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Subtitle: Wieso, Weshalb, Warum?
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 25 Pages
Author: Peter Brüstle
Subject: Sociology - Work, Profession, Education, Organisation
Details
Institution/College: University of Freiburg (Institut für Soziologie)
Tags: Ungleiche, Bildungschancen, Deutschland, Neue, Theorien, Ungleichheit
Year: 2006
Pages: 25
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 21 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-80896-5
File size: 731 KB
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Excerpt (computer-generated)
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Institut für Soziologie HS: Soziale Ungleichheit
Ungleiche Bildungschancen in Deutschland.
Wieso, Weshalb, Warum?
von Peter Brüstle
2006
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ... 2
2 Zum Wert von Bildung ... 3
2.1 Warum Chancengleichheit? ... 3
2.2 Bildungsarmut, Berufsqualifikation und soziale Positionierung ... 4
2.3 Soziale und kulturelle Selbstverwirklichung ... 6
2.4 Demokratische Partizipation ... 7
3 Zur Beschreibung von Bildungsungleichheit 8
3.1 Pierre Bourdieu und die soziale Reproduktion kulturellen Kapitals ... 9
3.2 Die Übertragung von Bourdieus Ansatz auf das deutsche Bildungssystem durch Michael Vester ... 12
3.3 Die PISA-Studie ... 13
4 Bestehende Ungleichheiten im deutschen Bildungssystem ... 14
4.1 Soziale Herkunft bedingt Bildungserfolg ... 15
4.2 Selektion durch das dreigliedrige Schulsystem? ... 17
4.3 Benachteiligung von Migrantenkindern ... 19
5 Ansätze zur Verbesserung ... 20
6 Literaturverzeichnis ... 23
1 Einleitung
Eines der tragenden Fundamente jedes modernen Staates ist sein Bildungswesen. Niemand müsste das besser wissen, als die Deutschen. Der Aufstieg Deutschlands in den Kreis der groÿen Kulturnationen wurde im neunzehnten Jahrhundert durch den Ausbau der Universitäten und der Schulen begründet [...] Jetzt aber ist das Kapital verbraucht: [...] es steht ein Bildungsnotstand bevor, den sich nur wenige vorstellen können. (Picht)
Was Georg Picht schon Mitte der 60er Jahre für das deutsche Bildungssystem konstatierte, ist heute so aktuell wie vor der großen Bildungsexpansion. Die aktuelle Lage ist jedoch nicht nur von Bildungsnotstand, sondern vor allem auch durch ungleiche Chancen an der Bildungsbeteiligung geprägt.
Vorwiegend die Bildungsexpansion der 70er Jahre und die These einer dadurch erfolgten Bildungsinflation in den 90ern hatten die Illusion genährt, dass mit der Expansion der besser qualifizierenden Schulformen im weiterführenden Schulwesen der Abbau von Benachteiligung nach Herkunft erreicht sei" (Gogolin 35). Unter Bildungstheoretikern war zwar seit Picht immer wieder auf den kritischen Zustand des Bildungssytems hingewiesen worden (z.B. Lutz (1983), Klemm (1990)), doch waren ihre Warnungen überhört worden.
Schließlich war es vor allem die PISA-Studie im Jahr 2000, die die Öffentlichkeit aus ihrem Glauben riss, das deutsche Bildungssystem sei hoch qualifizierend und garantiere gleiche Chance auf Bildungserwerb. Seitdem geistert das Gespenst PISA durch Feuilletons und bildungspolitische Debatten. Unter dem eindringlichen Titel: Bildung, Bildung, Bildung! hat Jutta Allmendinger jüngst in der Zeit ein Plädoyer für Investition in gerechte Bildung verabschiedet, in dem sie vor allem auf den Zusammenhang zwischen Bildungsarmut und Arbeitslosigkeit hinweist.
Einiges spricht für eine gezielte Investition in Bildung und dafür, sich erneut Gedanken über die Chancen der Bildungsteilhabe zu machen. Deshalb werde ich in dieser Arbeit die in den letzten Jahren kontrovers geführten Debatten auswerten und das Projekt Bildung auf bestehende Ungleichheiten untersuchen. Im Vordergrund stehen hierbei folgende Fragen:
- Worin liegt an sich der Wert von Bildung für Einzelpersonen und die Gesellschaft als Ganzes?
- Wie kann bestehende Bildungsungleichheit theoretisch beschrieben und untersucht werden?
- Welche Ungleichheiten bestehen vorwiegend in Deutschland?
- Welche Möglichkeiten zur Verbesserung der Bildungschancen gibt es?
Theoretisch orientiert sich meine Arbeit insbesondere an den Ansätzen von Pierre Bourdieu und Michael Vester auf der einen Seite und den Ergebnissen der PISA 2000 Studie auf der anderen.
[...]
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