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Examination Thesis, 2006, 83 Pages
Author: Thorsten Legath
Subject: Pedagogy: Common Didactics, Educational Objectives
Details
Tags: Unterricht, guter Unterricht, 10 Kriterien, Meyer, PISA, OECD, 10 Merkmale, für Lehrer
Year: 2006
Pages: 83
Grade: 2
Bibliography: ~ 4 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-60817-6
File size: 553 KB
Arbeit, bei der die 10 wichtigsten Merkmale "guten Unterrichts" veranschaulicht werden
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Abstract
Gerade nach den teils ernüchternden Resultaten aus den PISA-Studien, der OECD und den Ergebnissen, TIMSS und der IEA wird immer wieder die Forderung nach einer Qualitätssicherung im Unterricht gestellt. Aber welche Unterrichtsstrukturen und Unterrichtsformen fördern das kognitiv-fachliche Lernen und welche stören die Lernprozesse? Im Weiteren werden zehn empirisch abgesicherte Gütekriterien guten Unterrichts, die aus verschiedenen Studien der letzten Jahre ausgewählt und zu einem Kriterienmix zusammengefasst wurden, definiert. Daraus werden Folgerungen zur entsprechenden Unterrichtsgestaltung gezogen, die im Idealfall Lehrer und Schüler gemeinsam entwickeln bzw. erarbeiten sollen, schlüssig abzuleiten.
Excerpt (computer-generated)
Fakultät für Kulturwissenschaften
Lehrstuhl: Schulpädagogik
Was ist guter Unterricht ?
Schriftliche Hausarbeit
zur Staatsprüfung für das Lehramt an Hauptschulen
in Bayern
Prüfungstermin: Frühjahr 2007
vorgelegt von: Thorsten Legath
vorgelegt am: 05.10.2006
Inhaltsverzeichnis
Vorwort ... 1
I. Einleitung ... 1
II. Zehn Merkmale „guten Unterrichts“ ... 4
1. Klare Strukturierung des Unterrichts ... 4
1.1 Definition ... 5
1.2 Kennzeichen einer klaren Unterrichtsstrukturierung ... 6
1.3 Folgerungen ... 6
2. Hoher Anteil echter Lernzeit ... 9
2.1 Definition ... 9
2.2 Anzeichen für einen hohen Anteil echter Lernzeit ... 9
2.3 Forschungsergebnisse und Resümee ... 10
3. Lernförderliches Klima ... 13
3.1 Definition und Erläuterung ... 13
3.2 Indikatoren für ein lernförderliches Klima ... 14
3.3 Resümee ... 14
4. Inhaltliche Klarheit ... 16
4.1 Definition ... 16
4.2 Indikatoren ... 17
4.3 Resümee ... 17
5. Sinnstiftendes Kommunizieren ... 21
5.1 Definition und Erläuterung ... 21
5.2 Anzeichen für gelungene Sinnstiftungen im Unterricht ... 21
5.3 Resümee ... 22
6. Methodenvielfalt ... 26
6.1 Definition ... 26
6.2 Drei-Ebenen-Modell ... 26
6.3 Resümee ... 32
7. Individuelles Fördern ... 36
7.1 Definition und Erläuterung ... 36
7.2 Indikatoren ... 37
7.3 Resümee ... 38
7.4 Innere Differenzierung ... 39
8. Intelligentes Üben ... 43
8.1 Definition und Erläuterung ... 43
8.2 Indikatoren ... 45
8.3 Resümee ... 46
9. Transparente Leistungserwartungen ... 51
9.1 Definition und Erläuterung ... 51
9.2 Indikatoren ... 53
9.3 Resümee ... 54
10. Vorbereitete Umgebung ... 56
10.1 Definition und Erläuterung ... 56
10.2 Indikatoren ... 57
10.3 Resümee ... 58
III. Schluss ... 61
IV. Evaluation in der Schule ... 63
1. Definition ... 63
2. Ziele der Evaluation ... 64
3. Typen der Evaluation ... 65
4. Methoden der Evaluation ... 66
5. Rating ... 68
6. Videografie des Unterrichts ... 69
V. Empirische Studie ... 70
1. Einführender Teil ... 70
2. Auswertung der Unterrichtseinheiten ... 71
Verzeichnis der Abbildungen
Literaturverzeichnis
Was ist guter Unterricht? - Zehn Merkmale „guten Unterrichts“
Vorwort
Als Thema meiner Zulassungsarbeit habe ich bewusst das Thema „Was ist guter Unterricht?“ gewählt, da ich der Meinung bin, dass mir die intensive Auseinandersetzung mit dieser Materie für meinen späteren Beruf als Lehrkraft äußerst hilfreich sein wird.
Die Aussagen in dieser Arbeit beziehen sich immer auf Lehrerinnen und Lehrer bzw. auf Schülerinnen und Schüler. Um aber den Inhalt dieser Arbeit mit der dadurch notwendigen Nennung der jeweils männlichen und weiblichen Form von Lehrer und Schüler nicht unnötig unübersichtlich zu gestalten, werde ich im Folgenden nur jeweils „Lehrer“ bzw. „Schüler“ verwenden. Diese Reduzierung auf die männliche Form soll keineswegs die Lehrerinnen und Schülerinnen diskriminieren oder deren Bedeutung abwerten, sondern dient lediglich der Übersichtlichkeit dieser Arbeit.
I. Einleitung
Gerade nach den teils ernüchternden Resultaten aus den PISA-Studien (PISA: Programme for International Student Assessment) der OECD (Organisation for Economic Cooperation and Development) und den Ergebnissen der Schulleistungsuntersuchungen TIMSS (seit 2003: Trends in Mathematics and Science Study) der IEA (International Association for the Evaluation of Educational Achievement) wird immer wieder die Forderung nach einer Qualitätssicherung im Unterricht gestellt. Aber welche Unterrichtsstrukturen und Unterrichtsformen fördern das kognitiv-fachliche Lernen und welche stören die Lernprozesse?
Im Weiteren wird versucht, guten Unterricht anhand von zehn empirisch abgesicherten Gütekriterien, die aus verschiedenen Studien der letzten Jahre ausgewählt und zu einem Kriterienmix zusammengefasst wurden, zu definieren. Daraus werden Folgerungen zur entsprechenden Unterrichtsgestaltung gezogen, die im Idealfall Lehrer und Schüler gemeinsam entwickeln bzw. erarbeiten sollen, schlüssig abzuleiten1.
Definition guter Unterricht
Um guten Unterricht definieren zu können, muss zunächst klar gestellt werden, dass die Gütekriterien für alle Schüler aller Schularten, Herkunft und Ausprägung, für alle Fächer, Schulstufen und Schularten gelten sollen und dabei sowohl das kognitive wie affektive Lernen gefördert wird und sie zur Analyse des alltäglichen Unterrichts genauso geeignet sind, wie zur eigenen Beurteilung und zur Bewertung unter den Kollegen2.
Unter diesen Voraussetzungen kann man dann guten Unterricht definieren als einen Unterricht, in dem
- „im Rahmen einer demokratischen Unterrichtskultur
- auf Grundlage des Erziehungsauftrages
- und mit dem Ziel eines gelingenden Arbeitsbündnisses
- eine sinnstiftende Orientierung
- und ein Beitrag zur nachhaltigen Kompetenzentwicklung aller Schülerinnen und Schüler geleistet wird.“3
Dabei soll über eine demokratische Unterrichtskultur die Mündigkeit und Solidarität der Schüler für das Leben in der Gesellschaft entwickelt werden. Dies gelingt nur, wenn der fachliche Unterricht auch mit dem Erziehen verknüpft wird. Guter Unterricht erfordert ein einvernehmliches Arbeitsbündnis zwischen Lehrer und Schülern, soll die Urteilskraft und Persönlichkeit der Schüler stärken, damit sie ihre persönliche Entwicklung erfolgreich bewältigen können. Bei all diesen Forderungen darf aber der eigentliche Bildungsauftrag des Unterrichts in der stützenden und zugleich fordernden Unterrichtsgemeinschaft nicht zu kurz kommen, wobei auch entsprechende Freiräume und Zeiten für Übung und Vertiefung mit eingebaut werden müssen4. Der nachfolgende Kriterienmix enthält zehn Merkmale guten Unterrichts, die zunächst definiert werden. Anschließend folgt die Darstellung der Indikatoren für die Merkmalsausprägung und schließlich im Resümee die Umsetzung im Unterricht.
[...]
1 vgl. MEYER, 2004, S. 7
2 vgl. MEYER, 2004, S. 11 ff.
3 MEYER 2004, S. 13
4 vgl. MEYER, 2004, S. 13 f.
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