Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Zu: Walter Benjamin, das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierba... close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Zu: Walter Benjamin, das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit

Termpaper, 2006, 14 Pages
Author: Sandra Vater
Subject: Philosophy - Philosophy of the Present

Details

Category: Termpaper
Year: 2006
Pages: 14
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 3  Entries
Language: German
Archive No.: V69654
ISBN (E-book): 978-3-638-62625-5

File size: 92 KB
Notes :
Interpretation von Walter Benjamins "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit".



Excerpt (computer-generated)

Universität Erfurt
WS 2005/06

Studium Fundamentale

Seminar: Massenkultur – Kulturindustrie

Walter Benjamin:
Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit

von: 

Sandra Vater

 

 

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung 2

II. Industrielle und individuelle Technik 2

III. Die raum-zeitliche Struktur der Aura 3

IV. Die Aura als eine relative Größe 4

V. Die Reproduktion 5

VI. Die Veränderung der Wahrnehmung 6

VII. Das Kunstwerk und seine Fundierung auf die Politik 10

VIII. Das Subjekt in der photographischen Reproduktion 11

IX. Schlussbemerkung 12

X. Literaturangabe 13

 

 

I. Einleitung

Walter Benjamin versucht in seinem Werk die veränderte Sinneswahrnehmung, welche er in Abhängigkeit mit den geschichtlich begründeten gesellschaftlichen Veränderungen sieht aufzuzeigen. Im Rahmen dieser theoretischen Ausarbeitung der Wahrnehmungsveränderung versucht er das Wesen der Kunst rückwirkend zu erfassen. Walter Benjamin beschreibt anhand des Films und der Photographie „Die Art und Weise, in der die menschliche Sinneswahrnehmung sich organisiert – [und dienen ihm als] das Medium, in dem sie erfolgt [...] „1. Er erkennt den Verfall der Aura als Merkmal der filmischen und photographischen Reproduktionstechnik an, wodurch diese zum zentralen Ausdruck der veränderten Wahrnehmung wird und somit als Terminus der grundlegenden Begebenheit in der Entwicklung der Kunst im neunzehnten Jahrhundert begriffen werden kann. Innerhalb des Kunstwerkaufsatzes betrachtet er den Prozess der Kunstentwicklung in Bezug auf die technische, industrielle Entwicklung bzw. der kapitalistischen Produktionsbedingungen.

II. industrielle und individuelle Technik

Die Erfindung der Dampfmaschine führte nicht nur zu wirtschaftlichen, sondern auch zu sozialen Veränderungen des 19. Jahrhunderts. Mit Fortschreitender Industrialisierung griff die industrielle Technisierung immer mehr in das Leben des einzelnen Menschen ein.2 Aus marktwirtschaftlichen Gründen stellte sich die Industrie in ihren Produkten auf die Bedürfnisse der breiten Masse ein, wodurch sich beide Bereiche durchdrangen, in diesem Zusammenhang kann die industrielle Technik als gesellschaftszugewandt und als gemeinschaftlich erarbeitet bezeichnet werden. Im Gegensatz erschien hier die autonome Kunst. Die Werke der Künstler sind durch eine individuelle Technik, im Sinne eines unverkennbaren eigenen Stils, geprägt. Diese subjektive Haltung ist innerhalb der industriellen Reproduktionstechnik nicht vorhanden. In diesem Zusammenhang folgert Benjamin den Verlust der Subjektivität des Kunstwerkes, begründet durch das Übergewicht der technischen Kultur.

Diese kommt aber dem Verlangen der Masse nach Ästhetisierung des alltäglichen Lebens entgegen. „Der profane Schönheitsdienst, der sich in der Renaissance herausbildet [...]“3 findet in ihr vollkommenste Geltung. Dementsprechend wird die Ästhetik zur Schnittstelle zwischen industriellen Vervielfältigungen und Kunstwerken, das Kunstwerk selbst behält seine Autorität, wenn die Reproduktion ihren Bestand unangetastet lässt.

III. Die raum-zeitliche Struktur der Aura

Walter Benjamin unterscheidet nicht zwischen Kunst und Unkunst, wodurch in diesem Zusammenhang in seinem Kunstwerkaufsatz eine Aufspaltung, sprich eine mögliche Neueinteilung der Kunst im allgemeinen Sinne anklingt, wenn der Begriff der technischen Reproduktion im Bereich der Kunst als zulässige Größe anerkannt wird. Diese Einteilung könnte nach auratischen und auralosen Kunstwerken erfolgen. Walter Benjamin definiert die „[...] Aura als >>einmalige Erscheinung einer Ferne, so nah sie sein mag<< [...]“4 und beschreibt die Ferne als „das Unnahbare“, wodurch sie nicht als real räumlich sondern als strukturell beschrieben werden kann. Die Materialität des Kunstwerkes ist seine Nähe, diese Nähe ist jedoch nicht strukturell sondern räumlich zu begreifen und „[...] tut der Ferne [...] [keinen] Abbruch“. 5 Demgemäß nimmt der Betrachter z. B. eines Gemäldes eine distanzierte Stellung zu diesem ein, diese ist jedoch nicht absolut, denn „[...] die Aura dieser Berge, dieses Zweiges atmen.“ 6 Im Prozess der Atmung findet ein Austausch statt, angewandt auf das Kunstwerk kann sich der Betrachter dennoch in das Werk, wenn auch in einer gewissen Distanz, hineinfühlen und kann innerhalb der Rezeption mit Bewunderung oder Wertschätzung beschrieben werden kann. Die Ferne der auratischen Kunst besitzt die Qualität der Einmaligkeit, diese ist nicht als eine rein mathematische Größe, sondern vielmehr als eine räumlich-zeitliche bzw. geschichtliche, nicht aber strukturelle zu verstehen, wodurch sich in diesem Zusammenhang an dem Gegenstand eine eigene Tradition ausbilden konnte.

[....]


1 Bejamin, Walter: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit; S. 14.

2 NN.: Die unendliche Weltgeschichte; S. 254.

3 Bejamin, Walter: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit; Kap. IV.; S. 17.

4 Ebenda: Kap. IV.; Anm. 7; S. 16.

5 Ebenda: Kap. IV.; Anm. 7; S. 16.

6 Ebenda: Kap. III.; S. 15.


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Die Ursachen der 68er

Author: Holger Kiesow
Politics - Political Systems - History, 2004 Download as PDF-file for 6,99 EUR

Sprechakte - was tun wir, wenn wir sprechen?

Author: Tina Heesel
German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies, 2003 Download as PDF-file for 8,99 EUR

Das Höhlengleichnis in Platons Politeia

Author: M.A. Jana Antosch-Bardohn
Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal, 2005 Download as PDF-file for 5,99 EUR

Platons Höhlengleichnis

Author: Kristina Wallner
Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language), 2006 Download as PDF-file for 3,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/69654/zu-walter-benjamin-das-kunstwerk-im-zeitalter-seiner-technischen-reproduzierbarkeit
please wait Please wait