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Die lexikalischen Folgen des englisch-skandinavischen Sprachkontakts in angelsächsischer Zeit

Termpaper, 2001, 14 Pages
Author: Janna Falkenstein
Subject: English Language and Literature Studies - Linguistics

Details

Category: Termpaper
Year: 2001
Pages: 14
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: German
Archive No.: V69922
ISBN (E-book): 978-3-638-62287-5

File size: 518 KB


Excerpt (computer-generated)

Freie Universität Berlin
Ü/PS Englische Lexikologie SoSe2001

Die lexikalischen Folgen des englischskandinavischen
Sprachkontakts in angelsächsischer Zeit

von: Janna Falkenstein

 


Inhaltsverzeichnis

i) Einleitung  S. 3

ii) Geschichtliche Hintergründe  S. 3

iii) Der Sprachkontakt  S. 4

iv) Nachweis altnordischen Lehnwortguts  S. 7

v) Das Lehnwortgut  S. 9

vi) Schlussbemerkungen S.12

vii) Karte und Quellenangaben  S.13


 

 

i) Einleitung

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen und vor allem den lexikalischen Folgen des englisch-skandinavischen Sprachkontakts in angelsächsischer Zeit. Um ein vollständiges Bild dieses Kontaktes zu zeigen, bezieht sich die Seminararbeit auch auf Folgen, die erst in mittelenglischer Zeit sichtbar wurden.

Zunächst wird ein kurzer geschichtlicher Überblick gegeben. Weiter beschäftigt sich die Arbeit mit dem Sprachkontakt der beiden Völkergruppen, insbesondere mit der Art und den Ursachen dieses Sprachkontakts, dem skandinavischen Lehnwortgut und dessen Nachweismöglichkeiten sowie den verschiedenen Entlehnungstypen.

An erster Stelle soll diese Arbeit zeigen, welch große Bedeutung das Altnordische für die Entwicklung der englischen Sprache darstellte und wie groß die Integration dieser Sprache war. Außerdem soll sie widerspiegeln, dass der altnordische Einfluss wohl einer der bedeutendsten Einflüsse war, mit dem das Englische je in Berührung kam. Es stellt sich also die Frage: Wie konnte es zu solch einer starken Integration des Altnordischen kommen? Außerdem sollte man die spannende Frage klären, warum dass Bild entsteht, dass der englisch-skandinavische Sprachkontakt im Altenglischen scheinbar so gering war.

ii) Geschichtliche Hintergründe

Erste Eintragungen über englisch-skandinavische Kontakte finden sich in der altenglischen Chronik im Jahre 787. Dort ist die Rede von „drei mit Nordmännern besetzten Schiffen (iii scipu nor qmanna).

Offensichtlich handelt es sich hier um die Ankunft der Wikinger an der Küste von Wessex. Scheler (1977: 17-18) teilt die Invasionen der Skandinavier, vornehmlich Dänen und Norwe- ger, in drei Perioden ein. In dem Zeitraum von 600-850 n. Chr. plünderten zunächst Norweger die Küstenstreifen und überfielen auf ihren Streifzügen zahlreiche Klöster. Zum größten Teil stahlen sie Silber, Gold, wertvolle Reliquien und edle Stoffe. Nach Baugh & Cable (1993: 91) wurden teilweise auch Einheimische gefangen genommen und zu Sklaven gemacht. Zu dieser Zeit traten die Skandinavier noch in kleineren Banden auf und plünderten mal hier mal dort.

In den Jahren 850-878 begannen die Dänen größere Kriegszüge. Sie eroberten Teile Englands mit ganzen Schiffsflotten und drangen immer mehr ins Innere des Landes vor. Unter anderem gründeten sie ihre erste feste Niederlassung um York und überwinterten auf der Insel Thanet. Sie überfielen auch Canterbury und London. Zu dieser Zeit waren sehr große Teile Englands fest in dänischer Hand.

Die letzte Periode umfasst die Zeit von 878 bis ca. 1070. Natürlich konnten die skandinavischen Überfälle nicht völlig widerstandslos vor sich gehen. Um 878 waren die Skandinavier schließlich gezwungen, sich auf Wunsch des westsächsischen Königs Alfred auf den Wedmore Vertrag einzulassen. Dieser besagte, dass von nun an das Gebiet nordöstlich der Watlingstreet (siehe Karte, S.13) dänischer Gesetzgebung unterstellt sei. Das Gebiet erhielt den Namen Danelaw (< an. denalagu). Zusätzlich akzeptierten die Dänen das Christentum. So ließ sich zum Beispiel König Alfreds dänischer Vertragspartner taufen. Wessex, König Alfreds Reich, war somit vor den Dänen gerettet.

Die Überfälle der Skandinavier nahmen aber trotz der vertraglichen Einigung kein Ende. Unter König Alfred kam es zu erneuten Invasionen der Skandinavier. Die Norweger errichteten ein Königreich in Irland und drangen noch bis nach Schottland vor. Nach dem Tod König Alfreds wurde Knut von Dänemark König von England (1016-1035) und nach dessen Tod seine beiden Söhne. Der letzte Eintrag über dänische Einfälle verzeichnet die altenglische Chronik im Jahre 1070.

iii) Der Sprachkontakt

[...]


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