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Termpaper, 2007, 15 Pages
Author: Sarah Giehring
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Tags: Berufsbild, Sozialarbeiters/, Sozialarbeiterin
Year: 2007
Pages: 15
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 13 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-63009-2
ISBN (Book): 978-3-638-76915-0
File size: 412 KB
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Abstract
Sozialarbeiter/ Sozialpädagogen sind unter sich ständig ändernden, widersprüchlichen und zum Teil wechselseitigen gesellschaftlichen Anforderungen tätig. Institutioneller Druck und konfliktreiche zwischenmenschliche berufliche Beziehungen führen zu hohen Belastungen. Deshalb ist es unumgänglich, sich ständig fort- und weiterzubilden um immer mit und nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, Technologien und der Gesetzgebung fachgerecht arbeiten zu können. Diese kurze Abhandlung vermittelt einen guten Überblick über das Berufsbild der Sozialarbeit. Themen wie Arbeitsmethoden, Ziele, Tätigkeitsfelder und berufsethische Prinzipien werden angesprochen und erklärt. Somit bietet diese Arbeit eine bereichernde Arbeitsgrundlage um sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.
Excerpt (computer-generated)
Universität Lüneburg
Fakultät 1: Sozialwesen
-Einführung in die Sozialarbeit/ Sozialpädagogik-
Studienbegleitende Aufgabenlösung
Teil 1
Das Berufsbild des Sozialarbeiters/ der Sozialarbeiterin
vorgelegt von:
Sarah Giehring
Abgabedatum: 22.12.2006
Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeine Grundlagen und Rahmenbedingungen 3
1.1 Ausgangslage
1.2 Ziele
1.3 Aufgaben
1.4 Funktionen
1.5 Arbeitsmethoden
1.6 Berufsethische Prinzipien
2. Ausbildungsabschlüsse des Berufes/ Staatliche Anerkennung 9
3. Tätigkeitsfelder des Berufes 10
4. Literaturverzeichnis 14
1. Allgemeine Grundlagen und Rahmenbedingungen
Sozialarbeiter/ Sozialpädagogen sind unter sich ständig ändernden, widersprüchlichen und zum Teil wechselseitigen gesellschaftlichen Anforderungen tätig. Institutioneller Druck und konfliktreiche zwischenmenschliche berufliche Beziehungen führen zu hohen Belastungen. Deshalb ist es unumgänglich, sich ständig fort- und weiterzubilden um immer mit und nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, Technologien und der Gesetzgebung fachgerecht arbeiten zu können. Eine regelmäßige kritische Überprüfung und Reflexion der eigenen Einstellung, Motivation, des eigenen Handelns und dessen Auswirkungen ist unerlässlich. Hierbei können sowohl Beratungen, Fortbildungen, Teambesprechungen, als auch Supervision helfen. Eine weitere wichtige Rahmenbedingung ist, dass sich Sozialarbeiter/Innen an die gesetzliche Grundlage halten müssen. Besonders wichtig sind hier die Menschen-, Kinder- und Elternrechte. Diese müssen gekannt und angewendet werden. Sozialarbeiter/Sozialpädagogen sind in der Regel im Angestellten- oder Beamtenverhältnis beschäftigt, auch freiberufliches Arbeiten ist möglich. Der DBSH (Deutscher Berufsverband für Soziale Arbeit e. V.) nennt als mögliche Anstellungsträger den Bund, Länder, Gemeinden, Regionalverbände, Körperschaften, Anstalten, Stiftungen, die Verbände der Freien Wohlfahrt, gemeinnützige Organisationen, private Träger oder Großbetriebe (vgl. www.dbsh.de/html/berufsbild.html). Des Weiteren ist eine Einteilung in öffentliche und freie Träger in Bezug auf die Anstellungsträger notwendig. Öffentlicher Träger sind zum Beispiel das Land oder der Kreis, also Gebietskörperschaften. Die freien Träger sind private Organisationen und können weiter in gemeinnützige und gewerbliche aufgeteilt werden. Bekannte gemeinnützige freie Träger sind zum Beispiel Kirchen oder Jugend- und Wohlfahrtsverbände, gewerbliche Träger sind solche, die in ihrer Gewinnerzielungsabsicht nicht durch das Gemeinnützigkeitsrecht begrenzt sind.
1.1 Ausgangslage
Der Deutsche Bundesverband für Soziale Arbeit e. V. sieht die ganzheitliche Sicht des Menschen in seiner individuellen Eigenart und Entwicklung, seinem soziokulturellen Lebensraum und seiner ökonomischen Situation als charakteristisch für die Soziale Arbeit an (vgl. www.dbsh.de/html/berufsbild.html).
Das folgende Schaubild soll die ganzheitliche Sicht verdeutlichen, die nach meiner Meinung gleichermaßen die Ausgangslage der sozialen Arbeit darstellt.
Abb. 1-1: Die Ausgangslage für die Soziale Arbeit
[...]
Hier wird verdeutlicht, dass sich alle Gegebenheiten wechselseitig bedingen und somit nicht nur das Problem im Mittelpunkt der Sozialen Arbeit steht. Wichtig für die soziale Arbeit ist es, dass auch die eigene Wirkung nicht vergessen werden darf. Zur Umwelt sollen hier Peer-Groups, die Familie, die individuelle Wohnungslage, Freundeskreise und ähnliches zählen.
1.2 Ziele
Soziale Arbeit beruht auf der Achtung der Würde des Menschen und strebt soziale Gerechtigkeit an. Ziel des professionellen Handelns ist die Vermeidung, Aufdeckung und Bewältigung sozialer Probleme. Das Leitziel der professionellen sozialen Arbeit ist es, dass einzelne Menschen und Gruppen, insbesondere Benachteiligte, ihr Leben und Zusammenleben im Sinne des Grundgesetzes und der Menschenrechtskonvention zunehmend mehr selbst bestimmen und in solidarischen Beziehungen bewältigen.
1.3 Aufgaben
Aus der oben genannten Zielsetzung ergeben sich verschiedene Aufgaben für die soziale Arbeit. Zu beachten ist hierbei, dass nicht alle Aufgaben zeitgleich, ebenbürtig umfassend von einer Fachkraft beachtet werden können - Interdisziplinäres Arbeiten ist daher unumgänglich. Die soziale Problemlösung wird von Peter Lüssi als " ...der Inbegriff aller einzelnen Aufgaben, die sich der Sozialarbeit stellen." bezeichnet (Lüssi, 2001: 79). Als Aufgaben der sozialen Arbeit können unter anderem die Präventionsarbeit und die Erziehungs- und Beratungsarbeit bezeichnet werden. Hinzu kommt das Begleiten von Bezugspersonen, Intervenieren in Krisensituationen, Motivation zur Eigeninitiative, Unterstützung und die Hilfe, Strategien für ein selbstbestimmtes Leben zu entwickeln. Je nach Tätigkeitsfeld unterscheiden sich die spezifischen Aufgabenbereiche, im Folgenden möchte ich einige kurz vorstellen.
Im allgemeinen oder kommunalen Sozialdienst, in Beratungsstellen öffentlicher und freier Träger geht es hauptsächlich darum, Einzelne, Familien oder Lebensgemeinschaften bei der Bewältigung und Lösung ihrer Probleme zu unterstützen, Ursachen für Konflikte und Probleme aufzuarbeiten, Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen, Betroffene zur Selbsthilfe zu befähigen und materielle Hilfe zu vermitteln. Die Aufgaben in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien beziehen sich auf die Mitarbeit in offenen Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit, der Beratung von Familien in kritischen Situationen und das Anbieten von Erziehungshilfen. Die Arbeit mit älteren Menschen verbindet das Betreuen von hilfsbedürftigen Senioren, die Organisation von Seniorentreffs, die Hilfestellung im Umgang mit schweren Krankheiten und die Beratung über Hilfen und Vermittlung entsprechender Angebote miteinander. Im Gesundheits- und Rehabilitationsbereich stehen Aufgaben wie Organisation von stationären Angeboten und ambulanten Diensten, Planung von Maßnahmen der Gesundheitserziehung und -förderung, Beratung einzelner Gruppen, Durchführung von Informationsveranstaltungen und -kampangen, Betreuung von Drogenabhängigen und Rehabilitationsmaßnahmen im Mittelpunkt.
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