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Klientenzentrierte Beratung nach Rogers

Termpaper, 2004, 17 Pages
Author: Peter Kühn
Subject: Social Pedagogy / Social Work

Details

Category: Termpaper
Year: 2004
Pages: 17
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 8  Entries
Language: German
Archive No.: V69997
ISBN (E-book): 978-3-638-61426-9
ISBN (Book): 978-3-638-77408-6
File size: 127 KB
Notes :
Überblick über die Klientenzentrierte Beratung nach Carl Rogers, geschrieben als große Hausarbeit im Jahr 2004


Abstract

Die klientenzentrierte oder auch nicht-direktive Beratung wird in der Sozialen Arbeit oft als die optimale Form der Gesprächsführung und Beratung gesehen. Welches Konzept aber steckt dahinter? In welchen Feldern der sozialen Arbeit ist die klientenzentrierte Beratung angebracht, wo ist sie eher fehl am Platz? Im vorliegenden Text geht es um philosophische und psycholgische Wurzeln der nicht-direktiven Beratung, die praktische Umsetzung nach Rogers sowie die Anwendbarkeit im Bereich der Sozialarbeit.


Excerpt (computer-generated)

Klientenzentrierte Beratung nach Rogers

von: Peter Kühn

 


1. Vorüberlegungen 2

2. Philosophische Wurzeln der Klientenzentrierten Beratung  2

3. Menschenbild  4

4. Psychologische Wurzeln  5

5. Grundlegende Hypothese der Klientenzentrierten Gesprächstherapie  6

6. Umsetzung bei Rogers  6

6.1 Grundhaltungen des Beraters  6

6.1.1 Akzeptanz 7
6.1.2 Empathie  7
6.1.3 Kongruenz  7

6.2 Verlauf einer Beratung 7

6.2.1 Der Klient will Hilfe  8
6.2.2 Beratungssituation definieren 9
6.2.3 Ermutigung zum freien Ausdruck der Gefühle 10
6.2.4 Berater akzeptiert und klärt 10
6.2.5 Ausdruck positiver Gefühle  11
6.2.6 Akzeptanz positiver Gefühle 11
6.2.7 Entwicklung von Einsicht  11
6.2.8 Klärung der praktischen Möglichkeiten 12
6.2.9 Erster Schritt 12
6.2.10 Wachsende Einsicht  12
6.2.11 Gesteigerte Unabhängigkeit  13
6.2.12 Lösung 13

6.3 Die Beziehung zwischen Berater und Klient  13

7. Die Klientenzentrierte Beratung in der Sozialen Arbeit  14

8. Persönliche Schlussbemerkungen 15

Literaturverzeichnis 17




 

1. Vorüberlegungen

Die klientenzentrierte oder auch nicht-direktive Beratung wird in der Sozialen Arbeit oft als die optimale Form der Gesprächsführung und Beratung gesehen. Welches Konzept aber steckt dahinter? Meint die Technik des “Spiegelns”, die von Rogers herausgearbeitet wurde, lediglich die Wiederholung dessen, was der Klient sagte, oder steckt mehr dahinter? In welchen Feldern der sozialen Arbeit ist die klientenzentrierte Beratung angebracht, wo ist sie eher fehl am Platz? Um diese praktischen Fragen zu beantworten bedarf es einer Beschäftigung mit dem Konzept und den theoretischen Grundlagen.
Im Text wird der Einfachheit halber von Beratern und Klienten in der männlichen Form gesprochen, was natürlich nicht bedeutet, dass die Ausführungen nicht auf Beraterinnen oder Klientinnen bezogen werden können.

2. Philosophische Wurzeln der Klientenzentrierten Beratung

Die philosophischen Wurzeln dieses Modells sind im bürgerlichen Humanismus und im Existenzialismus zu finden. Der Humanismus, als dritte große philosophische Strömung neben der Renaissance und der Reformation beschäftigt sich mit dem Menschen als solchem, mit seinen Leistungen und seinen Bestrebungen. Das humanistische Ideal des selbstverwirklichten Individuums ist bei Rogers wiederzufinden, der sagt, dass jeder Mensch nach Selbstverwirklichung strebt. Auch die selbstverantwortete Handlung und die Freiheit zur Entscheidung sind zentrale Ausgangspunkte seines Ansatzes. Darauf werden wir weiter unten noch zu sprechen kommen.

Der Existenzialismus des 19. und 20. Jahrhunderts stellt nicht vordergründig das “unveränderliche Wesen” des Menschen heraus, sondern es geht um das menschliche Werden, um Entwicklung, um die Existenz, die hier als aktives Handeln und nicht als Zustand verstanden wird. “Nicht das, was der Mensch ist, sondern das, wozu er sich durch die Tat macht, ist sein Wesen.” (Kriz 1991, 174) Es geht nicht um einen verallgemeinerden Objektivismus, sondern der einzelne Mensch als Subjekt wird in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt. “Man sieht in ihr (der Existenzphilosophie) zumeist eine Krisenphilosophie, das heißt den Ausdruck einer Umbruchsituation. ... Der Mensch wird als ein Wesen verstanden, das aus der Sicherheit in die Unsicherheit und heimatlose Ungeborgenheit, in die dunkle Nacht ... seiner endlichen Beschränktheit hinausgeschleudert ist. Dadurch geht ihm zwar die >Welt< mit allen ihren Äußerlichkeiten verloren, er selbst wird aber auf sich selbst zurückgeworfen und zur Besinnung, Selbsterweckung und zu seinem eigentlich Sein geführt.” (Diemer/Frenzel 1969, 65) Es geht bei dieser Philosophierichtung um grundlegende Fragen nach dem Woher? Warum? Wohin? Wozu? . Auch die klientenzentrierte Beratung setzt bei Krisen an und hat nicht den angepassten und unauffälligen, sondern den verantwortungsvoll denkenden, freien und selbstverwirklichten Menschen zum Ziel. Dieser Weg führt oft auf die oben erwähnten Grundfragen zurück und wird nie ohne Probleme zu gehen sein, sondern es muss mit Schwierigkeiten, Blockaden und Krisen gerechnet werden. In diesem Sinne würde ich die klientenzentrierte Beratung als existenzialistisch bezeichnen. Wichtige Vertreter dieser Philosophierichtung, die einen gewissen Einfluss auf Rogers’ Modell gehabt haben dürften sind der Däne Sören Kierkegaard und der jüdische Philosoph Martin Buber. Bei Buber ist besonders deutlich der Mensch als Beziehungswese angesprochen: “Ich werde am Du; Ich werdend spreche ich Du.Alles wirkliche Leben ist Begegnung.” (Buber 1979, 18)

Auch ist bei Rogers m.E. sein christlicher Hintergrund zu sehen, besonders in seinem Menschenbild, was dem Menschenbild Jesu in den Evangelien nahe steht (wohl noch mehr als dem paulinischen Menschenbild). Rogers selbst hat einige Jahre Theologie parallel zur Psychologie studiert.

3. Menschenbild

[...]


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