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Zur Anwendung des Case Management - eine theoretische Auseinandersetzung

Vordiplomarbeit, 2007, 28 Seiten
Autor: Bettina Kanis
Fach: Sozialpädagogik / Sozialarbeit

Details

Kategorie: Vordiplomarbeit
Jahr: 2007
Seiten: 28
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 4  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V71509
ISBN (E-Book): 978-3-638-80899-6

Dateigröße: 205 KB


Textauszug (computergeneriert)

Fachhochschule Lausitz
Fachbereich Sozialwesen Methoden der sozialen Arbeit Seminar im GS: Methoden und Techniken der sozialen Arbeit

Zur Anwendung des Case Management - eine theoretische Auseinandersetzung

von Bettina Kanis
2007

 

Gliederung

1. Einleitung ... 3

2. Case Management auf den ersten Blick ... 4
2.1. Geschichte und Tradition ... 4
2.2. Konzept des Case Management ... 5

3. zur Anwendung des Case Management ... 8
3.1. Rahmenbedingungen ... 8
3.2. Einsatzgebiete ... 10

4. Modelle des Case Management ... 19
4.1. Modelle ... 19
4.2. Phasen des Case Management ... 21

5. Schlussbemerkung ... 27

Literaturverzeichnis ... 28

 

1. Einleitung

Die vorliegende Hausarbeit thematisiert die theoretische Auseinandersetzung zur Anwendung des Case Managements in der sozialen Arbeit.
Der Begriff „Managen“ kommt seit den 80er Jahren vermehrt in der sozialen Arbeit vor. So zum Beispiel das Sozialmanagement und das Gesundheitsmanagement. Daran lässt sich erkennen, dass die Zielrichtung des Handelns in der sozialen Arbeit an den Eigenschaften des Führens von Unternehmen gemessen wird. Demnach sind Planung, Entscheidung, Organisation und Kontrolle des Prozesses und der Arbeit entscheidende Kriterien. Eine Optimierung der Hilfsangebote der sozialen Arbeit ist somit gegeben und verringert den Druck, kostengünstigere und effektivere soziale Dienste zu bieten. Da es aber unter den Dienstleistungsträgern an Abstimmung und Kooperation, in Rücksicht auf den jeweils individuellen Bedarf mangelt, ist es nicht möglich, kostengünstig und effektiv zu arbeiten. Das Case Management wurde in Deutschland seit Ende der 80er Jahre eingesetzt um diesem entgegenzuwirken. Das Case Management organisiert das Angebot und die Nachfrage von sozialen Diensten, vor allem in der zunehmenden Differenzierung und Spezialisierung der Dienstleistungen. Die Vielzahl der Hilfsangebote sind für die Hilfesuchenden nicht mehr überschaubar und führen zu Orientierungsproblemen. Andererseits arbeiten die Anbieter der sozialen Hilfen zu wenig miteinander, um es den Hilfesuchenden zu erleichtern, das Angebot zu überschauen. Somit kann es bei so genannten „Multi-Problemen“ zu unnötig verteuernden Überschneidungen verschiedenster Hilfsangebote kommen. Case Management soll den Betroffenen helfen, individuell für sie zutreffende Hilfsangebote zu finden und es ihnen zu ermöglichen sich wieder selbst zu helfen. Die Praxis des Case Managements ist bis heute in viele verschiedene Handlungsfelder eingeführt worden. So wird es zum Beispiel in der Altenhilfe, in der Suchtkrankenhilfe, in der Sozialpädiatrie, in der Wohnungslosenhilfe, in der Krankenhaussozialarbeit und in der Rehabilitation behinderter Menschen eingesetzt. Interessant ist, dass sich Case Management den ständig wechselnden Erfordernissen und den Veränderungen in den Humandiensten anpassen kann. Der Grundsatz des Case Management bleibt, egal wo es speziell eingesetzt wird, immer der gleiche. Es verhält sich neutral zu seinen Anwendungen. Die Systematik kann beliebig spezialisiert werden, was in Deutschland zu den unterschiedlichen Bezeichnungen führt. In der professionellen Sozialarbeit bevorzugt man den Ausdruck „Unterstützungsmanagement“, im Gesundheitswesen wird es sachlich „Fallmanagement“ genannt.

 

2. Case Management auf den ersten Blick

2.1. Geschichte und Tradition

Das Case Management entwickelte sich in den USA aus der Methode des traditionellen Case Work und auch in Deutschland knüpft es an diese Methode der sozialen Einzelhilfe, einer Adaption des Case Work, an. Case Work wurde 1917 von Mary Richmond in den USA begründet. Ihrer Schrift „Social Diagnosis“ folgten wesentliche, theoretische Weiterentwicklungen durch Gordon Hamilton und Jessie Taft. Die Ich- Psychologie, die Arbeit mit Familien und die ganzheitliche Betrachtung von Mensch und Situation nahmen in den 50er Jahren Einfluss auf das Konzept des Case Work. Dieses Konzept basierte zunächst auf den Grundprinzipien von aktiver und bewusster Beteiligung der Klienten, Achtung der menschlichen Persönlichkeit, Kenntnis der Sozialarbeiter über sich selbst und Verantwortung des einzelnen für die Gesellschaft. Durch die in den 60er Jahren sozialen Bewegungen und Programme, veränderten sich das Konzept und die Praxis des Case Work. Es wurden spezifische Techniken entwickelt, welche sich auf benachteiligte Gruppen und spezielle Problemlagen richteten. Praxistheoretische Neuerungen wie zum Beispiel Krisenintervention und Streetwork änderten aber nichts an der therapeutisch, behandlungsorientierten Ausrichtung des Case Work. Durch die vielfältigen Dienstleistungen musste in den 70er Jahren ein Weg gefunden werden, die Aufgaben zu organisieren. Durch die Vernetzung von Dienstleistungen und die Teilnahme an Community- action Programmen entwickelte sich das Konzept des Case Management.

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