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Interkulturelle Kommunikation als Qualifikation zur Zusammenarbeit mit Chinesen

Hauptseminararbeit, 2007, 25 Seiten
Autor: Gordon Niegisch
Fach: Kulturwissenschaft

Details

Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2007
Seiten: 25
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 6  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V70586
ISBN (E-Book): 978-3-638-63034-4

Dateigröße: 351 KB


Textauszug (computergeneriert)

FHTW Berlin
Wintersemester 2006/2007

Semesterfacharbeit

Interkulturelle Kommunikation als Qualifikation zur Zusammenarbeit mit Chinesen

Verfasser: 

Gordon Niegisch

Bearbeitungszeit: 6 Kalenderwochen
Abgabetermin: 07.02.2007


Inhaltsverzeichnis  II

Abkürzungsverzeichnis  III

1. Einleitung  1

2. Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg  2

3. Traditionen und Denkweisen der chinesischen Kultur  2
3.1 Gesellschaft und Hierarchie  2
3.1.1 Konfuzius und der Konfuzianismus  3
3.1.2 Hierarchie  4
3.1.3 Harmonie  5
3.1.4 Beziehungsnetze  6
3.1.5 Ordnung  7
3.1.6 Rechtsverhältnisse  8
3.1.7 Höflichkeit  8
3.1.8 Das Gesicht wahren  9
3.1.9 Verhaltensrituale  11
3.1.10 Kommunikation / kommunizieren  12
3.1.11 Lerntradition  13
3.1.12 Verhandlungen  13

4. Was im chinesischen Alltag zu beachten ist  14
4.1 Gastgeschenke  14
4.2 Zuhören  15
4.3 Zeitplanung  16
4.4 Geschäftsessen  16

5. Eigene Erfahrungen in China  16

Abbildungsverzeichnis  IV
Literaturverzeichnis  IVX

 

 

1. Einleitung

China als Absatzmarkt und Produktionsstandort wird derzeit in den Medien und in zahlreichen Unternehmen kontrovers diskutiert. Mit circa 1,3 Milliarden Einwohnern 1 ist es das Land mit der größten Bevölkerung der Welt. Nachhaltige Wachstumsraten des Bruttoinlandprodukts von 8 bis 9 % jährlich und der Wandel von einer sozialistischen Planwirtschaft hin zu einer freien Marktwirtschaft bedeuten außergewöhnliche Chancen für westliche Unternehmen.2 Nachdem viele deutsche Großunternehmen, z.B. Volkswagen und BMW, erkannt haben, dass China nicht nur als Billiglohnland interessant ist, sondern auch ein wichtiger Absatzmarkt in der Zukunft sein wird, zeigen nun immer mehr Unternehmen Interesse an China.3 China gehört - gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) - mittlerweile zu den zehn größten Wirtschaftsnationen der Welt. Das BIP beträgt 62 % der Größe der deutschen Wirtschaft. Nach aktuellen Hochrechnungen von Economist Intelligence Unit soll der stark expansive Kurs anhalten und China bereits im Jahr 2008 weltweit den 4. Platz einnehmen. Dies ist beachtlich, da China dadurch sowohl Frankreich (derzeit auf Platz 5) und England (derzeit Platz 4) überholen würde (Abbildungen 1 und 2).4

Diese rasante Entwicklung verspricht hervorragende Möglichkeiten für deutsche Unternehmen. Dennoch warnen aktuelle Studien: Die Engagements westlicher Unternehmen scheitern oft an Missverständnissen zwischenmenschlicher Art.5 Kulturelle Unterschiede haben einen viel größeren Einfluss auf Geschäftsergebnisse als allgemein angenommen. Alles im Geschäftsleben ist kulturell bestimmt: Führung, die Beziehung zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern, Motivation, Organisation, Produktgestaltung, Marketing und Kommunikation mit Kunden und Lieferanten.6 Deshalb ist es unerlässlich, sich interkulturelle Kompetenz als Schlüssel- Qualifikation zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit Chinesen anzueignen.7 Aufgrund dieser Tatsachen sollten Unternehmen sich fundierte Kenntnisse über das Geschäftsverhalten und die Gewohnheiten der Chinesen erarbeiten und dadurch lernen, ihre Geschäfte im Reich der Mitte reibungsloser abzuwickeln.8

2. Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg

Oftmals stürzen sich europäische Unternehmer zwar euphorisch, aber unvorbereitet ins China-Abenteuer. Erfolg oder Scheitern der Unternehmung wird gerade vom Verlauf der Gründungsphase entscheidend mitbestimmt. Eine durchdachte und sorgfältige Konzeption ist deshalb außerordentlich wichtig, ansonsten kann sich ein solches Engagement schnell als kurzes und kostspieliges Ereignis erweisen.9

Selbstverständlich haben sich beide Kulturen, die deutsche und die chinesische, aufgrund der Globalisierung einander auch angenähert; durch Misch-Ehen und mehrjährige Auslandsaufenthalte. Durch die immer enger werdende wirtschaftliche Vernetzung und die Nutzung der modernen Medien wird es wohl immer mehr zu einer Verschmelzung der Kulturen kommen. Nach wie vor aber lassen Kenntnisse über bestehende kulturelle Unterschiede und Besonderheiten - weit über den Wettbewerbsvorteil hinaus - auch den Respekt deutlich werden, den man seinen Geschäftspartnern entgegenbringt. 10
Diese Hausarbeit soll einen kleinen Überblick über die Traditionen und Denkweisen der chinesischen Kultur liefern.

3. Traditionen und Denkweisen der chinesischen Kultur

3.1 Gesellschaft und Hierarchie

In der chinesischen Tradition steht die Gemeinschaft immer über dem Individuum, bedingt durch die hohe Bewertung der Familie im gesellschaftlichen Kontext. Jeder weiß von jedem, wie er sich emotional fühlt, jeder denkt für den anderen mit, das Geborgenheitsgefühl, welches in unserer Gesellschaft oft nicht vorhanden ist, und durch "Sozialstaat" ausgeglichen werden muss, ist in China sehr ausgeprägt. "In der sozialen Gruppe (Familie) erfährt jeder eine "naturgegebene" Hierarchie, aber auch liebende Sorge von Vater und Mutter. Daraus erwachsen dann nach konfuzianischen Vorstellungen für das Kind Verpflichtungen gegenüber den Eltern und der Gesellschaft. Gesellschaft ist eine Ausdehnung der familiären Struktur: Gehorsam, Respekt, Loyalität stehen hierbei besonders im Vordergrund.".11

[....]


1 http://de.wikipedia.org/wiki/Volksrepublik_China / 21.11.2006

2 ebenda

3 vgl. Deloitte Touche Tohmatsu - Going China – Chancen für den deutschen Mittelstand in China S. 7

4 ebenda, S. 9

5 www.chinaforum.at/broschure_IKCN.pdf S. 2 / 22.11.2006

6 ebenda

7 ebenda

8 www.chinaforum.at/broschure_IKCN.pdf S. 2 / 22.11.2006

9 www.chinaforum.de/broschure_CNTG.pdf S. 2 / 22.11.2006

10 vgl. Ein Businessknigge für China, Kerstin Berkemeier 2005 S.3

11 vgl. Guido Stepken „Was wir von Chinesen lernen können“ Oktober 2006

 


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