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Scholary Paper (Seminar), 2005, 46 Pages
Author: Dipl.-Kfm. Thomas Kasner
Subject: Company formation, Business Plans
Details
Tags: Finanzierung, Unternehmen
Year: 2005
Pages: 46
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 32 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-61671-3
ISBN (Book): 978-3-638-67446-1
File size: 644 KB
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Abstract
Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit der Finanzierung junger Unternehmen. Dabei wird zunächst auf die Kapitalerfordernisse von Start-up-Unternehmen und ihre Veränderung im Zeitablauf eingegangen. Im zweiten Kapitel werden Probleme der Hausbank-Finanzierung betrachtet und Business Pläne als Mittel zur Überzeugung und Gewinnung potentieller Investoren vorgestellt. Der Schwerpunkt dieser Arbeit bezieht sich auf Finanzierungsinstrumente, die zur Deckung des Kapitalbedarfs junger Unternehmen geeignet sind. Im dritten Kapitel werden deshalb zunächst die traditionellen Finanzierungsformen der Außen- und Innenfinanzierung erläutert; anschließend werden ausgewählte Finanzierungsinstrumente speziell für Start-up-Unternehmen diskutiert.
Excerpt (computer-generated)
FINANZIERUNG JUNGER UNTERNEHMEN
Seminararbeit
im Wintersemester 2005
an der Philipps-Universität Marburg
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Lehrstuhl für Technologie- und Innovationsmanagement
vorgelegt von
Herrn Thomas Kasner
Marburg, 31. Oktober 2005
Inhaltsverzeichnis
ABBILDUNGSVERZEICHNIS II
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS III
EINLEITUNG 1
1 FINANZIERUNGS- UND KAPITALERFORDERNISSE JUNGER UNTERNEHMEN
1.1. Liquiditäts- und Finanzplanung 1
1.2. Optimale Finanzierungsstruktur 2
1.3. Entwicklung der Kapitalstruktur im Zeitablauf 3
2 FINANZIERUNGSBARRIEREN UND GEWINNUNG GEEIGNETER INVESTOREN
2.1. Probleme der Hausbank-Finanzierung 5
2.2. Business Plan als Visitenkarte des Unternehmens 6
3 FINANZIERUNGSFORMEN
3.1. TRADITIONELLE FINANZIERUNGSMÖGLICHKEITEN 7
3.1.1. Innenfinanzierung 8
3.1.2. Außenfinanzierung 9
3.2. AUSGEWÄHLTE FIANZIERUNGSINSTRUMENTE FÜR START-UP-UNTERNEHMEN 10
3.2.1. Venture-Capital-Gesellschaften 10
3.2.2. Business Angels (Privatinvestoren) 11
3.2.3. Mezzanine-Kapital 13
3.2.4. Fördermittel 15
LITERATURVERZEICHNIS 17
ANHANG 20
Einleitung
Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit der Finanzierung junger Unternehmen. Dabei wird zunächst auf die Kapitalerfordernisse von Start-up-Unternehmen und ihre Veränderung im Zeitablauf eingegangen. Im zweiten Kapitel werden Probleme der Hausbank- Finanzierung betrachtet und Business Pläne als Mittel zur Überzeugung und Gewinnung potentieller Investoren vorgestellt. Der Schwerpunkt dieser Arbeit bezieht sich auf Finanzierungsinstrumente, die zur Deckung des Kapitalbedarfs junger Unternehmen geeignet sind. Im dritten Kapitel werden deshalb zunächst die traditionellen Finanzierungsformen der Außen- und Innenfinanzierung erläutert; anschließend werden ausgewählte Finanzierungsinstrumente speziell für Start-up-Unternehmen diskutiert.
1. FINANZIERUNGS- UND KAPITALERFORDERNISSE JUNGER UNTERNEHMEN
1.1. Liquiditäts- und Finanzplanung
Junge Unternehmen weisen aufgrund hoher Produktentwicklungs-, Markterschließungs- und Unternehmensaufbaukosten einen sehr hohen Kapitalbedarf auf. Dabei hängt der Finanzierungsbedarf wesentlich von der konkreten Unternehmensentwicklung und der Branche ab.1 Dienstleistungsunternehmen beispielsweise müssen vor der Aufnahme der Geschäftstätigkeit weitaus weniger Kapital einsetzen als Industrie oder Technologieunternehmen. Die Stärke des angestrebten Unternehmenswachstums, eine höhere Kapitalintensität der Technologien, der Neuigkeitsgrad des Leistungsangebotes, der Innovationsgrad der Geschäftsidee und die Größe der Zielmärkte können ebenfalls die Höhe des Kapitalbedarfs in den ersten Wachstumsphasen des Unternehmens beeinflussen. Da zu Beginn noch keine laufenden Erlöse erzielt werden, muss die Unternehmensgründung vorfinanziert werden. Die Eigenmittel der Gründer reichen oft bereits in der ersten Entwicklungsphase nicht mehr aus, um diesen Finanzierungsbedarf zu decken. Viele Jungunternehmer schätzen außerdem ihren Kapitalbedarf falsch ein und planen ihre Liquidität dementsprechend falsch. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass Finanzierungsprobleme die häufigste Insolvenzursache für junge Unternehmen sind.2
Um diese Schwierigkeiten zu vermeiden, müssen der zukünftige Kapitalbedarf und die dazugehörigen Finanzierungsalternativen vorausschauend geplant werden. Vor der Aufnahme der Selbständigkeit sollten daher ein Kapitalbedarfsplan (Liquiditätsplan) und ein dazugehöriger Finanzierungsplan sorgfältig erstellt werden.
Das primäre Ziel der Liquiditäts- und Finanzplanung besteht in der Ermittlung des Kapitalbedarfs für die Gründung und die ersten Entwicklungsphasen sowie in der Planung und laufenden Überwachung der Liquiditätsentwicklung.3 Dazu werden alle zur Verfügung stehenden Finanzierungsalternativen bewertet, um sie anschließend zu einer – aus Sicht des Unternehmers - bestmöglichen Kapitalstruktur zu kombinieren.
Der Finanzierungsplan wird im Rahmen der Unternehmensgründung erstellt und dient als Verhandlungsgrundlage für Finanzierungsgespräche mit Kapitalgebern im Rahmen der Fremdfinanzierung. Außerdem wird er als Kontrollgrundlage für die Überwachung der Liquidität und für das innerbetriebliche Rechnungswesen genutzt, wobei nicht nur die korrekte Höhe, sondern auch die richtige Fristigkeit des Kapitalbedarfs bedacht werden muss. Eine detaillierte Liquiditätsplanung und eine ständige Überwachung der Finanzmittel sind unabdingbar, um Liquiditätsschwierigkeiten rechtzeitig zu erkennen und zu verhindern
1.2. Optimale Kapitalstruktur
Als Kapitalstruktur bezeichnet man das Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital im Unternehmen. Bei der Gestaltung der Kapitalstruktur wird oft die Frage nach einer optimalen Mischung von Fremd- und Eigenfinanzierung diskutiert. Man möchte denjenigen Verschuldungsgrad realisieren, bei dem die durchschnittlichen Gesamtkapitalkosten aus Sicht des Unternehmens am niedrigsten sind. Dazu wurden einige unterschiedliche Ansätze entwickelt:
Der traditionelle Ansatz: Dieser Ansatz geht davon aus, dass ein optimaler Verschuldungsgrad erreicht werden kann, bei dem die durchschnittlichen Gesamtkapitalkosten minimal sind. Die Finanzstruktur kann durch Substitution des (relativ teureren) EK durch das (relativ billigere) FK bis zu einem gewissen Grad optimiert werden.4 Das Modigliani-Miller-Theorem: Diese These vertritt die Ansicht, dass der Marktwert eines Unternehmens (bezogen auf das Kapital) unabhängig von der Kapitalstruktur ist und sich die durchschnittlichen Kapitalkosten nicht durch Veränderungen des Verschuldungsgrades beeinflussen lassen. Es gibt demnach keinen optimalen Verschuldungsgrad, da private Anleger (Aktionäre) die ihnen optimal erscheinende Kapitalstruktur selbst herstellen können, indem sie durch ausgleichende Arbitrageprozesse die Verschuldung der Unternehmen, an denen sie beteiligt sind, korrigieren. Die Gesamtkapitalkosten bleiben im gewogenen Durchschnitt konstant.5
Leverage-Effekt: Der Leverage-Effekt („Hebel-Effekt“) besagt, dass die Rentabilität des im Unternehmen eingesetzten EK abhängig vom Anteil der Fremdfinanzierung ist. Die EKRendite lässt sich durch zunehmende Verschuldung steigern, solange die Gesamtkapital- Rendite größer ist als die zu zahlenden FK-Zinsen.6 Es kann lohnender sein den Finanzbedarf durch die Aufnahme von FK statt durch Selbstfinanzierung zu decken.
Im Sinne einer optimalen Kapitalstruktur sollte das Anlagevermögen durch EK finanziert werden und die Laufzeit eines Darlehens die Nutzungsdauer des dafür angeschafften Wirtschaftsguts nicht übersteigen.7 Die Finanzierung des Umlaufvermögens sollte so aufgebaut sein, dass die Fremdmittel Veränderungen des Umlaufvermögens (z.B. durch saisonale Einflüsse) problemlos angepasst werden können.
[....]
1 Vgl. Fischer (2004), S. 99f.
2 Untersuchung der Deutschen Ausgleichsbank von 1997, entnommen aus Manz / Hering (2000) S. 5
3 Vgl. Becker (2002), S. 49ff. und Szyperski / Nathusius (1999), S. 56
4 ausführlich dazu: Perridon / Steiner (2004), S. 506-510; Hildmann / Fischer (2002), S. 48-50
5 ausführlich dazu: Perridon / Steiner (2004), S. 510-518; Hildmann / Fischer (2002), S. 50-53; Spremann (1991), S. 283-293
6 Vgl. Perridon / Steiner (2004), S. 498-506; Spremann (1991) S. 283ff.; Garhammer (1996), S. 39-45
7 Vgl. BVR (2005), S. 54
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