: Il est ouvert - il est tout vert En agent - en nageant Trop heureux - trop peureux
Textauszug (computergeneriert)
Philipps-Universität Marburg
SS 2004 FB 10 Fremdsprachliche Philologien
Institut für Romanistik
Proseminar: Kontrastive Phonetik des Deutschen und Französischen
Hausarbeit verfasst von:
Anne Grimmelmann
3.Semester Französisch und Spanisch Lehramt
Hausarbeit zum Thema
„Die Bindung (liaison) von Wörtern im französischen Sprachgebrauch“
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung 3
1. Das Thema dieser Hausarbeit 3
2. Definition des Begriffs „liaison“ 3
3. Der historische Ursprung der liaison 4
II. Hauptteil 5
1. Liaison-Regeln 5
1.1 Obligatorische liaisons 5
1.2 Fakultative liaisons 7
1.3 Falsche/verbotene liaisons 9
2. phonetische Auswirkungen der liaison auf einzelne auslautende Konsonanten 11
3. phonetische Auswirkungen der liaison auf bestimmte auslautende Vokale 12
III. Abschlussbetrachtung 14
IV. Literaturverzeichnis 15
I. Einleitung
1. Das Thema dieser Hausarbeit
Ich möchte mich in dieser Hausarbeit mit dem Begriff der „liaison“ im französischen Sprachgebrauch beschäftigen. Hierbei werde ich versuchen, zunächst den Begriff und die Herkunft des Phänomens zu erklären und dann näher auf die vielfältigen Regeln eingehen, die zu diesem Thema in der Literatur zu finden sind. Abschließend werde ich noch auf die Veränderungen in der Aussprache eingehen.
2. Definition des Begriffs „liaison“
Wenn in einem Satz zwei Wörter aufeinander folgen, von denen das zweite mit Vokal anfängt und das erste mit Konsonant endet, der in isolierter Aussprache und vor konsonantisch anlautenden Wörtern nicht ausgesprochen wird, und dieser Konsonant gesprochen wird, nennt man dieses Phänomen liaison. Wenn er in dieser Stellung nicht ausgesprochen wird Hiatus.1
Wenn der Endlautkonsonant in isolierter Position und vor konsonantisch anlautenden Wörtern auch ausgesprochen wird, so nennt man das Zusammenziehen der beiden Wörter enchaînement consonantique.
So handelt es sich bei dem Ausdruck avec elle [avεkεl] um ein enchaînement, weil das [k] stets gesprochen wird und bei dem Ausdruck sans elle [sãzεl] um eine liaison, weil das [s] außerhalb der liaison nicht gesprochen wird.
Der Endkonsonant des 1. Wortes wird beim enchaînement sowie bei der liaison phonetisch zum Anfangskonsonant des 2. Wortes. So sind also folgende Aussagen phonetisch gleich:
Il est ouvert - il est tout vert
En agent - en nageant
Trop heureux - trop peureux
3. Der historische Ursprung der liaison
Die liaison hat ihren Ursprung im Altfranzösischen; im Altfranzösischen wurden die Wörter so gesprochen wie sie heute noch geschrieben werden. Man hat also die Auslautkonsonanten mitgesprochen.
[...]
1 KLEIN, H.-W.: Phonetik und Phonologie des heutigen Französisch. München 1963. S.161
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