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Scholary Paper (Seminar), 2007, 16 Pages
Author: Anne Grimmelmann
Subject: Romance Languages - Spanish Studies
Details
Institution/College: University of Marburg (Romanistik)
Tags: Frauenbild, Jahrhundert, Beispiel, Leandro, Fernández, Moratín, Spanisches, Theater, Jahrhundert
Year: 2007
Pages: 16
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-61362-0
ISBN (Book): 978-3-638-76875-7
File size: 168 KB
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Abstract
In dieser Arbeit möchte ich mich mit dem Bild der Frau und ihrer Rolle in der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts auseinandersetzen. Das Theater Moratíns hat in der Zeit der Aufklärung („El siglo des Las luces“) in Spanien ein Zeichen gesetzt und seiner Zeit großes Aufsehen erregt. Sein Blick auf die Rolle der Frau, ihre Stellung in der Gesellschaft sowie die Moralvorstellungen und Werte die jungen Frauen in Familie und Gesellschaft vermittelt wurden, sind bezeichnend für die Veränderung eben dieser in der folgenden Zeit. Aus diesem Grund habe ich das Theaterstück El si de las niñas – sein letztes und erfolgreichstes Stück – ausgewählt und möchte nun anhand dieses Beispiels das Bild der Frau in der Epoche der Aufklärung aus Moratíns Sichtweise darstellen. Zunächst soll näher auf Moratín als historische Persönlichkeit selbst eingegangen werden, da das Stück zum Teil autobiografisch ist und seine gesellschaftspolitische Einstellung von elementarer Wichtigkeit für das Verständnis des Stückes ist. Darauf folgt ein kurzer Abriss über das Theater Moratíns und sein eigenes Verhältnis zu Frauen, welches auf die autobiografische Verarbeitung schließen lässt. Im Hauptteil dieser Arbeit möchte ich das Stück El si de las niñas beleuchten und die Frauenfiguren des Stückes analysieren sowie die männlichen Protagonisten in Bezug dazu stellen.
Excerpt (computer-generated)
Philipps-Universität Marburg
Romanistik
WS 2005/2006
PS Spanisches Theater im 18.Jahrhundert
Hausarbeit
Französisch und Spanisch Lehramt
Das Frauenbild im 18.Jahrhundert
am Beispiel von El si de las niñas von
Leandro Fernández de Moratín
verfasst von:
Anne Grimmelmann
6. Semester
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Leandro Fernández Moratín - Leben und Werk 3
2.1. Lebenslauf und beruflicher Werdegang 3
2.2. Das Theater Moratíns im 18. Jahrhundert 5
2.3. Moratíns Verhältnis zu Frauen 6
3. El si de las niñas 8
3.1. Zusammenfassung und Struktur 8
3.2. Die Frauenfiguren im Stück 9
3.2.1. Doña Irene 9
3.2.2. Doña Francisca 11
3.3. Begriff der honra und das männliche Idealbild im 18. Jahrhundert 12
3.3.1 Don Diego 12
3.3.2 Don Carlos 13
4. Schlussbetrachtung 14
5. Literaturverzeichnis 15
1. Einleitung
In dieser Arbeit möchte ich mich mit dem Bild der Frau und ihrer Rolle in der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts auseinandersetzen.
Das Theater Moratíns hat in der Zeit der Aufklärung ("El siglo des Las luces") in Spanien ein Zeichen gesetzt und seiner Zeit großes Aufsehen erregt. Sein Blick auf die Rolle der Frau, ihre Stellung in der Gesellschaft sowie die Moralvorstellungen und Werte die jungen Frauen in Familie und Gesellschaft vermittelt wurden, sind bezeichnend für die Veränderung eben dieser in der folgenden Zeit.
Aus diesem Grund habe ich das Theaterstück El si de las niñas - sein letztes und erfolgreichstes Stück - ausgewählt und möchte nun anhand dieses Beispiels das Bild der Frau in der Epoche der Aufklärung aus Moratíns Sichtweise darstellen.
Zunächst soll näher auf Moratín als historische Persönlichkeit selbst eingegangen werden, da das Stück zum Teil autobiografisch ist und seine gesellschaftspolitische Einstellung von elementarer Wichtigkeit für das Verständnis des Stückes ist. Darauf folgt ein kurzer Abriss über das Theater Moratíns und sein eigenes Verhältnis zu Frauen, welches auf die autobiografische Verarbeitung schließen lässt. Im Hauptteil dieser Arbeit möchte ich das Stück El si de las niñas beleuchten und die Frauenfiguren des Stückes analysieren sowie die männlichen Protagonisten in Bezug dazu stellen.
2. Leandro Fernández de Moratín – Leben und Werk
2.1. Lebenslauf und beruflicher Werdegang
Leandro Fernández de Moratín wurde am 10. März 1760 in Madrid geboren. Er stammte aus einer Familie die der bürgerlichen Mittelschicht, der clase media, zuzuordnen ist. Sein Vater, Nicolas Fernández de Moratín, stammte aus dem niederen asturischen Adel und war selbst Schriftsteller und Rechtsanwalt. So wuchs der junge Moratín in einem Kreis intellektuellorganisatorisch Tätiger1 Menschen auf, Menschen die der bürgerlichen Mittelschicht angehörten: Kaufleute, Beamte, selbstständige Bauern und Schriftsteller.
Als einziges Kind von seinen Eltern und Verwandten liebevoll umsorgt, entwickelte er als Kind eine intensive, emotional positive Bindung2 zu ihnen, welche er auch später beibehielt und seine Familie weiterhin häufig kontaktierte und die den hohen Wert, den er der Familie und deren Zusammenhalt auch in seinen Stücken beimisst, erklärt.
Nach seiner Schulzeit, während der er allgemein wenig und schlechten Kontakt zu seinen gleichaltrigen Schulkameraden pflegte, absolvierte Moratín zunächst eine handwerkliche Ausbildung in einer Juwelierwerkstatt – eine Notlösung zur Unterstützung seiner verwitweten Mutter.3 Durch den Mangel eines Universitätsstudiums war Moratín gezwungen sich vor allem autodidaktisch fortzubilden und nahm infolgedessen im Jahre 1792 ein Stipendium für eine Auslandsreise nach Europa an mit dem Ziel sich intellektuell weiterzuentwickeln. Währenddessen befasste er sich viel mit den französischen Aufklärern seiner Zeit: Mit Rousseau und Voltaire ebenso wie mit seinen Landsleuten Jovellanos und Cabarrús. Diese Lektüren sollten seine Theaterstücke nachhaltig beeinflussen.
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1 RIEN S.50
2 ebd. S.51
3 ebd. S.52
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