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Der deutsche Anbietermarkt für Alternativtourismus

Scholary Paper (Seminar), 2002, 22 Pages
Author: Dipl.-Kaufmann Andreas Bünnig
Subject: Tourism

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 22
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 10  Entries
Language: German
Archive No.: V70980
ISBN (E-book): 978-3-638-62927-0

File size: 168 KB
Notes :
Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit dem deutschen Anbietermarkt für Alternativtourismus.



Excerpt (computer-generated)

Technische Universität Dresden
Fakultät Verkehrswissenschaften „Friedrich List“
Institut Wirtschaft und Verkehr

Der deutsche Anbietermarkt für Alternativtourismus

Seminararbeit

Abgabetermin
13.12.2002

eingereicht von 

Andreas Bünnig

Eingereicht an der Professur für Tourismuswirtschaft

 

 

Der deutsche Anbietermarkt für Alternativtourismus  1
Literaturliste  3
Websites  3

1 Einleitung  4

2 Die Entwicklung zum Alternativtourismus  5

3 Anbieter für alternativen Tourismus  7
3.1 Anbieter von alternativen Reisen  7
3.1.1 schulz aktiv reisen  7
3.1.2 Wikinger Reisen  9
3.1.3 Unger Outdoor Team GmbH  9
3.1.4 AugustusTours  10
3.2 Alternative Angebote in Deutschland  11
3.2.1 Hostels  11
3.2.1.1 Die Boofe  12
3.2.1.2 Mezcalero  13
3.2.2 Ausrüsterläden  13
3.2.2.1 Globetrotter Ausrüstung GmbH  13
3.2.3 Literatur und Medien für Individualreisende  14
3.2.3.1 Lonely Planet / Stefan Loose / Reise-Know-How  15
3.2.4 Netzwerke in Deutschland  16
3.2.5 Individualreisen in Deutschland  16

Fazit  18

Anhang  20

 

 

1 Einleitung

Mit zunehmender Bedeutung des Tourismus hat sich auch ein weites Spektrum der Kritik entwickelt. Dieses umfasst unterschiedliche Bereiche, die im Ergebnis zum Teil eigene Reiseformen und Ansätze entwickelt haben. Mit dem Alternativtourismus als Sonderform der Tourismuskritik identifiziert man meist junge Leute, deren auffälligste Erscheinungsform der „Turnschuh-Rucksacktourismus“ darstellt. Er hat seine eigene Art der Kritik („Gegen den Massentourismus“) und eine alternativ-touristische Infrastruktur im Heimatland (Globetrotterläden, Billigflugbüros, alternative Reiseläden und -veranstalter, Alternative Reiseführer) und im Gastland (Müsli-Kneipen, Billighotels, …) hervorgerufen.1

„’Alternativ’ ist heutzutage ein so schillerndes und weit verbreitetes Wort geworden, dass man sich zu Beginn einer Diskussion um Alternativtouristen und –tourismus erst etwas mehr Klarheit um den Inhalt des verwendeten Begriffes verschaffen muss. Überwiegend wird Alternativreisen verbunden mit neuen Reiseformen der Globetrotter- und Tramperszene, weitgehend synonym mit Rucksack- oder Freak- Tourismus.“2

Alternativtourismus stellt demzufolge jegliche Form von Reiseart dar, die äußerlich nicht dem Massentourismus entspricht. Alternativtouristen nennen sich Abenteurer, Globetrotter, Reisende, Traveller,... nur als Touristen wollen sie nicht bezeichnet werden. Sie versuchen sich vom Tourismus abzugrenzen.

Diese Art von Touristen steht für das Bemühen um Umweltverträglichkeit und besseres Verständnis für Land und Leute im Zielgebiet. Alternativtourismus wird häufig mit „sanftem Tourismus“ gleichgesetzt und ist heute weitgehend ideologiefrei.3

Ist aber diese Art zu Reisen wirklich umweltverträglicher als die traditionellen Möglichkeiten? Erhöht der Alternativtourismus die Einnahmen der Einheimischen, oder nur den Wohlstand und den Profit von Reiseanbietern in der westlichen Welt? Fördert das „Andere Reisen“ wirklich die Entwicklung der Infrastruktur in den verschiedenen Destinationen? Bei der Vorstellung der verschiedenen Angebote werde ich versuchen, die hier aufgestellten Fragen in die Betrachtung einzubeziehen und einen Überblick über eine Auswahl der verschieden Anbieter für Alternativtourismus in Deutschland zu geben.

2 Die Entwicklung zum Alternativtourismus

Das arbeitsorientierte "Tramping" junger Männer der Arbeiterklasse, kann als Vorstufe des Alternativtourismus, zumindest in der Art zu reisen, betrachtet werden, die bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts hinein, etwa in den USA, gesellschaftlich etabliert und positiv assoziiert wurde.4

Die Entwicklung des „Anderen Reisens“ in Deutschland lässt sich gut am Beispiel der Rolandsbrüder erläutern: Schon im späten Mittelalter gingen die Gesellen auf Wanderschaft, da nur derjenige Meister werden konnte, der auf Wanderschaft gegangen war. Die Gesellen mussten damals ledig sein, durften keine Kinder haben und es war nicht erlaubt, sich über einen Zeitraum von drei Jahren weniger als 60 km an den Heimatort zu nähern. Traditionen, die heutzutage, nachdem sie schon als abgeschrieben galten, wieder an Bedeutung gewinnen. So nimmt die Zahl der Gesellen, die wieder auf Wanderschaft, die sogenannte Walz, gehen langsam aber stetig wieder zu. Junge Männer in ihren schwarzen Manchesteranzügen ziehen zu Fuß von Ort zu Ort, wer ihnen auf der Straße begegnet, fühlt sich in eine fremde Zeit versetzt.5

In den sechziger Jahren beschränkten sich die "Blumenkinder" nicht länger auf (passive) landesinterne Protestkundgebungen und Demonstrationen gegen das Establishment, sondern setzten aktive Zeichen auf ihrer Suche nach einer besseren Welt. Überlandfahrten nach Indien werden nicht nur zu den ersten Alternativreisen per se, sondern entwickeln sich indirekt zum Wegbereiter für (massenhaften) Alternativtourismus der nächsten Jahrzehnte.6 Alternatives Reisen in den siebziger Jahren ist durch die Gründung erster "Aussteigerzentren" gekennzeichnet. Zunächst waren diese auf Gegenden beschränkt, die sich dem Hippie- Lebensstil gegenüber als tolerant erwiesen hatten. Die ersten "Freakzentren" in Asien waren Goa (Indien), Kathmandu (Nepal), Kabul (Afghanistan) und Kuta (Bali/Indonesien). Aber auch in Mittelamerika bildeten sich einige dieser Zentren heraus, unter anderem am Atitlán See Guatemalas, hauptsächlich in Panajachel, in kleinerem Maßstab aber auch in San Pedro.7 In den achtziger und neunziger Jahren wurden Ziele einer umwelt- und sozialverträglichen Fremdenverkehrsentwicklung, einer optimalen Erholung der Fremdenverkehrsgäste sowie einer langfristorientierten, regionalwirtschaftlichen Entwicklung verfolgt.

[....]


1 Vgl. Freyer - Einführung in die Fremdenverkehrsökonomie, 7. Auflage, S. 378, 385, 386

2 Freyer - Einführung in die Fremdenverkehrsökonomie, 7. Auflage, S. 386

3 Vgl. Diercke - Wörterbuch Allgemeine Geographie, 1997, S. 29

4 Vgl. http://home.snafu.de/uli.voigt/alternativtourismus.htm

5 Vgl. http://www.evchen.de/journalismus/gesellen.htm

6 Vgl. http://home.snafu.de/uli.voigt/alternativtourismus.htm

7 Vgl. http://home.snafu.de/uli.voigt/alternativtourismus.htm


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