Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Scholary Paper (Seminar), 2007, 14 Pages
Author: Marike Schmidt-Glenewinkel
Subject: Psychology - Developmental Psychology
Details
Tags: Adolf, Hitler, Spiegel, Betrachtungsweisen
Year: 2007
Pages: 14
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 5 Literaturquellen Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-63543-1
File size: 107 KB
Other users also were interested in the following titles:
Excerpt (computer-generated)
Universität Hamburg, Nebenfachprüfung Psychologie
Wintersemester 2006/2007, Abgabedatum: 14.2.2007
Adolf Hitler im Spiegel psychologischer Betrachtungsweisen
von
Marike Schmidt-Glenewinkel
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S.2
1.1. Biografische Daten über Adolf Hitlers Kindheit und Jugend S.3
2. Alice Miller: Hitlers Kindheit unter dem Aspekt der schwarzen Pädagogik: Grundannahmen S.3
2.1. Alice Miller: Deutungen von Hitlers Verhalten als Diktator aus der Sichtweise der schwarzen Pädagogik und der Psychoanalyse S.5
3. Die Person Adolf Hitler und dessen Familiensituation aus der Sicht Joachim Fests S.7
4. Erich Fromms Konzept der Nekrophilie S.8
5. Fazit S.11
Literaturverzeichnis S.13
1. Einleitung
Die Zahl der Publikationen über Adolf Hitler – von Biografien bis zu tiefenpsychologischen Analysen – ist sehr umfangreich, so dass ein breites Spektrum unterschiedlicher Auffassungen zu der Entwicklung Adolf Hitler existiert. Während viele Autoren ihren Schwerpunkt darauf setzen, Hitlers Leben von der Machtergreifung bis zu seinem Freitod genau zu betrachten und nachzuzeichnen, existieren vergleichsweise wenige Lebensbeschreibungen und Analysen, die sich auf Hitlers Kindheit fokussieren und daraus auf Verhaltensweisen im späteren Leben schließen. Diese wichtige Phase für die Persönlichkeitsentwicklung Hitlers soll in dieser Arbeit genauer betrachtet werden.
Anstelle eines Überblicks über den aktuellen Forschungsstand liegt der Fokus dieser Arbeit auf Alice Millers Arbeit „Am Anfang war Erziehung“ (1980), in der sie im Kapitel „Die Kindheit Adolf Hitlers – vom verborgenen zum manifesten Grauen“ Hitlers Leben unter dem Aspekt der Folgen einer schwarzen Pädagogik analysiert, sowie auf Erich Fromms neopsychologischem bzw. hermeneutischem Ansatz, in dem alle Lebensphasen Hitlers als Ausdruck eines nekrophilen Charakters betrachtet werden (1974). Zudem wird auf Joachim C. Fests Hitler-Biografie (1973) eingegangen, der historische Erkenntnisse mit tiefenpsychologischen Ansätzen verbindet.
Ziel dieser Arbeit ist es diese Thesen aufzuzeigen und einander gegenüberzustellen. Im Anschluss an dieses Kapitel folgt ein kurzer Abriss biografischer Daten Hitlers, die seine ersten Lebensjahre skizzieren.
Im zweiten Kapitel werden Alice Millers Grundannahmen zur schwarzen Pädagogik sowie ihre Einschätzungen der Familiensituation der Hitlers vorgestellt, während sich der zweite Teil mit den Schlussfolgerungen Millers zu Adolf Hitlers Verhalten als Diktator beschäftigt. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit Joachim C. Fests Thesen zu Hitlers Leben, wobei in dieser Arbeit vor allem die tiefenpsychologischen Ansätze in Fests Arbeit vorgestellt werden sollen. Das vierte Kapitel geht auf Erich Fromms hermeneutischen Ansatz der Nekrophilie ein und stellt eine andere psychologische Sichtweise auf die Person Hitler dar, die in vielen Punkten von Millers Analysen abweicht. Das letzte Kapitel der Arbeit liefert eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse.
1.2. Biografische Daten über Adolf Hitlers Kindheit und Jugend
Geboren wurde Adolf Hitler am 20. April 1889 in Braunau am Inn. Er lebte mit einer kleinen Schwester, sowie zwei Halbgeschwistern aus der ersten Ehe des Vaters in einem Haushalt. In seinen ersten Lebensjahren zog Familie Hitler fünf Mal um, bis sich der Vater 1897 nach seiner Pensionierung in der Nähe von Linz zur Ruhe setzte. 1903 verstarb sein Vater. Hitlers schulische Entwicklung war problematisch. Als Hitler 1905 zum dritten Mal nicht versetzt wurde, brach er die Realschule ab, wohnte bei seiner Mutter und ging keiner geregelten Tätigkeit nach. Im Mai 1906 fuhr Hitler das erste Mal nach Wien und war fasziniert von der Stadt. 1907 bewarb er sich dort an der Akademie für bildende Künste, bestand jedoch das Probezeichnen nicht. Im Dezember 1907 verstarb Mutter Klara. Ende 1909 lebte Hitler verarmt in einem Obdachlosenasyl in Wien und malte Postkarten, um sich damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen. 1913 verließ Hitler Wien und zog nach München. Fest beschreibt ihn als „melancholischen, verschlossenen jungen Mann ohne Freunde, der auch als Soldat im ersten Weltkrieg ein Sonderling blieb.“ (Fest, 1973: S. 91 und S.102)
2. Alice Miller: Hitlers Kindheit unter dem Aspekt der schwarzen Pädagogik: Grundannahmen
Miller übernimmt weitgehend Freuds psychoanalytische Prämissen der Verdrängung als Ursprung der Neurose. In ihrer Arbeit „Am Anfang war Erziehung“ (1980) stellt sie die Erziehung als Wert überhaupt in Frage und bezeichnet Erziehung als „Verfolgung des Lebendigen.“ (Miller 1980: S.15) Stattdessen plädiert sie für eine „weiße Pädagogik“; eine „Erziehung“ der Begleitung, in der Eltern ihren Kindern mit Toleranz, Sensibilität und Respekt begegnen und Kindern die größtmöglichen Freiheiten gewährt werden.
Die möglichen Folgen einer schwarzen Pädagogik veranschaulicht Miller nun besonders drastisch am Beispiel der Nationalsozialisten in Deutschland und an Adolf Hitler selbst.
Im Folgenden wird noch zu klären sein, inwieweit Miller Hitlers seelische Verletzungen in der Kindheit zu stark ihren eigenen Interpretationsansätzen angleicht, indem ihre Thesen mit denen Fromms und Fests gegenübergestellt werden. Zentral in Millers Analyse sind Hitlers frühkindliche Erfahrungen mit häuslicher Gewalt sowie die „lieblose“ Familiensituation, in der er aufwuchs, weshalb sie ebenfalls Hitlers Eltern detailliert beschreibt.
[...]
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Krebsprophylaxe durch Ernährung am Beispiel des Carotinoids Lycopin
Author: Daniel MarquardtFood Technology, 2003 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Personalbeurteilung versus Feedback - Definition, Abgrenzung, Möglichkeiten, Grenzen, Einsatzgebiete
Author: Diplom-Kaufmann (FH) Tobias SchmitzEconomics / Business: Personnel and Organisation, 2005 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Zeitmanagement
Author: Bianca DemirevSocial Pedagogy / Social Work, 2001 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Rechtsformwahl
Author: Diplom Verwaltungswirt (FH) Lars HechtEconomics / Business: Law, 2003 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Die Katastrophentheorie und ihre Auswirkungen am Beispiel der Börse
Author: Sarah KnielEconomics / Business: Investment and Finance, 2002 Download as PDF-file for 8,99 EUR
Personalbeurteilung in Theorie und Praxis
Author: Nicole VogtEconomics / Business: Personnel and Organisation, 2008 Download as PDF-file for 6,99 EUR
This text can be quoted and accessed from this url: