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Seminararbeit, 2006, 43 Seiten
Autor: Corinna Patrizia Franiek
Fach: Politik - Int. Politik - Region: Afrika
Details
Institution/Hochschule: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Fakultät IV Sozialwissenschaften, Institut für Politikwissenschaft)
Tags: Südafrika, Erfolgreiches, Beispiel, Demokratisierung, Probleme, Perspektiven, Seminar, Politische, Systeme, Kulturen, Länder, Vergleich
Jahr: 2006
Seiten: 43
Note: sehr gut
Literaturverzeichnis: ~ 12 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-62722-1
Dateigröße: 319 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Nachdem Südafrika vor 12 Jahren entkolonialisiert wurde und die Macht von der weißen Minderheit an die schwarze Mehrheit überging, ist Südafrika unabhängig. Südafrika versuchte den Weg zur Demokratie zu finden; es fanden erste freie Wahlen statt und Nelson Mandela betonte, dass Südafrika nicht mehr länger „das Stinktier der Welt“ sein wolle. Doch sind mit dem Ende der Apartheid auch alle Probleme gelöst oder ist der Prozess tatsächlich komplexer? Reicht der Wille zur Versöhnung aus, damit eine multikulturelle Gesellschaft entstehen und auch funktionieren kann und Menschen dazu in der Lage sind, friedlich nebeneinander zu existieren? Was sind Südafrikas Schwächen, was die Stärken? Alle jene Fragen sollen anhand dieser Arbeit geklärt werden. Es soll aufgezeigt werden, warum die Realität Südafrikas eine andere ist und warum die Erwartungen, die auf Südafrika lasten nur langsam erfüllt werden können. Zum Verständnis, wird zunächst eine Einführung in die Länderdaten Südafrikas gegeben, um die geographischen und demographischen, sowie sozialen Besonderheiten zu erläutern, dann folgt ein kurzer Abriss der Geschichte Südafrikas, weiterhin sollen verschiedene Blickwinkel und Perspektiven auf die Entwicklung Südafrikas genommen werden, die Stärken und Schwächen und somit auch die Chancen des Landes beleuchten werden. „Aus meiner eigenen Erfahrung muß ich sagen, daß ich einen starken Wandel in den Beziehungen zwischen den Rassen Südafrikas erlebt habe. Von grundlegender Bedeutung dabei ist, daß die Furcht vor der Dominanz einer Rasse über die anderen in allen Bevölkerungsgruppen abnimmt. Mit Gewalt wird dieses Ziel nicht erreicht werden, sondern nur durch die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Zunächst muß jedoch natürlich unsere sozio-ökonomische Angleichung dadurch erreicht werden, daß wir uns auf ein Niveau entwickeln, auf dem wir als gleichberechtigte Partner der anderen Gruppen handeln und verhandeln können.“
Textauszug (computergeneriert)
Carl v. Ossietzky Universität Oldenburg, Fakultät IV – Sozialwissenschaften
Seminar: „Politische Systeme und Kulturen ausgewählter afrikanischer Länder im Vergleich
5. Semester Diplom-Sozialwissenschaften
Südafrika – Erfolgreiches Beispiel einer Demokratisierung?
Probleme und Perspektiven
von: Corinna Patrizia Franiek
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung 4
II. Südafrika in Zahlen 5
II. 1. Länderdaten 5
II. 2. Regierungsform 6
II. 3. Bevölkerung 6
II. 4. Wirtschaft 8
III. Zur Geschichte Südafrikas 9
III. 1. Ursprüngliche Bewohner Südafrikas 9
III. 2. Einwanderung der Bantu-Völker 9
III. 3. Europäische Entdecker 10
III. 4. Frühe Kolonialzeit 10
III. 5. Die Kolonialisierung Südafrikas 11
III. 6. Die Unterwerfung der Bantu-Völker 13
III. 7. Union und Republik 15
III. 8. Entwicklung bis 1948 15
III. 9. Das Apartheidregime 17
III. 10. Vom Ende der Apartheid bis heute 19
VI. Kapitalismus und Rassismus – eine sozialwissenschaftliche Blickweise auf Südafrika 21
V. Situation nach dem Apartheidregime – Probleme und Perspektiven 27
V. 1. Probleme 27
V. 1. 1. Erste und Dritte Welt in einem Land 27
V. 1. 2. Regierungs- und Wirtschaftskrise 27
V. 1. 3. Eigentumsrecht 30
V. 1. 4. Korruptionsaffären 31
V. 1. 5. HIV/AIDS 31
V. 1. 6. Apartheid-Entschädigungsklagen 35
V. 1. 7. Arbeitslosigkeit 35
V. 1. 8. Bildungsdefizit 36
V. 1. 9. Wohnungsnot 36
V. 2. Perspektiven 37
V. 2. 1. Rohstoffe, Management und Infrastruktur 37
V. 2. 2. Nation Building in Südafrika – von der Apartheid zur Regenbogennation 37
VI. Fazit 41
VII. Literaturverzeichnis 42
VII. 1. Monographien, Sammelbände und Aufsätze 42
VII. 2. Internet 43
I. Einleitung
Nachdem Südafrika vor 12 Jahren entkolonialisiert wurde und die Macht von der weißen Minderheit an die schwarze Mehrheit überging, ist Südafrika unabhängig. Südafrika versuchte den Weg zur Demokratie zu finden; es fanden erste freie Wahlen statt und Nelson Mandela betonte, dass Südafrika nicht mehr länger „das Stinktier der Welt“ sein wolle. Doch sind mit dem Ende der Apartheid auch alle Probleme gelöst oder ist der Prozess tatsächlich komplexer? Reicht der Wille zur Versöhnung aus, damit eine multikulturelle Gesellschaft entstehen und auch funktionieren kann und Menschen dazu in der Lage sind, friedlich nebeneinander zu existieren? Was sind Südafrikas Schwächen, was die Stärken? Alle jene Fragen sollen anhand dieser Arbeit geklärt werden. Es soll aufgezeigt werden, warum die Realität Südafrikas eine andere ist und warum die Erwartungen, die auf Südafrika lasten nur langsam erfüllt werden können.
Zum Verständnis, wird zunächst eine Einführung in die Länderdaten Südafrikas gegeben, um die geographischen und demographischen, sowie sozialen Besonderheiten zu erläutern, dann folgt ein kurzer Abriss der Geschichte Südafrikas, weiterhin sollen verschiedene Blickwinkel und Perspektiven auf die Entwicklung Südafrikas genommen werden, die Stärken und Schwächen und somit auch die Chancen des Landes beleuchten werden. „Aus meiner eigenen Erfahrung muß ich sagen, daß ich einen starken Wandel in den Beziehungen zwischen den Rassen Südafrikas erlebt habe. Von grundlegender Bedeutung dabei ist, daß die Furcht vor der Dominanz einer Rasse über die anderen in allen Bevölkerungsgruppen abnimmt. Mit Gewalt wird dieses Ziel nicht erreicht werden, sondern nur durch die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Zunächst muß jedoch natürlich unsere sozio-ökonomische Angleichung dadurch erreicht werden, daß wir uns auf ein Niveau entwickeln, auf dem wir als gleichberechtigte Partner der anderen Gruppen handeln und verhandeln können.“
N. D. Thebehali vorm. Bürgermeister von Soweto
II. Südafrika in Zahlen
II. 1. Länderdaten
[Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Die Republik Südafrika ist seit dem 31.05.1910 unabhängig von Großbritannien. Südafrika liegt 17° bis 33° Breitengrad Ost und 22° bis 34° Längengrad Süd. Die Hauptstadt ist Tshwane (Pretoria), der Parlamentssitz befindet sich in Kapstadt.1 Der Nationalfeiertag ist am 27. 04., dem Freiheitstag.2 Die größte südafrikanische Stadt ist Johannesburg mit ca. 3,3 Millionen Einwohnern, dann folgt Durban mit ca. 3 Millionen Einwohnern. Kapstadt (Cape Town) hat ebenfalls ca. 3 Millionen Einwohner und Tshwane (Pretoria) knapp 2 Millionen Einwohner.3 Die Urbanisierungsrate liegt bei 56,9 %.4 Die Fläche der Republik beläuft sich auf 1.219.090 Quadratkilometer 5 und hat ca. 46 Millionen Einwohner, was eine Bevölkerungsdichte von ca. 38 Einwohnern pro km2 ergibt.6
Die Landesgrenze zu den Nachbarländern Botswana, Lesotho, Mozambique, Namibia, Swasiland und Zimbabwe beträgt insgesamt 4.750 km.7 Südafrikas Verwaltungsgliederung besteht aus 9 Provinzen: KwaZulu-Natal, Limpopo, Nordkap, Nordwest, Freistaat, Ostkap, Mpumalanga, Gauteng und Westkap.8
Offizielle Amtsprachen sind Afrikaans (13,3 %) und Englisch (8,2 %), aber es werden weiterhin noch Ndebele (1,6 %), Nordsotho und Südsotho (7,9 %), Setswana (8,2%), Swati (2,7 %), Tsonga (4,4 %), Sepedi (9,4 %), Venda (2,3 %), Xhosa (17,6 %), Zulu (23,8 %) und indische Sprachen gesprochen.9 Die Währung Südafrikas ist Rand und 1 Rand besteht aus 100 Cent (1 EUR = 8,70095 ZAR). 10
II. 2. Regierungsform
Die Verfassung von 1997 bestätigt, dass Südafrika eine Präsidialrepublik im Commonwealth ist, was sie genau genommen schon seit 1961 ist. Die Nationalversammlung (Unterhaus) wird direkt gewählt und besteht aus mindestens 360 Mitgliedern, maximal 400. Der Nationalrat der Provinzen zählt 90 Mitglieder. Alle 5 Jahre finden Wahlen statt, ebenfalls alle 5 Jahre wählt die Nationalversammlung das Staatsoberhaupt. Momentan ist Thabo Myuyelwa Mbeki Staatsoberhaupt und Nkosazana Dlamini-Zuma sein Außenminister.11
II. 3. Bevölkerung
Wie erwähnt hat Südafrika 45.829.000 Einwohner und ein Wachstum von 1,1 %. 79 % de Bevölkerung sind Schwarze (Zulu, Xhosa, Nordsotho, Südsotho, Tswana, Tsonga [Shangaan], Swasi, Ndebele, Venda), 9,6 % sind Weiße, 8,9 % sind Mischlinge und 2,5 % sind Asiaten.12 Die Lebenserwartung liegt bei 51 Jahren.13
[...]
1 Vgl. http://www.ipicture.de/daten/land_suedafrika.html.
2 Vgl. Fischer Weltalmanach: http://www.bpb.de/wissen/TA2YWX,7,0,S%FCdafrika.html#art7.
3 Vgl. Fischer Weltalmanach: http://www.bpb.de/wissen/TA2YWX,7,0,S%FCdafrika.html#art7.
4 Vgl. http://www.laenderservice.net/laenderdaten/bevoelkerung.asp.
5 Vgl. Fischer Weltalmanach: http://www.bpb.de/wissen/TA2YWX,7,0,S%FCdafrika.html#art7.
6 Vgl. Fischer Weltalmanach: http://www.bpb.de/wissen/TA2YWX,7,0,S%FCdafrika.html#art7.
7 Vgl. http://www.ipicture.de/daten/land_suedafrika.html.
8 Vgl. Fischer Weltalmanach: http://www.bpb.de/wissen/TA2YWX,7,0,S%FCdafrika.html#art7.
9 Vgl. Fischer Weltalmanach: http://www.bpb.de/wissen/TA2YWX,7,0,S%FCdafrika.html#art7.
10 Vgl. Fischer Weltalmanach: http://www.bpb.de/wissen/TA2YWX,7,0,S%FCdafrika.html#art7.
11 Vgl. Fischer Weltalmanach: http://www.bpb.de/wissen/TA2YWX,7,0,S%FCdafrika.html#art7.
12 Vgl. Fischer Weltalmanach: http://www.bpb.de/wissen/TA2YWX,7,0,S%FCdafrika.html#art7.
13 Vgl. http://www.geolinde.musin.de/afrika/html/t_afrsuedafrika.htm.
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