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Prävention und Gesundheitsförderung von kardiovaskulären Erkrankungen

Diploma Thesis, 2006, 60 Pages
Author: Anonym
Subject: Nursing / Foster Care Management / Social Services

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2006
Pages: 60
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 65  Entries
Language: German
Archive No.: V69255
ISBN (E-book): 978-3-638-60117-7

File size: 842 KB


Excerpt (computer-generated)

Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit Dresden
Studiengang Pflegewissenschaft/ Pflegemanagement

Prävention und Gesundheitsförderung von kardiovaskulären Erkrankungen

 

 

Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung ... 5

2. Allgemeine Grundlagen ... 7

2.1. Kardiovaskuläre Erkrankungen ... 7
2.1.1. Ursachen, Risikofaktoren ... 7
2.1.1.1. Risikofaktoren 1. Ordnung ... 9
2.1.1.2. Risikofaktoren 2. Ordnung ... 10
2.1.1.3. Folgen der Arteriosklerose ... 12
2.2. Prävention und Gesundheitsförderung ... 13
2.2.1. Prävention ... 13
2.2.1.1. Primärprävention ... 14
2.2.1.2. Sekundärprävention ... 15
2.2.1.3. Tertiärprävention ... 15
2.2.2. Gesundheitsförderung ... 16
2.2.2.1. Die Ottawa- Charta zur Gesundheitsförderung der WHO (1986) ... 16
2.2.3. Abgrenzung der Begriffe voneinander ... 18
2.2.4. Aktueller Stand und gesetzliche Regelungen ... 18
2.2.5. Gesundheitsausgaben im internationalen Vergleich ... 21
2.2.6. Änderungen in Gesundheitsberufen ... 22
2.2.6.1. Das Medizinstudium ... 23
2.2.6.2. Die Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung ... 23

3. Praktische Beispiele der Gesundheitsförderung von kardiovaskulären Risikofaktoren ... 26

3.1. Die Familie als Interventionsfeld der Gesundheitsförderung ... 26
3.1.1. Die Family Health Nurse ... 28
3.2. Schulische Gesundheitsförderung ... 29
3.2.1. Standfestigkeitstraining ... 31
3.2.2. Lebenskompetenztraining ... 31
3.2.3. Die Gesundheitsfördernde Schule ... 32
3.3. Betriebliche Gesundheitsförderung ... 35
3.3.1. Das Gesundheitsprogramm „Hab` ein Herz für Dein Herz“ ... 38
3.4. Gesundheitsförderung in Städten und Gemeinden ... 39
3.4.1. Die Deutsche Herz- Kreislauf- Präventionsstudie ... 40

4. Tätigkeitsfelder von Gesundheits- und KrankenpflegerInnen in der Gesundheitsförderung von kardiovaskulären Erkrankungen ... 42

4.1. Die Schule als mögliches Handlungsfeld ... 43

5. Zusammenfassung / Ausblick ... 46

6. Literaturverzeichnis ... 49

Anhang ... 55

 

 

1. Einleitung

Auch in der heutigen Zeit gehören kardiovaskuläre Erkrankungen, Kolip (2002) spricht von einem Anteil von 48,5 % aller Todesfälle, zu den anführenden Erkrankungs- und Todesursachen in den westlichen Industrienationen (Herold, 2006). Die chronische ischämische Herzkrankheit, der akute Myokardinfarkt und die Herzinsuffizienz (in dieser Reihenfolge) stellten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland im Jahr 2004 die häufigsten Todesursachen bei Frauen und Männern dar1. Auch die damit verbundenen volkswirtschaftlichen Kosten, welche durch Herz- Kreislauferkrankungen verursacht werden, stehen im Vergleich zu den Kosten anderer Erkrankungen weiterhin an der Spitze der Ausgaben im Gesundheitswesen (Saner, 2001). Allein im Jahr 2002 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Wiesbaden 35,4 Mrd. Euro oder auch 16 % der gesamten Krankheitskosten für Herz- Kreislauf- Erkrankungen ausgegeben.2
„Die hohe Inzidenz und Prävalenz kardiovaskulärer Erkrankungen in den Industrienationen korrelieren eng mit den Lebensverhältnissen und sozialen und ökonomischen Bedingungen. Die positive Beeinflussung von kardiovaskulären Risikofaktoren führt zu einer signifikant verminderten Morbidität und Mortalität insbesondere bei Patienten mit bekannter oder noch unentdeckter koronarer Herzerkrankung “ (Werner, Böhm, 2004: 131).
Trotz weiterer intensiver und breiter Aufklärungsarbeit in Europa und den Vereinigten Staaten ist kein nennenswerter Rückgang kardiovaskulärer Erkrankungen zu verzeichnen. Altersbezogen ist zwar eine Abnahme des Auftretens der koronaren Herzkrankheit (KHK) festzustellen, die absolute Zahl an Patienten, die daran leiden, nimmt jedoch immer weiter zu (Saner, 2001). Da die Expansion der älteren Menschen (> 70 Jahre) zu einer noch höheren Inzidenz von kardiovaskulären Erkrankungen führen wird, die dann meist nur mit teuren herzchirurgischen Verfahren behandelt werden können, dürfte der Verringerung des Auftretens der KHK in Zukunft eine immer größere Schlüsselrolle zukommen (Haverich, Karck, 2003).
Prävention und Gesundheitsförderung sind die Schlagwörter, die in Zukunft zunehmend an Bedeutung gewinnen werden und eine Alternative zur in Deutschland noch immer vorherrschenden kurativen Medizin darstellen. Schon eine alte Weisheit besagte: „Vorbeugen ist besser als heilen“. Während noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts akute Erkrankungen (80 % aller Erkrankungen), besonders Infektionskrankheiten das Gesellschaftsbild prägten, sind es heute vor allem chronische Erkrankungen, allen voran die kardiovaskulären Erkrankungen, die den größten Teil des Krankheitsspektrums ausmachen (Kolip, 2002). Hier kann Prävention und Gesundheitsförderung ansetzen und bereits schon im frühen Kindesalter dazu führen, dass Risikofaktoren wie z.B. Alkohol-, Zigaretten-, Drogenkonsum u.a. bei Kindern zur gewissen „Abschreckung“ führen. Aufgrund zahlreicher Faktoren des heutigen gesellschaftlichen Lebens (siehe dazu 2.1.1.) spielen kardiovaskuläre Erkrankungen eine dominierende Rolle und verursachen steigende Kosten in unserem Gesundheitssystem (Lück, 1997). Ziel dieser Arbeit ist es, zu verdeutlichen, wie und wo präventive Gesundheitsförderung einen wichtigen Beitrag zur Senkung kardiovaskulärer Erkrankungen liefern und somit nicht nur zur Steigerung der Lebensqualität in der Bevölkerung beitragen kann.
Der Verfasser hat der Arbeit drei Schwerpunkte gesetzt und diese in folgende drei Abschnitte gegliedert. Der erste Abschnitt befasst sich dabei mit den allgemeinen Grundlagen. Neben verschiedenen Begriffsdefinitionen, dem Krankheitsbild der kardiovaskulären Erkrankungen und den vom Menschen beeinflussbaren Hauptrisikofaktoren für deren Entstehung, wird anschließend auf derzeitige Leistungsanbieter von Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen eingegangen. Im zweiten Abschnitt werden anschließend Möglichkeiten der Umsetzung von Präventionsprogrammen zur Verringerung bzw. -vermeidung kardiovaskulärer Risikofaktoren in der Praxis vorgestellt. Hier geht es vor allem um wichtige Settings, d.h. soziale Systeme bzw. Lebens- und Handlungsräume, in denen Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen zur Anwendung kommen können und durch die ein Großteil der Bevölkerung erreicht werden kann. Im dritten Abschnitt werden abschließend neue Tätigkeitsfelder speziell für Gesundheits- und KrankenpflegerInnen aus der Sicht des Verfassers vorgestellt, die im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung von Herz- Kreislauf- Erkrankungen, vor allem der noch „gesunden“ Bevölkerung in Zukunft vorstellbar und möglich sind.


2. Allgemeine Grundlagen


2.1. Kardiovaskuläre Erkrankungen

Unter kardiovaskulären Erkrankungen versteht man Krankheiten, die das Herz und die Gefäße betreffen und mit Störungen des Blutkreislaufes und des Herzens einhergehen (Der Brockhaus, 2004). Dazu zählen vor allem die ischämische Herzkrankheit, der Apoplex (Schlaganfall), aber auch angeborene und erworbene Herzfehler, Entzündungen des Herzens und die Herzinsuffizienz. Die den kardiovaskulären Erkrankungen zugrunde liegende Ursache ist meist die Arteriosklerose (Polte, 2001). Die größte Bedeutung in diesem Zusammenhang hat dabei die KHK, die zu Angina pectoris und zum Myokardinfarkt führen kann. Bei der KHK handelt es sich um eine Durchblutungsstörung in den Koronarien, die das Herz versorgen und für die Leistungsfähigkeit des Herzens verantwortlich sind. Die unzureichende Versorgung des Herzens mit Sauerstoff und Nährstoffen führt zur Einschränkung der Herzleistung und somit zur Reduktion der Leistungsfähigkeit des gesamten Organismus. Bei einem völligen Verschluss eines oder mehrerer Koronargefäße (akuter Myokardinfarkt) durch ein Blutgerinnsel kommt es dann zu einer Störung der Blut- und Sauerstoffversorgung des Herzens, die zu einem Untergang von Herzmuskelgewebe führt, wenn sie nicht so schnell wie möglich, vorzugsweise durch Intervention mittels einer Herzkatheteruntersuchung, behoben wird. Schon nach sechs Stunden kann der Myokardinfarkt zu irreparablen Schäden führen (Zehetgruber, Wallner, 2005).

 

[...]


1 www.destatis.de/basis/d/gesu/gesutab20.php (26.02.06)
2 www.destatis.de/presse/deutsch/pm2004/p2880094.htm (02.03.06)


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