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Verwendungseignung und Zierwert von Clematisarten und -sorten mit Wildcharakter

Bachelorarbeit, 2006, 91 Seiten
Autor: Maria Schneider
Fach: Agrarwissenschaften

Details

Kategorie: Bachelorarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 91
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 10  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V70763
ISBN (E-Book): 978-3-638-61704-8

Dateigröße: 14947 KB


Textauszug (computergeneriert)

Humboldt-Universität zu Berlin
Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät
Institut für Gartenbauwissenschaften, Fachgebiet AG Vermehrungstechnologie/ Baumschulwesen

Bachelor –Arbeit im Studiengang: Gartenbauwissenschaften B.sc.

Verwendungseignung und Zierwert von Clematisarten und -sorten mit Wildcharakter

Maria Schneider

 

Inhaltsverzeichnis


1. Abkürzungsverzeichnis ... 1

2. Einleitung ... 2

3. Einführung in die Clematis-Kultur ... 3

4. Material und Methode ... 4

4.1 Standortbeschreibung Zepernick ... 4
4.2 Klimabedingungen ... 5
4.3 Vorgehensweise ... 7

5. Zielstellung ... 12

6. Sortenbeschreibungen ... 12

6.1 Clematis terniflora DC. var. mandshurica (RUPR.) OHWI (Rispenblütige Waldrebe) ... 12
6.2 Clematis serratifolia REHDER ’Golden Tiara’ (Koreanische – Waldrebe) ... 13
6.3 Clematis- Hybride ‚Paul Farges’ (Waldrebe) ... 15
6.4 Clematis x eriostemon DECN. ’Hendersonii’ (Hybrid-Waldrebe) ... 16
6.5 Clematis viticella L. ’Royal Velours’ (Italienische Waldrebe) ... 17
6.6 Clematis viticella L. ’Polish Spirit’ (Italiensiche Waldrebe) ... 18
6.7 Clematis viticella L. (Italienische Waldrebe) ... 19
6.8 Clematis viticella L. ’Rubra’ (Italienische Waldrebe) ... 21
6.9 Clematis viticella L. ’Minuet’ (Italienische Waldrebe) ... 21
6.10 Clematis x jackmanii T. MOORE ’Blekitny Aniol’ ... 22
6.11 Clematis integrifolia L. ’Aljonushka’ (Ganzblättrige Waldrebe) ... 23
6.12 Clematis macropetala LEDEB. (Großblumige Waldrebe) ... 24
6.13 Clematis montana BUCH.- HAM. ex DC. ’Grandiflora Alba’ (Berg-Waldrebe) ... 25
6.14 Clematis tangutica (MAXIM.) KORSH. ’Lampton Park’ (Mongolische Waldrebe) ... 25

7. Diskussion ... 26

7.1 Vergleich ... 26
7.2 Verwendungseignung ... 27
7.3 Zierwert ... 28

8. Literaturdiskussion ... 32

8.1 Clematis terniflora DC. var. mandshurica (RUPR.) OHWI (Rispenblütige Waldrebe) ... 32
8.2 Clematis serratifolia REHDER ’Golden Tiara’ (Koreanische – Waldrebe) ... 34
8.3 Clematis- Hybride ‚Paul Farges’ (Waldrebe) (Syn. Clematis fargesioides = Summersnow) ... 35
8.4 Clematis x eriostemon DECN. ’Hendersonii’ Hybrid- Waldrebe ... 36
8.5 Die Viticella-Gruppe ... 38
8.6 Clematis x jackmanii T. MOORE ’Blekitny Aniol’ ... 40
8.7 Clematis integrifolia L. ’Aljonushka’ Ganzblättrige Waldrebe ... 41
8.8 Clematis macropetala LEDEB. (Großblumige Waldrebe) ... 42
8.9 Clematis montana BUCH.- HAM. ex DC. ’Grandiflora Alba’ (Berg-Waldrebe) ... 43
8.10 Clematis tangutica (MAXIM.) KORSH. ’Lampton Park’ (Mongolische Waldrebe) ... 45
8.11 Fazit ... 46

9. Zusammenfassung ... 46

10. Literaturverzeichnis ... 48

11. Anhang ... 49

 

 

2. Einleitung

Diese Arbeit über Verwendungseignung und Zierwert von Clematisarten und -sorten mit Wildcharakter bezieht sich auf ein bestehendes Sortiment, das 2005 auf dem Gelände der Versuchsstation Gartenbauwissenschaften, Standort Zepernick der Humboldt-Universität zu Berlin für die AG Vermehrungstechnologie/ Baumschulwesen angepflanzt wurde.
Die dort noch erhaltenen Pflanzen sollen im Rahmen dieser Bachelorarbeit bonitiert und ausgewertet werden.
Die Beschränkung der Arbeit auf Pflanzen mit Wildcharakter ist in der problembehafteten Kultur der großblumigen Clematis-Hybriden begründet. Die Pflanzung des Sortiments mit Wildcharakter wurde in Hinblick auf die Eignung dieser Arten und Sorten zur Empfehlung für Gärtner und Laien ohne spezifische Pflegekenntnisse der Clematiskulturen (Clematisliste für Einsteiger – Clematis List for Beginners, KÖRBER 2004) mit pflegeleichtem robustem Charakter trotz guten Zierwerten vorgenommen. Die Beschränkung auf dieses Sortiment aus dem breiten Spektrum der existierenden Clematisarten und -sorten wurde aufgrund einer Vorauswahl in Veithöchsheim 2004 in Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Gartenbau und Weinbau vorgenommen und bezieht sich auf die sich an diesem Standort bewährten Arten und Sorten (KÖRBER 2004).
Ebenso ist eine Prüfung der Verwendungseignung für die ausgewählten Clematiskulturen unter den am Standort vorherrschenden Klimabedingungen angestrebt.
Die in der Literatur zu findenden Sortenempfehlungen sollen mit der tatsächlichen Vitalität der am Standort Zepernick gepflanzten Kulturen verglichen und dazu Einschätzungen gegeben werden.
Somit ist einer der Hauptbestandteile dieser Arbeit die Bonitierung und anhand dieser die Erstellung von Beschreibungen der Sorten für diesen Standort bzw. ähnliche Klimate.
Auch ein Vergleich der durch die Bonitierung entstanden Sortenbeschreibungen mit den in der Literatur zu findenden Sortenbeschreibungen, wird Bestandteil dieser Arbeit sein, um eventuelle Unterschiede zwischen den Sortenbeschreibungen aufzudecken und zu diskutieren.


3. Einführung in die Clematis-Kultur

Die Waldrebe ist zumeist ein kletternder Strauch, in allen gemäßigten Zonen der Erde verbreitet. Sie gehört zu der Familie der Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse), die rund 50 Gattungen (BÄRTELS 1989, S.11) mit etwa 1750 Arten (ROTHMALER 2002, S.131) umfasst. Clematis trägt Ihre Blüten in blattachsel- oder endständigen Trugdolden und die Blüte wird durch normalerweise 4 bis 6 Kelchblätter (Tepalen) gebildet. Die Kronblätter fehlen. „Die Blüten besitzen zahlreiche Staubgefäße, die oft anders gefärbt sind als die Blütenblätter und damit wesentlich zum Reiz der Blüten beitragen.“ (BÄRTELS 1989, S.13) Die freien Fruchtblätter mit jeweils einer Samenanlage und einem Griffel, liegen in größeren Gruppen nebeneinander und bilden nach Abblüte durch Streckungswachstum der Griffel einen zumeist aparten fedrig-silbrigen Fruchtstand der teilweise bis in den Winter hinein als zierender Fruchtschmuck an den Pflanzen verbleibt.
Unter den Kletterpflanzen ist die Clematis den Klimmpflanzen, genauer den links windenden Blattkletterern mit Blattstielranken zuzuordnen.
Im Gegensatz zu den meisten Vertretern dieser Familie sind die Blätter dieser Gattung gegenständig angeordnet. Die Pflanzen tragen je nach Art und Sorte einfach oder doppelt unpaarig gefiederte Fiederblätter mit deren Blattstielen sie sich an Gerüsten, Masten anderen Sträuchern oder Bäumen empor klimmen.
„Alle Waldreben sind mehrjährige Pflanzen, entweder Stauden, Halbsträucher oder holzige Lianen.“ (BÄRTELS 1989, S.12)
Die Anfälligkeit der Clematis für Clematiswelke, die laut MENZEL (1988, S.137) hauptsächlich durch zwei Pilze Ascochyta clematidina und Coniothyriom clematidis-rectae hervorgerufen wird, ebenso wie für diverse andere pilzliche Schaderreger ist eines der Probleme in der Clematiskultur. Ebenfalls durch die beschränkte Verträglichkeit der Bodenreaktion dieser Pflanzenfamilie auf einen pH zwischen 5,5 bis 7,5 ist die Kultivierung der Clematis für den Hobbygärtner und Laien nicht ohne Komplikationen. Auch eine Beschattung des Wurzelbereiches z.B. durch Begleitbepflanzung oder andere Beschattungsmaßnahmen am Fuß der Pflanzen ist zum Schutz vor Austrocknung des Wurzelbereichs für eine erfolgreiche Kultivierung nahezu unabdingbar.
Clematis alpina, C. vitalba, C. viticella, C. montana, C. tangutica sowie C. texensis bilden die Gruppe der Wildarten aus der durch zahlreiche Einkreuzungen und Hybridisierungen ein beachtliches Sortiment an Arten und Sorten mit Wildcharakter sowie großblumige Hybriden hervorgegangen sind.
Es gibt eine Fülle von rund 230 (LAPPEN 2001, S. 104) bis 250 Wildarten (BÄRTELS 1989, S.17) und weit mehr Hybriden und Sorten, eine genaue Zahl der existierenden Vertreter ist schwerlich auszumachen. Im derzeitigen Baumschulsortiment sind bei LAPPEN (2001, S.104ff.) 15 bei LORBERG (2002/2003, S.70ff.) 30 verschiedene Arten, Sorten und Hybriden zu finden, des Weiteren gibt es Baumschulen mit speziellem Schwerpunkt auf der Clematiskultur, die ein weit größeres Spektrum bieten. Neben der in Deutschland beheimateten Alpen-Waldrebe Clematis alpina, und einigen wenigen anderen Sorten, die sowohl von Clematis montana, C. viticella und C. tangutica angeboten werden, sind hauptsächlich Hybriden aus der Jackmanii- Gruppe, Lanuginosa- Gruppe, Patens- Gruppe und Viticella- Gruppe zu erhalten. Die bei weitem Bekannteste ist die Jackmanii- Gruppe aus der beliebte Hybriden wie z.B. die purpurrote C. ’Gipsy Queen’ (LAPPEN 2001, S.107), die dunkelviolettpurpurne C. ’Jackmanii’ ( LAPPEN 2001, S.107),die samtig purpurn blühende C. ’Lady Betty Balfour’ ( LAPPEN 2001, S.107), die magentarote C. ’Hernest Markham’ (LORBERG 2002/2003, S.70) als auch die rosahellviolette C. ’Hagley Hybrid ’(LORBERG 2002/2003, S.70) ihren Platz im Angebot finden. Das große Engagement einiger Züchter erweitert das Sortiment fortlaufend. Die Vielfalt der großblumigen Hybriden ist beachtlich, doch ein Züchtungserfolg mit gelbblütigen Vertretern konnte bisher nicht verzeichnet werden. So bleiben die leuchtend gelben Blüten vorerst exklusiv einigen Wildarten vorbehalten.


4. Material und Methode

Die zu dieser Arbeit gemachten Beobachtungen, dienen der Bewertung und Einschätzung für Verwendungseignung und Zierwert der behandelten Clematisarten und –sorten mit Wildcharakter für den Standort Zepernick bzw. klimatisch gleichwertiger Regionen. Ein Vergleich der im Rahmen dieser Arbeit erfassten Bonitierungsergebnisse mit den vorhandenen Empfehlungen aus dem derzeitigen Sortiment, bzw. den vorhandenen Sortenbeschreibungen aus Kultur ähnlicher Klimate wird angestrebt.

 

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