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Termpaper, 2003, 17 Pages
Author: M.A. Baghira Karlos
Subject: German Studies - Linguistics
Details
Tags: Walter, Benjamin, Interpretation, Aufsatzes, Aufgabe
Year: 2003
Pages: 17
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 6 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-62585-2
File size: 132 KB
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Excerpt (computer-generated)
Heinrich Heine Universität Düsseldorf, Germanistik, Sprachwissenschaften
TPS: Übersetzungstheorie und –geschichte
WS 2002/03, Abgabedatum: 31.3.2003
Die Übersetzungsproblematik nach Walter Benjamin
anhand der Interpretation des Aufsatzes „Die Aufgabe des Übersetzers“
von: Baghira Karlos
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
1.1 Biographie Walter Benjamins 3
2. Analyse Walter Benjamins „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit.“ 4
2.1 Einleitung: „Die Aufgabe des Übersetzers“ 5
2.2 Die Entwicklung der technischen Reproduktionsmöglichkeiten 5
2.3 Was macht das Original/ die Reproduktion aus? 6
3. Walter Benjamins Thesen zu „Die Aufgabe des Übersetzers“ 8
3.1 Überleitung 8
3.2 Worin liegt „die Aufgabe“ des Übersetzers? 8
3.2.1 Gott als Sprachschöpfer 9
3.2.2 Kommunikation: Werk, Rezipient 9
3.2.3 Die Übersetzung als Form 10
3.2.4 Das Fortleben des Originals in der Übersetzung 11
3.2.5 Übersetzbarkeit als Hinweis auf Sprachverwandtschaft 12
3.2.6 Wie sollte eine Übersetzung angefertigt werden? 12
3.2.7 Metaphorik in Walter Benjamins Aufsatz 13
3.2.8 Die „reine“, die „wahre“ Sprache 15
4. Schlussbemerkung 15
5. Literaturverzeichnis 17
1. Einleitung
Walter Benjamin verfasste im Zusammenhang einer Baudelaire Übersetzung den Aufsatz „Die Aufgabe des Übersetzers“. Bevor dessen Argumentationsgang analysiert wird, ist es sinnvoll sich mit seinem Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ zu befassen, in dem Benjamin seine grundlegende Einstellung zu Originalen und deren Reproduktion äußert. Mit Hilfe dieser Informationen und ausgesuchter Sekundärliteratur (siehe Literaturverzeichnis) werden die Hauptthesen und die Zweideutigkeit, die dem Titel implizit sind aufgezeigt. Den Begriff der „Aura“ führt Benjamin in seinem Kunstwerkaufsatz ein. Auf diesem als Idee von etwas, was dem Original innewohnt und somit auch die Reproduktion bzw. die Übersetzung beeinflusst / beeinflussen sollte, baut Benjamin ein Konstrukt von abstrakten Elementen, das letztlich auf eine Form von Übersetzung weist, die innovativ ist. An den Anfang der Arbeit wird eine ausschnitthafte Biographie in Bezug zum Ursprung der genannten Texte gestellt.
1.1 Biographie Walter Benjamins „Pierre Missac
Um den Ort zu bezeichnen, an dem er zu hause war, sollte man sich nicht scheuen … das Wort Europa zu benutzen, jenes Europa, dass es zu verteidigen galt und von dem Benjamin sehr wohl wusste, das die jüdische Tradition eine seiner grundlegenden Komponenten war. In: Critique. 1966“1 Das einleitende Zitat gibt Einblick in Benjamins Lebensweise, auf die hier näher eingegangen wird.
Am 15. Juli 1892 wird Walter Benjamin in Berlin als Sohn des Antiquitäten- und Kunsthändlers Emil Benjamin und dessen Frau Pauline (geb. Schoenflies) geboren. Er wächst in einem großbürgerlichen jüdisch-assimilierten Elternhaus auf. Im November 1921 gelingt es Benjamin ein erstes Heft zusammenzustellen, in dem er unter anderem seinen Aufsatz: „Die Aufgabe des Übersetzers“ in seiner eigenen Zeitschrift veröffentlichen will. Das Vorhaben scheitert daran, dass der Verleger keinen Druckkostenzuschuß leisten kann bzw. will. 1923: Benjamin beginnt mit seiner Habilitationsschrift über das deutsche Barock-Trauerspiel, in der er die Bedeutung der Allegorie mit der Kritik am neuzeitlichen Subjektbegriff verbindet.
Er lernt Gretel und Theodor W. Adorno kennen und kommt so mit dem Frankfurter Institut für Sozialforschung in Kontakt. 1936: Sein Aufsatz "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit" wird in der "Zeitschrift für Sozialforschung" publiziert. Diese medientheoretisch-kulturpolitische Analyse stellt einen Zusammenhang zwischen dem Verlust der Einmaligkeit eines Kunstwerks durch moderne Vervielfältigungstechniken und der Chance einer dadurch ausgelösten emanzipatorischen Politisierung der Massen her. 27. September: Angesichts der drohenden Auslieferung an die Geheime Staatspolizei (Gestapo) nimmt sich Walter Benjamin mit einer Überdosis Morphium in dem spanischen Grenzort Port Bou das Leben. 1993: In Port Bou wird ihm eine Gedenkstätte errichtet. 2
2. Analyse Walter Benjamins „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit.“
Walter Benjamin leitet seinen Aufsatz „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ mit dem ins Deutsche übersetzten Standpunkt von Paul Valery über den Wandel des Begriffs der Kunst ein. P. Valery stellt zunächst eine Veränderung des Begriffs „Kunst“ fest und begründet diese indem er ihn in seinen Kontext fügt. Die Gesamtheit der Welt befinde sich in einem Fluss, einzelne Begriffe, wie der der Kunst können sich dieser Bewegung nicht entziehen.
„… die gesamte Technik der Künste verändern, dadurch die Invention selbst beeinflussen und schließlich vielleicht dazu gelangen werden, den Begriff der Kunst selbst auf die zauberhafteste Art zu verändern.“3
2.1 Einleitung: „Die Aufgabe des Übersetzers“
[...]
1 Witte, Bernd: Walter Benjamin. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten dargestellt von Bernd Witte. 7. Auflage November, Hamburg 2000, S. 146 [künftig zitiert als: B. Witte: Benjamin]
2 B. Witte: Benjamin, S.39
3 Valery, Paul Pieces sur l´art. La conquete de l´ubiquite. In: Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Drei Studien zur Kunstsoziologie. 7. Auflage, Frankfurt am Main 1963, S. 9
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