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Scholary Paper (Seminar), 2006, 10 Pages
Author: Anna Winterhoff
Subject: Art - Overall Considerations
Details
Institution/College: University of Siegen
Tags: Metaphernspiele, Bildvorstellungen, Literatur, Kunst, Spiel, Metaphern, Bereich, Visualität, Metaphernspiele, Bildvorstellungen, Literatur, Kunst
Year: 2006
Pages: 10
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 4 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-61521-1
File size: 706 KB
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Abstract
Die Geschichte hat unzählige Künstler hervorgebracht, die eine scheinbar unversiegbare Masse an Bildern geschaffen haben. All diese Werke zeigen Motive vergangenen Geschehens, Interpretationen unterschiedlichster Geschichten, Visionen, Ideen, Emotionen, Lebens- oder Weltanschauungen. Einige dieser zahllosen Werke sind nur schwer zu deuten, vor allem die aus der jüngeren Kunstgeschichte. Die Rede ist hier von Stilrichtungen wie Futurismus, Kubismus, Dadaismus oder Surrealismus. Dagegen sind Werke, die z. B. in der frühen Historienmalerei oder der Renaissance entstanden, meist unverschlüsselt und klar zu deuten. Der Grund, warum die neuzeitlicheren Werke meist nur schwer zu interpretieren sind, ist die verschlüsselte Darstellungsweise der Künstler. Sie benutzen extreme Farben und Formen, die meist unrealistisch sind und in übertragenem Sinn gesehen werden sollen. Die Künstler benutzen Metaphern, Sinnbilder und Analogien, um ihren Bildern Ausdruck zu verleihen und um über das bildlich Dargestellte hinaus zu gehen. – Eine Botschaft hinter dem eigentlichen Bild.
Excerpt (computer-generated)
Metaphernspiele: Bildvorstellungen in Literatur und Kunst -
′Das Spiel mit den Metaphern im Bereich der Visualität“
von: Anna Winterhoff
SoSe 2006
Inhalt
A. Metaphern als Propagandamittel in der bildenden Kunst 1
Quellen- und Abbildungsnachweis: 3
B. Metaphern als wichtiges Stilmittel für die Plakatwerbung 4
Quellen- und Abbildungsnachweis: 6
C. Metaphern als Aufruf an die amerikanische Bevölkerung im 2. Weltkrieg 7
Quellen- und Abbildungsnachweis: 9
Die Geschichte hat unzählige Künstler hervorgebracht, die eine scheinbar unversiegbare Masse an Bildern geschaffen haben. All diese Werke zeigen Motive vergangenen Geschehens, Interpretationen unterschiedlichster Geschichten, Visionen, Ideen, Emotionen, Lebens- oder Weltanschauungen. Einige dieser zahllosen Werke sind nur schwer zu deuten, vor allem die aus der jüngeren Kunstgeschichte. Die Rede ist hier von Stilrichtungen wie Futurismus, Kubismus, Dadaismus oder Surrealismus. Dagegen sind Werke, die z. B. in der frühen Historienmalerei oder der Renaissance entstanden, meist unverschlüsselt und klar zu deuten.
Der Grund, warum die neuzeitlicheren Werke meist nur schwer zu interpretieren sind, ist die verschlüsselte Darstellungsweise der Künstler. Sie benutzen extreme Farben und Formen, die meist unrealistisch sind und in übertragenem Sinn gesehen werden sollen. Die Künstler benutzen Metaphern, Sinnbilder und Analogien, um ihren Bildern Ausdruck zu verleihen und um über das bildlich Dargestellte hinaus zu gehen. – Eine Botschaft hinter dem eigentlichen Bild.
Wenn Künstler mit sinnbildhaften Darstellungen arbeiten, können sie bis zu einem gewissen Grad voraussetzten, dass der Betrachter diese deuten kann, da er in seinem alltäglichen Leben ein gewisses Gespür für symbolische, allegorische und metaphorische Bedeutungen erlangt hat. Einer dieser Künstler ist der 1882 geborene Umberto Boccioni, ein Hauptvertreter des italienischen Futurismus. Der Futurismus ist eine Kunstbewegung, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte. Ihr gehörte nicht nur Boccioni, sondern auch Carrà, Russolo, Azari und Severini an. Das Ziel dieser Bewegung war es, das Dynamische der Zeit in der Kunst wiederzugeben. Dieses Ziel sollte mit Techniken wie dem Divisionismus und dem Kubismus umgesetzt werden.
Die obere Abbildung zeigt das Bild „Angriff der Lanzenreiter“ von Umberto Boccioni. Es entstand 1915. Abgebildet sind eine Reihe von Pferden mit Reitern und in der linken unteren Ecke Soldaten. Die Figuren sind stark abstrahiert und für den Futurismus typisch dargestellt. Die Reiter halten Lanzen in den Händen und galoppieren auf einen Gegner zu, der sich in der linken unteren Bildecke befindet und äußerst schemenhaft dargestellt ist. Es wirkt beinahe, als würden die Lanzenreiter ihren Gegner mühelos niederreiten. Der Gegner scheint mit nichts anderem als Bajonetten bewaffnet zu sein.
Durch eine Parallelisierung der Motive im mittleren Bereich des Bildes ist nur die Seitenansicht des vordersten Tiers mit Reiter zu erkennen, die anderen Lanzenreiter befinden sich in einer leicht nach links laufenden Linie entsprechend dahinter. Diese Parallelisierung hat zur Folge, dass die Macht der Lanzenreiter unendlich wirkt, da in keinster Weise sichtbar ist um wie viele Reiter es sich wirklich handelt. In der oberen rechten Ecke befindet sich ein Collageelement, bei dem es sich um einen Zeitungsartikel zu handeln scheint. Er ist so ins Bild integriert, dass er halbtransparent wirkt. Die Farben des Werks sind eher gedeckt. Man erkennt verschiedene Grauschattierungen, unterschiedliche Variationen der Farbe Gelb sowie Weiß und Schwarz, wobei die so genannten Gegner sehr dunkel gestaltet sind.
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