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Ökologischer Landbau - Pro und Contra Bio

Scholary Paper (Seminar), 2006, 23 Pages
Author: Tobias Gorges
Subject: Geography / Earth Science - Economic Geography

Details

Event: Proseminar Ländlicher Raum
Institution/College: University of Trier
Tags: Landbau, Contra, Proseminar, Ländlicher, Raum
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2006
Pages: 23
Grade: 2,4
Bibliography: ~ 4 und 18 Internetquellen  Entries
Language: German
Archive No.: V70550
ISBN (E-book): 978-3-638-62793-1

File size: 1673 KB


Excerpt (computer-generated)

Universität Trier
Fachbereich VI – Wirtschafts- und Sozialgeographie
Proseminar: Ländlicher Raum SS 2006

Ökologischer Landbau – Pro und Contra Bio

von: Tobias Gorges

 


INHALTSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS: - 3 - [in der Downloaddatei vorhanden]

1) EINLEITUNG - 4 -

2) DEFINITION UND DIE ENTWICKLUNG DES ÖKOLOGISCHEN LANDBAUS - 4 -

3) ZIELE, POLITISCHE RAHMENBEDINGUNGEN, KONTROLLEN SOWIE DIE MAßNAHMEN UND DIE FORSCHUNG DURCH DIE POLITIK - 6 -

3.1) RAHMENBEDINGUNGEN UND ZIELE - 6 -

-EU-Ebene: - 6 -
-Bundes-Ebene: - 8 -
-Länder-Ebene: - 9 -
Kommunal-Ebene: - 10 -

3.2) MAßNAHMEN ZUR UMSETZUNG DER ZIELE SOWIE DIE KONTROLLEN UND DIE FORSCHUNG - 10 -

4) FOLGEN DES ÖKOLOGISCHEN LANDBAUS FÜR DIE NATUR UND KULTUR - 13 -

4.1) PRO BIO- - 13 -
4.2) CONTRA BIO - 15 -

5) DER BIO-MARKT - 16 -

6) ERGEBNIS UND SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DIE ZUKUNFT - 18 -

LITERATURVERZEICHNIS: - 22 -
INTERNETSEITEN: - 22 -

 


 

1) Einleitung

Der ökologische Landbau hat genau, wie die Nachfrage der Verbraucher nach Bio-Produkten, in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum genossen. 2004 wurde ein Umsatz von 3,5 Milliarden Euro mit Bio-Produkten erzielt, welches eine Steigerung zum Vorjahr um 13% bedeutet. Laut dem Ökobarometer des Bundesverbraucherministeriums kaufen 60% der Befragten gelegentlich Bio- Produkte ein, weil sie die Sicherheit und die Gesundheit der Bio-Lebensmittel überzeugt hat. Es wollen 23% der Befragten in den nächsten Jahren mehr ökologisch erzeugte Lebensmittel kaufen. Zwar hat sich die Kulturlandschaft, die Landwirtschaft und somit der ländliche Raum seit 2000 Jahren in Mitteleuropa durch die Menschen ständig verändert, jedoch stellen sich auch viele Fragen. Wieso dieser Wandel der Wertevorstellung von einer gewinnorientierten Landwirtschaft hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft? Aber auch was ist überhaupt ökologischer Landbau? Welche Ziele werden von der Politik angestrebt? Welche Vor- und Nachteile besitzen der ökologische Landbau und seine Bio-Produkte? Wie sieht der heutige Bio-Markt aus und wie stehen die Zukunftschancen des ökologischen Landbaus gegenüber der konventionellen Landwirtschaft? Dies sind Fragen welche im Laufe dieser Hausarbeit geklärt werden.

2) Definition und die Entwicklung des ökologischen Landbaus

Der Ökologische Landbau ist ein Teilbereich der Nachhaltigen Landwirtschaft. Zu ihr gehört der naturnahe-, der integrierte-, der biologisch-dynamische- und der organisch-biologische Landbau. Diese verschiedenen Bereiche der Nachhaltigen Landwirtschaft sind alle im Laufe der Zeit durch das Entstehen der negativen Folgen der Industrialisierung, Urbanisierung, Umweltprobleme etc. entstanden.
Der Ökologische Landbau ist jedoch kein fest definierter Fachbegriff, der sich von einer „nicht- ökologischen Landwirtschaft“ klar abgrenzen ließe. Aber es gibt Unterschiede gegenüber anderen landwirtschaftlichen Verfahren in Bezug auf die theoretischen Grundlagen, praktischen Ziele und die Methoden. So arbeitet der Ökologische Landbau gemäß den Richtlinien des kontrollierten Anbaus.
„Im ökologischen Landbau werden möglichst geschlossene betriebliche Kreisläufe angestrebt. Futter und Nährstoffe für Tier und Pflanze sollen möglichst vollständig auf eigener Betriebsfläche erzeugt werden, ein Zukauf externer Betriebsmittel wird bis auf wenige Ausnahmen beschränkt. Der ökologische Landbau verfolgt das Ziel, besonders bodenschonend und tiergerecht zu wirtschaften.“ Quelle: Was zeichnet den ökologischen Landbau aus. http://www.plump.de/sb2006_dbv/index.asp?seite=2&kapitel=5 (12.05.06) Auf Grund der in den 80er und 90er Jahren explodierenden Umweltprobleme, wachsenden Arbeitslosigkeit (besonders im Primären Sektor), Tschernobyl etc. wurde der Ruf nach einer umweltgerechten und nachhaltigen Landwirtschaft immer größer.
Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU, welche die Politik der Landwirtschaft machte, besaß jedoch zu diesem Zeitpunkt veraltete Ziele. Bis dato waren die Ziele den Landwirten einen angemessenen Lebensstandard zu ermöglichen, die Märkte zu stabilisieren, den Verbrauchern angemessene Preise zu sichern, die landwirtschaftlichen Strukturen zu modernisieren und stabile unabhängige Preise trotz Schwankungen der Weltmarktpreise zu erreichen. So wurde die GAP zum Opfer ihres eigenen Erfolges. Die Modernisierung der landwirtschaftlichen Verfahren und die zunehmende Wettbewerbsfähigkeit der EU ließen den Anteil der Beschäftigten im Primären Sektor in Deutschland von ca. 80% im Jahre 1800 auf ca. 35% im Jahre 1900 und auf unter 3% im Jahre 2000 sinken (siehe Abbildung 1). Heute arbeiten etwa noch 20% der Beschäftigten im Ländlichen Raum im Primären Sektor. Das heißt es hat ein Strukturwandel von einem Agrarland über das Industrieland hin zu einem Dienstleistungsland stattgefunden, wie man der Abb. 1 entnehmen kann.
Die Folge des Strukturwandels und des technischen Fortschrittes war, dass ein Überschuss an Lebensmitteln erwirtschaftet wurde, welcher von der EU, zur Erreichung der oben genannten Ziele, subventioniert wurde. Diese enormen Kosten musste der EU-Haushalt bewältigen. Hinzu kamen Kosten der Erzeugung, welche ebenfalls subventioniert wurden. Die Folge war eine dringend notwendige Reform der GAP, die mit der Agenda 2000 verwirklicht werden sollte. (vgl. Reform der GAP. http://europa.eu/scadplus/leg/de/lvb/l04000.htm (05.06.06))

Abbildung 1: Der Strukturwandel in der Land- und Forstwirtschaft [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

„Mit der Reform, die in der Agenda 2000 vorgesehen ist, werden die Bedingungen geschaffen für die Entwicklung einer multifunktionalen, nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Landwirtschaft in der EU. Darüber hinaus werden ihre langfristigen Ziele sich nicht nur für die neuen Mitgliedstaaten positiv auswirken, sondern auch den künftigen Generationen zugute kommen.“ Quelle: Agenda 2000. http://europa.eu/scadplus/leg/de/lvb/l04000.htm (12.05.2006)

3) Ziele, Politische Rahmenbedingungen, Kontrollen sowie die Maßnahmen und die Forschung durch die Politik

3.1) Rahmenbedingungen und Ziele

[...]


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