Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Termpaper, 2005, 16 Pages
Author: Diana Biendarra
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Tags: Kinder-, Jugendfürsorge, Mittelalter, Beginn, Jahrhundert
Year: 2005
Pages: 16
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-62736-8
ISBN (Book): 978-3-640-33654-8
File size: 119 KB
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
(...) Die umstrittene Geschichte der Sozialen Arbeit, speziell der Jugendfürsorge, lässt sich geschichtlich jedoch weiter zurückverfolgen. Schon im Mittelalter erkannte man, dass familiäre und dörfliche Pflege und Hilfe nicht mehr ausreichten um der Armut entgegen zu wirken. Öffentliche Fürsorge wurde notwendig. Um auch die früheren Anfänge in der Fürsorge, aufzuzeigen, beginnt die folgende Arbeit mit dem 15. und 16. Jahrhundert, wo die ersten Findel- und Waisenhäuser zur Versorgung von Kindern und Jugendlichen aus den damaligen Hospitals, der bis dahin universellen Fürsorgeeinrichtung unter anderem auch für Alte und Kranke, hervorgingen. Danach folgen das 18. und 19. Jahrhundert mit dem Pietismus, der Aufklärung und der Entstehung von Rettungshäusern. Mit dem Deutschen Reich und der Einführung des Reichsjugendwohlfahrtsgesetzes schließt der Text ab, da die folgenden Jahrzehnte zur relativ jungen Geschichte zählen und deren Ideen und Gesetze teilweise heute noch von Bestand sind.(...)
Excerpt (computer-generated)
Ein historischer Überblick über die Kinder – und Jugendfürsorge
vom ausgehenden Mittelalter bis zum Beginn des 20. Jahrhundert
von: Diana Biendarra
Inhaltsangabe
1. Einleitung 2
2. Ausgehendes Mittelalter und der Beginn der Neuzeit (ca. 1400 – 1650) 3
3. Pietismus und Aufklärung ( ca. 1650 – 1820) 5
4. Rückzug des Staates und Entstehung der Rettungshäuser (1820 – 1870) 8
5. Wiedererstarken der öffentlichen Fürsorge mit der Gründung des Deutschen Reiches (1870-1915) 10
6. Einführung des Reichsjugendwohlfahrtsgesetzes (RJWG) (1915 – 1925) 13
7. Schlussbemerkung 15
8. Literaturangabe 16
1. Einleitung
Jugendfürsorge ist die ,,organisierte Hilfeleistung der Gesellschaft an einzelnen Gliedern, die in der Gefahr stehen, sich aus dem Gemeinschafts - und Gesellschaftsgefüge, aus ihrer Ordnung und ihrem Leben herauszulösen und ihr zu entgleiten". (Scherpner 1966, S.10) In der folgenden Hausarbeit beschäftige ich mich mit der Geschichte der Kinder – und Jugendfürsorge vom ausgehenden Mittelalter bis zur Weimarer Republik, ca. 1500 bis ca. 1925.
Aufgrund des begrenzten Rahmens dieser Arbeit, sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass diese Abhandlung nur einführenden und überblickenden Charakter trägt, die Materie nur oberflächlich tangiert und nicht erschöpfend abhandelt, noch Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Zum tiefer gehenden Studium für den interessierten Leser sei deshalb an dieser Stelle auf die anhängende Literaturliste verwiesen.
In einigen Seminaren wurde die Geschichte der Sozialen Arbeit behandelt, jedoch setzte man erst im 19. Jahrhundert an. Die umstrittene Geschichte der Sozialen Arbeit, speziell der Jugendfürsorge, lässt sich geschichtlich jedoch weiter zurückverfolgen. Schon im Mittelalter erkannte man, dass familiäre und dörfliche Pflege und Hilfe nicht mehr ausreichten um der Armut entgegen zu wirken. Öffentliche Fürsorge wurde notwendig. Um auch die früheren Anfänge in der Fürsorge, aufzuzeigen, beginnt die folgende Arbeit mit dem 15. und 16. Jahrhundert, wo die ersten Findel- und Waisenhäuser zur Versorgung von Kindern und Jugendlichen aus den damaligen Hospitals, der bis dahin universellen Fürsorgeeinrichtung unter anderem auch für Alte und Kranke, hervorgingen.
Danach folgen das 18. und 19. Jahrhundert mit dem Pietismus, der Aufklärung und der Entstehung von Rettungshäusern. Mit dem Deutschen Reich und der Einführung des Reichsjugendwohlfahrtsgesetzes schließt der Text ab, da die folgenden Jahrzehnte zur relativ jungen Geschichte zählen und deren Ideen und Gesetze teilweise heute noch von Bestand sind.
Die 2 Werke „Traditionsbrüche in der Heimerziehung Band 1“ von Peter Hansbauer und „Erziehung im Heim“ von Wolfgang Post dienen als Grundlage der Hausarbeit.
2. Ausgehendes Mittelalter und der Beginn der Neuzeit (ca. 1400 – 1650)
In der Feudalgesellschaft wurden hilfsbedürftige Kinder, darunter viele Waisen, von Verwandten versorgt. Waisen- und Findelkinder, Kinder deren Familien nicht auffindbar waren, wurden getrennt von der übrigen Bevölkerung zusammen mit alten Menschen und (psychisch) Kranken im Hospital, einer universellen Fürsorgeeinrichtung, untergebracht. Als dann auf Grund von Epidemien gesonderte Krankenanstalten organisiert entstanden, kamen diese Kinder in Findel- und Waisenhäuser, die durch das Gemeinwesen bewirtschaftet wurden. Die Versorgung wurde kindgerechter was Essen, Sauberkeit und Kleidung betraf. Da es aber kaum qualifizierte Leute gab, bediente man sich dem Mittel der körperlichen Strafe, um Züchtigung und Gehorsam zu erlangen. Auf Grund finanzieller Aspekte waren Adoptionen und die Suche nach Pflegefamilien jedoch vorrangig. Die Betreuung in den Häusern fand nur Gott zuliebe statt.
Es entwickelte sich allmählich ein Bettelhandwerk und erste Bettelordnungen (z. B. die Freiburger Bettelordnung (1517) oder die Armenordnung von Nürnberg (1522)) und das Bettelamt entstanden. Das Betteln wurde somit bürokratisiert. Die Kinder und Jugendlichen blieben in den Findel- und Waisenhäusern, bis sie selbstständig und alt genug waren, um sich, durch das Erbetteln von Almosen, eigenständig versorgen zu können. Die Häuser dienten nur als Versorgungsstätte und besaßen keinerlei Erziehungsziele. Somit wurde die spätere Lebenssituation schon relativ früh festgelegt: aus jugendlichen Kindern wurden herumstreunende Arme.
Durch Seuchen, Kriege, der Auflösung der mittelalterlichen Ständeordnung und noch vielen anderen Probleme kam es zu einer Zunahme der herumstreunenden Armen. Das Betteln wurde zu einer sündigen Eigenschaft genau wie Faulenzen und Ungehorsam. Es folgte eine einschränkende Armenpolitik in den Städten, die es verbot, um Almosen zu betteln. Das Betteln hatte eine große Bedeutung in der damaligen katholisch geprägten Gesellschaftsordnung. Da jedoch mit drastischen Strafmaßnahmen gedroht wurde, hatte das den Zusammenbruch der städtischen Armenpflege zur Folge. (vgl. Hansbauer 1999, S.27)
[...]
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Formen und Funktion von "Peer Groups"
Author: Sabine KlattPedagogy - Miscellaneous Topics, 2006 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Reiz-Reaktions-Lernen - Die Klassische Konditionierung
Author: Silke LübbertPedagogy - Pedagogic Psychology, 2003 Download as PDF-file for 3,99 EUR
Das Internet zwischen interpersonaler und Massenkommunikation: Internet und technisch vermittelte Kommunikation
Author: Florian SchaffelhoferCommunications: Multimedia, Internet, New Technologies, 2001 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Atypische Beschäftigungsformen - Chancen und Risiken- Leiharbeit
Author: Caroline BillertSocial Pedagogy / Social Work, 2008 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Business Combinations nach SFAS 141
Author: Chris Sebastian HeidrichEconomics / Business: Accounting and Taxes, 2003 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Inwieweit gelang es J. H. Wichern die sozialen Fragen seiner Zeit zu erkennen und den Problemen entgegenzuwirken?
Author: Anne GoldbachTheology - Historic Theology, Ecclesiastical History, 2006 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Die Erfahrung und Verarbeitung von Prekarität
Author: Elke NeuschulzPolitics - Miscellaneous, 2008 Download as PDF-file for 29,90 EUR
Die Entstehung des KJHG und die Partizipationsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen
Author: Jan WinkelmannSociology - Children and Youth, 2003 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Typen und Ziele von Verrechnungspreisen und deren kritische Beurteilung
Author: Jochen LauferEconomics / Business: Supply, Production, Logistics, 2003 Download as PDF-file for 7,99 EUR
This text can be quoted and accessed from this url: