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Termpaper, 2005, 17 Pages
Author: Dipl. Sozialpädagoge Sascha Jochum
Subject: Philosophy - Philosophy of the Present
Details
Institution/College: Catholic University Eichstätt-Ingolstadt (Fakultät Soziale Arbeit)
Tags: Menschenbild, Nietzsches, Philosophischer, Grundkurs
Year: 2005
Pages: 17
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 13 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-63007-8
ISBN (Book): 978-3-638-75468-2
File size: 195 KB
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Abstract
Dieses Buch versucht Nietzsches Menschenbild von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Dabei soll die Entwicklung hin zum „Übermenschen“ und dessen Verhältnis zu seiner Umwelt und zu Gott dargelegt werden. Ziel ist es die Bedeutung sowie die eventuelle Anwendbarkeit für aktuelle Probleme und Diskussionen seiner Gedanken zu untersuchen. Der Reiz für mich gerade diesen Philosoph auszuwählen, war sein Ruf als Querdenker und die damit verbundene befremdliche so wie populäre Philosophie die von ihm Ausging. Weiterhin war es für mich attraktiv nach den vielen Interpretationenversuchen die es von Nietzsches Gedanken gibt, vielleicht meine ganz eigene Interpretation hinten an zufügen. Bei diesem Versuch beziehe ich mich insbesondere auf das Buch “Also sprach Zarathustra“. Dieses Buch kann man als das zentrale Werk von Nietzsche betrachten, in dem Nietzsche in Gestalt des persischen Propheten und Reformators Zarathustra, den Tod Gottes, den „Übermenschen“ sowie die ewige Wiederkehr des Gleichen predigt. Im Mittelpunkt soll dabei das Kapitel „Von den drei Verwandlungen“ stehen, in dem Nietzsche von der Verwandlung des Geistes hin zum „Übermenschen“ spricht. Um Nietzsche und seine Gedanken besser Verstehen und einordnen zu können setze ich am Anfang dieser Arbeit die Biographie sowie die zeitlichen Umstände in denen Nietzsche gelebt hatte. Bei der Arbeit habe ich nicht nur Literatur der letzten und vergangenen Jahre benutzt, sondern auch Gedanken aufgenommen, die innerhalb der Diskussion über Nietzsche im Rahmen unseres Seminars und der Vorarbeit dazu aufgekommen sind.
Excerpt (computer-generated)
Das Menschenbild Nietzsches
Katholische Universität
Eichstätt-Ingolstadt
Fakultät Soziale Arbeit
WS 03/04
bearbeitet von
Sascha Jochum
Fachsemester 6
Inhaltsverzeichnis:
Einführung: 3
Biographie Nietzsches 3
Epoche 8
Also sprach Zarathustra 9
Von den drei Verwandlungen 9
Das Kamel 10
Der Löwe 10
Das Kind der Übermensch 11
Bedeutung 12
Aktualiät und Perspektive 13
Schluss 16
Literaturliste 17
Bücher 17
Internetseiten 17
Einführung:
Die vorliegende Studienarbeit soll den Versuch darstellen, Nietzsches Menschenbild von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Dabei soll die Entwicklung hin zum „Übermenschen“ und dessen Verhältnis zu seiner Umwelt und zu Gott dargelegt werden. Ziel ist es die Bedeutung sowie die eventuelle Anwendbarkeit für aktuelle Probleme und Diskussionen seiner Gedanken zu untersuchen. Der Reiz für mich gerade diesen Philosoph auszuwählen, war sein Ruf als Querdenker und die damit verbundene befremdliche so wie populäre Philosophie die von ihm Ausging. Weiterhin war es für mich attraktiv nach den vielen Interpretationenversuchen die es von Nietzsches Gedanken gibt, vielleicht meine ganz eigene Interpretation hinten an zufügen. Bei diesem Versuch beziehe ich mich insbesondere auf das Buch “Also sprach Zarathustra“. Dieses Buch kann man als das zentrale Werk von Nietzsche betrachten, in dem Nietzsche in Gestalt des persischen Propheten und Reformators Zarathustra, den Tod Gottes, den „Übermenschen“ sowie die ewige Wiederkehr des Gleichen predigt. Im Mittelpunkt soll dabei das Kapitel „Von den drei Verwandlungen“ stehen, in dem Nietzsche von der Verwandlung des Geistes hin zum „Übermenschen“ spricht. Um Nietzsche und seine Gedanken besser Verstehen und einordnen zu können setze ich am Anfang dieser Arbeit die Biographie sowie die zeitlichen Umstände in denen Nietzsche gelebt hatte. Bei der Arbeit habe ich nicht nur Literatur der letzten und vergangenen Jahre benutzt, sondern auch Gedanken aufgenommen, die innerhalb der Diskussion über Nietzsche im Rahmen unseres Seminars und der Vorarbeit dazu aufgekommen sind.
Biographie Nietzsches 1
Am 15. Oktober 1844 wurde Friedrich Nietzsche auf einem Pfarrhof in Röcken als Sohn des Pfarrers Carl Ludwig Nietzsche und seiner Frau Franziska geboren. Sein Großvater mütterlicherseits, bei dem Friedrich viel Zeit verbrachte, war Ebenfalls Pfarrer. Sein Großvater, hatte zusätzlich zu seiner Frömmigkeit, Vitalität und fast bäurischen Erdverbundenheit auch umfassende geistige Interessen, welche der Entwicklung Friedrich Nietzsches nachhaltig zu Gute kamen. Als Nietzsche sechs Jahre alt war starb sein Vater, kurz bevor Nietzsches Bruder Joseph knapp zweijährig starb, an einer Hirnerkrankung. Der Verlust des Vaters und Bruders führt dazu, dass Nietzsche in einer vollständig von Frauen dominierten Umgebung aufwächst, zu vermuten ist, dass daher auch sein gespaltenes Verhältnis zu Frauen seinen Ursprung findet. Nach dem Tod des Vaters zieht Friedrich mit seiner Mutter und seiner jüngeren Schwester Elisabeth zur Großmutter ins nahegelegene Naumburg. Friedrich ist den Gleichaltrigen mit seinem distanzierten und frühreifen, neunmalklugen wirkenden Verhalten fremd. Von seinen Mitschülern wird er als der ′kleine Pastor′ verspottet. Nietzsche reagiert auf dieses Unverständnis schon als Kind auf zwei charakteristische Arten. Einmal der Rückzug in die Einsamkeit. Der zweite Ausweg ist das Eingehen von intensiven Freundschaften. Nietzsche beginnt schon früh eine Art Freundschaftskult zu entwickeln. Grundlage dabei sind immer ähnliche geistige Interessen oder Ideale. Nietzsche sagte über seine ersten beiden Freunde2 „ Freunde sind etwas Hohes, Edles, wahre Freunde zu haben und unser Leben ist von Gott bedeutend verschönert worden, dass er uns Mitgefährten gab, die mit uns dem Ziele zustreben“. Mit diesen beiden Freunden, mit denen er die Liebe zur Dichtung und Musik teilte, verbracht Nietzsche viel Zeit. Im Hause des Gerichtsrats Pinder findet Nietzsche eine große Bibliothek und im Vater seines Freundes so etwas wie eine Ersatzautorität in der Familie seines anderen Freundes bei der er ebenfalls viel Zeit verbrachte pflegte man ein reiches Musikleben. Welche Bedeutung die Musik hat, beweist das Traktat “Über Musik“ des Vierzehnjährigen Nietzsches. Im Frühjahr 1851 besucht Nietzsche in Vorbereitung auf das Domgymnasium bis zum Herbst 1854 das Privatinstitut des Kandidaten Weber. Ein damaliger Mitschüler berichtet, dass Nietzsche von seinen Mitschülern "bis zur Vergötterung" bewundert, doch zugleich aber auch als Sonderling geneckt worden sei. Nietzsche ist ein sehr guter Schüler und so führt seine außergewöhnliche Begabung schließlich dazu, dass er für einen Freiplatz an dem Naumburg nahe gelegenen Internat, der Königlichen Landesschule zu Pforta3, vorgeschlagen wird. Mit knapp vierzehn Jahren, beginnt für Friedrich Nietzsche, nun getrennt von seinen Freunden und der Familie, das neue Schuljahr in Pforta. In diesen Jahren ist der spätere Nietzsche schon zu erahnen, das Gefühl, auserwählt zu sein und das Schreiben als entscheidendes Erkenntnismittel und der Wille Kunst zu schaffen begleiten ihn schon damals. Aber ein Wesenszug bleibt vollkommen im Verborgenen - nirgends ist von Widerspruch, Widerstand gegen Traditionen, Werte und Regeln zu lesen. Das Programm der Schule war an dem Humboldtschen Erziehungsideal einer ganzheitlichen Charakterbildung aus dem Geiste der Antike ausgerichtet.
[....]
1 Die Informationen für die Biographie sind hauptsächlich von der Internetseite www.friedrichnietzsche.de
2 Wilhelm Pinder und Gustav Krug
3 galt als erste Stätte wissenschaftlich fundierter und humanistischer Bildung.
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