Scholary Paper (Seminar), 2007, 29 Pages
Author: Matthias Papesch / David Noak
Subject: Economics / Business: Law
Details
Institution/College: University of Applied Sciences Essen
Tags: Wirtschaftsspionage, Unternehmensrecht
Year: 2007
Pages: 29
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 13 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-62317-9
ISBN (Book): 978-3-638-69482-7
File size: 278 KB
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
Die Bedeutung der Wirtschaftsspionage wird in den Medien und der Politik vor dem Hintergrund einer zunehmenden Globalisierung von Wirtschaft und Technologie stark diskutiert. Dabei haben sich die nachrichtendienstlichen Tätigkeiten der Staaten seit dem Ende des Kalten Krieges neu ausgerichtet. Ihre Aufgaben haben sich von der Bedrohungs- zur Risikoanalyse gewandelt. Die dadurch frei gewordenen Kapazitäten nutzen die Geheimdienste auf anderen Gebieten und Tätigkeitsbereichen. Während zu Zeiten des Kalten Krieges die Sammlung und Beschaffung von Informationen der Wahrung politischer Souveränität diente, steht im heutigen Zeitalter unter hinzukommen von ökologischen, sozialen und ökonomischen Risiken die Sicherung der Gesellschaft im Mittelpunkt. Die Anschläge des 11. September 2001 in New York und Washington haben die Notwendigkeit der Beobachtung für die Risikoquelle des global organisierten Terrorismus verdeutlicht. Neben der Bedrohung durch den Terrorismus rücken die ökonomischen Risiken und damit die Wirtschaftsspionage stärker ins Blickfeld der Geheimdienste. Der ehemalige Direktor des FBI, Louis J. Freeh, erläuterte im Jahre 1996 vor dem Kongress, dass die amerikanische Wirtschaft Ziel von Wirtschaftsspionage durch die Aktivitäten ausländischer Geheimdienste ist. „Wörtlich führte er aus: „Konsequenterweise nehmen ausländische Regierungen mit einer Reihe von Maßnahmen amerikanische Personen, Firmen, Industrien und die U.S. Regierung selbst ins Visier, um kritische Technologien, Daten und Informationen zu stehlen oder unrechtmäßig zu erhalten, damit ihre eigene Industrie Wettbewerbsvorteile erhält.““ Es zeigt sich folglich eine Verlagerung des Spionageschauplatzes auf die Wirtschaftsebene, da Staaten sich heutzutage über ihre wirtschaftliche Stärke und Machtposition definieren.
Excerpt (computer-generated)
FOM Fachhochschule für Oekonomie & Management Essen
Berufsbegleitender Studiengang zum
Diplom-Kaufmann (FH)
5. Semester
Seminararbeit
im Wahlpflichtfach Unternehmensrecht
Wirtschaftsspionage
Autoren:
David Noak
Matthias Papesch
Essen, 09.01.2007
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
1 Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit 1
1.2 Gang der Untersuchung 2
2 Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen 2
2.1 Daten, Informationen, Wissen 2
2.2 Spionage 3
2.2.1 Wirtschaftsspionage 4
2.2.2 Konkurrenzspionage 4
3 Ermittlungen des Tatbestands 5
3.1 Erforderlichkeit eines Tatbestands 5
3.2 Hinweise auf Wirtschaftsspionage 5
3.2.1 Allgemeine Hinweise 5
3.2.2 Das ECHELON-System 6
3.2.3 Konkrete Fälle der Wirtschaftsspionage 7
3.3 Schlussfolgerung 8
4 Wirtschaftsspionage 8
4.1 Historische Entwicklungen 8
4.2 Nachrichtendienste als Träger der Wirtschaftsspionage 9
4.3 Rechtliche Einordnung 10
4.3.1 Völkerrechtliche Einordnung 10
4.3.2 Nationalrechtliche Einordnung am Beispiel Deutschland 11
4.3.2.1 Eigene Spionageaktivitäten 11
4.3.2.2 Ausländische Spionageaktivitäten 11
4.3.3 Bewertung der rechtlichen Einordnung 12
4.4 Ziele von Wirtschaftsspionage 12
4.5 Schäden durch Wirtschaftsspionage 13
5 Hauptspionagefaktor Informationen 14
5.1 Informationen als schutzwürdiges Gut 14
5.2 Informationsbeschaffungsmethoden 15
5.2.1 Human Source Intelligence (HUMINT) 16
5.2.2 Technical Intelligence (TECHINT) 17
5.2.3 Open Source Intelligence (OSINT) 18
6 Prävention und Abwehr von Spionage 18
6.1 Maßnahmen gegen HUMINT 19
6.2 Maßnahmen gegen TECHINT 20
6.3 Maßnahmen gegen OSINT 20
7 Fazit 21
Literaturverzeichnis 23
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
Die Bedeutung der Wirtschaftsspionage wird in den Medien und der Politik vor dem Hintergrund einer zunehmenden Globalisierung von Wirtschaft und Technologie stark diskutiert.1 Dabei haben sich die nachrichtendienstlichen Tätigkeiten der Staaten seit dem Ende des Kalten Krieges neu ausgerichtet. Ihre Aufgaben haben sich von der Bedrohungs- zur Risikoanalyse gewandelt. Die dadurch frei gewordenen Kapazitäten nutzen die Geheimdienste auf anderen Gebieten und Tätigkeitsbereichen. Während zu Zeiten des Kalten Krieges die Sammlung und Beschaffung von Informationen der Wahrung politischer Souveränität diente, steht im heutigen Zeitalter unter hinzukommen von ökologischen, sozialen und ökonomischen Risiken die Sicherung der Gesellschaft im Mittelpunkt. Die Anschläge des 11. September 2001 in New York und Washington haben die Notwendigkeit der Beobachtung für die Risikoquelle des global organisierten Terrorismus verdeutlicht.2
Neben der Bedrohung durch den Terrorismus rücken die ökonomischen Risiken und damit die Wirtschaftsspionage stärker ins Blickfeld der Geheimdienste.3 Der ehemalige Direktor des FBI, Louis J. Freeh, erläuterte im Jahre 1996 vor dem Kongress, dass die amerikanische Wirtschaft Ziel von Wirtschaftsspionage durch die Aktivitäten ausländischer Geheimdienste ist.4 „Wörtlich führte er aus: „Konsequenterweise nehmen ausländische Regierungen mit einer Reihe von Maßnahmen amerikanische Personen, Firmen, Industrien und die U.S. Regierung selbst ins Visier, um kritische Technologien, Daten und Informationen zu stehlen oder unrechtmäßig zu erhalten, damit ihre eigene Industrie Wettbewerbsvorteile erhält.““5 Es zeigt sich folglich eine Verlagerung des Spionageschauplatzes auf die Wirtschaftsebene, da Staaten sich heutzutage über ihre wirtschaftliche Stärke und Machtposition definieren.
Zielsetzung dieser Arbeit ist die ausführliche Darstellung der nachrichtendienstlich geführten Wirtschaftsspionage. Besonders betrachtet werden dabei die Mittel und Methoden von Wirtschaftsspionage und deren Präventionsmöglichkeiten auf Unternehmensebene.
1.2 Gang der Untersuchung
Zunächst werden in Kapitel 2 grundlegende begriffliche Definitionen und Abgrenzungen dargestellt. Kapitel 3 liefert den Tatbestand von Wirtschaftsspionage als Grundlage der nachfolgenden Untersuchungen. In Kapitel 3.2 werden sowohl allgemeine Hinweise als auch konkrete Fälle der Wirtschaftsspionage beschrieben. Im Anschluss daran wird in Kapitel 4 Wirtschaftsspionage als Hauptgegenstand dieser Arbeit fokussiert betrachtet. Dabei werden nach den historischen Entwicklungen die Nachrichtendienste als Träger der Wirtschaftsspionage dargestellt. Im weiteren Verlauf des Kapitels wird auf rechtliche Einordnung, Ziele und Schäden der Wirtschaftsspionage eingegangen. Kapitel 5 richtet den Blick auf Informationen als Hauptspionagefaktor der Wirtschaftsspionage. Bezugnehmend darauf werden in Kapitel 6 Präventions- und Abwehrmaßnahmen von Spionage erläutert. Die Arbeit schließt in Kapitel 7 mit einem Fazit.
2 Begriffsdefinitionen und Abgrenzungen
Über die im Zusammenhang mit den unterschiedlichen Spionageformen verwendete Terminologie herrscht im allgemeinen Sprachgebrauch große Verwirrung. Besonders für die im Bereich der Wirtschaftsspionage benutzten Begriffe, wie zum Beispiel Informationen und Wissen, existieren in den einzelnen Wissenschaftsdisziplinen keine allgemein anerkannten Definitionen und Abgrenzungen.6 Auf die Definitionen der in dieser Arbeit verwendeten Begriffe wird im Folgenden näher eingegangen.
2.1 Daten, Informationen, Wissen
Daten sind zur Verfügung stehende Informationen, die ohne jeglichen Bezug zueinander nur geringe Aussagekraft besitzen. Beispielhaft zu nennen sind die Zahlen einer Messreihe, die bei isolierter Betrachtung einen sehr geringen Informationsgehalt besitzen. Erst der Kontextbezug dieser Daten steigert die Aussagefähigkeit.
[....]
1 Vgl. Bundesamt für Verfassungsschutz [Hrsg.] (2003), S.6.
2 Vgl. Sule, S. (2006), S. 25.
3 Vgl. Ulfkotte, U., Vs BND (1998), S. 384 f.
4 Vgl. Europäisches Parlament (2001), S. 114.
5 Europäisches Parlament (2001), S. 114.
6 Vgl. Lux, C., Peske, T. (2002), S. 17.
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Analyse, Prävention und Abwehr des irregulären Verlustes von Know-how in Unternehmen
Author: Philipp WagnerEconomics / Business: General, 2007 Download as PDF-file for 34,90 EUR
Geheimhaltung in der betrieblichen Kommunikation - Bedeutung, Nutzen und Risiken
Author: Patrick BaumannEconomics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research, 2003 Download as PDF-file for 29,90 EUR
Der Sarbanes-Oxley Act und die Wirkung auf die IT
Author: Björn NemnichEconomics / Business: Business Management, Corporate Governance, 2006 Download as PDF-file for 22,99 EUR
Anforderungen an das IT-Sicherheitsmanagement hinsichtlich Basel II und Sarbanes-Oxley Act (SOX)
Author: Benjamin KopfComputer Science - Commercial Information Technology, 2005 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Risikocontrolling
Author: Simone PeinemannEconomics / Business: Controlling, 2002 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Internes Kontrollsystem - Implementierung eines Internen Kontrollsystems in einem Joint Venture von TRW mit einem Chinesischen Partner
Author: Stefan SeilerEconomics / Business: Controlling, 2005 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Die Umsetzung von IT-Governance mit ITIL und COBIT vor dem Hintergrund von Sarbanes-Oxley
Author: René MochComputer Science - Commercial Information Technology, 2006 Download as PDF-file for 14,99 EUR
Background check in Deutschland
Author: Veselina IlievaEconomics / Business: Personnel and Organisation, 2007 Download as PDF-file for 8,99 EUR
This text can be quoted and accessed from this url: