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Praktikumsbericht / -arbeit, 2007, 36 Seiten
Autor: Katharina Mewes
Fach: Germanistik - Didaktik
Details
Institution/Hochschule: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (Institut für Germanistik)
Tags: Siegfried, Lenz, Feuerschiff, Praktikumsbericht, Deutsch, Blockpraktikum
Jahr: 2007
Seiten: 36
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 46 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-63311-6
ISBN (Buch): 978-3-638-65474-6
Dateigröße: 251 KB
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vorgelegt von: Katharina Mewes
vorgelegt am: 23. März 2007
Gliederung
Gliederung ... 2
1 Die Darstellung der Praktikumsituation ... 4
1.1 Allgemeine Angaben zur Schule ... 4
1.2 Die Schulchronik ... 4
1.3 Gegenwärtige Informationen ... 5
2 Der Lektionsentwurf im Fach Deutsch zum Thema „Siegfried Lenz: Das Feuerschiff“ ... 7
2.1 Die pädagogisch-psychologische Vorüberlegungen ... 7
2.2 Die Unterrichtsvoraussetzungen ... 8
2.3 Die didaktische Analyse ... 8
2.3.1 Die Fachwissenschaftliche Analyse zum Thema „Die Erzählung ‚Das Feuerschiff’ von Siegfried Lenz“ ... 8
2.3.1.1 Die Textsorte „Erzählung“ ... 8
2.3.1.2 Die Analyse der Figurengestaltung ... 9
2.3.1.3 Die Erzählperspektiven ... 10
2.3.1.4 Die Merkmale der Textsorte „Erzählung“ ... 10
2.3.1.5 Der Inhalt der Erzählung „Das Feuerschiff“ ... 14
2.4 Die didaktische Reduktion ... 16
2.5 Das Thema der Stunde und die Lernziele ... 17
2.6 Die methodische Analyse ... 19
3 Geplanter Unterrichtsverlauf ... 22
3.1 Tabellarischer Lektionsentwurf ... 22
3.2 Die Auswertung der gehaltenen Stunde ... 25
4 . Hospitationsprotokoll ... 26
4.1 Tabellarisches Hospitationsprotokoll ... 26
4.2 Die Einordnung und Beschreibung des Ablaufs ... 29
4.2.1 Die Beschreibung der Lerngruppe und der Lernumgebung ... 29
4.2.2 Die didaktische Analyse und inhaltliche Aufarbeitung ... 29
4.2.3 Die Beschreibung des Ablaufs ... 30
4.3 Meine persönliche Einschätzung mit dem Schwerpunkt „Erkennbarkeit des Stundenziels“ ... 31
5 Nachweis der Leistungskontrolle ... 33
6 Literaturverzeichnis ... 34
1 Die Darstellung der Praktikumsituation
1.1 Allgemeine Angaben zur Schule
Mein erstes Blockpraktikum findet zusammen mit meiner Kommilitonin Sabine Ostrowitzki am Gymnasium „Julianum“ im Zeitraum vom 12. Februar bis zum 26. März 2007 statt. Der Schulträger dieses Gymnasiums ist der Landkreis Helmstedt. Es befinden sich zur Zeit 1150 Schülerinnen und Schüler1 und 81 Lehrer und Lehrerinnen an dieser Schule2. Die Schulleiterin ist Frau D. Schulze, der stellvertretende Schulleiter ist Herr J. Rieckmann. Eine wichtige Aufgabe am „Julianum“ hat der Schulassistent Herr Strumpf, welcher „von der Büroklammer bis zum Videogerät“ alles ausleiht.
1.2 Die Schulchronik
Die Vorgeschichte des Julianum reicht über 1000 Jahre in die Vergangenheit: Die erste "Helmstedter" Schule ist wohl im Kloster St. Ludgeri bei Helmstedt eingerichtet worden. Dessen Gründungsdatum liegt am Anfang des 9. Jahrhunderts. Wie in Helmstedt und Schöningen nachweisbar, war den Klöstern oft eine äußere Schule angeschlossen, die von den Söhnen reicher Bürger besucht werden konnte. Am 25. Mai 1253 fand die Gründung der lateinischen Stadtschule in Helmstedt als Alternative zur nun schon seit ca. 250 Jahren bestehenden Klosterschule statt. Seit dem 13. Jahrhundert entstanden in den Städten lateinische Stadtschulen, mit denen das selbstbewusster gewordene Bürgertum nun eigene Ausbildungsstätten einrichtete. Wie der Name schon sagt, stand auch in diesen Schulen die Einübung des Lateinischen im Mittelpunkt des Unterrichts. 1543 wandelte sich die lateinischen Stadtschule in ein "protestantisches Gymnasium" im Zuge der Reformation um. 1576 wurde die Universität Helmstedt („Julia Carolina“) durch Herzog Julius von Braunschweig und Lüneburg gegründet. In den folgenden 200 Jahren entwickelte sich die Helmstedter Hochschule zu einer Universität von europäischem Rang.
Ab 1755 fand die Lehrerausbildung in Zusammenarbeit mit der Julius-Universität Helmstedt und 1779 die Trennung in ein "Pädagogium" (mit Schwerpunkt Latein ) und eine "Bürgerschule" hier statt. Ostern 1810 endete der Lehrbetrieb an der Universität Helmstedt aufgrund einer Verfügung von Hieronymus Napoleon.
Das Pädagogium (Gymnasiums) bestand als Überrest der Universität. August Heinrich Hoffmann (Hoffmann von Fallersleben) besucht von 1812 bis 1816 das Helmstedter Gymnasium. Am 1. November 1817 wurde das Pädagogium und der Bürgerschule zu einem sechsklassigen humanistischen Gymnasium zusammengelegt. Damit gilt der 1.11.1817 als Tag der Gründung des Julianum, die man mit einigem Recht auch im Jahre 1543 sehen könnte. Am 1. Oktober 1835 fand eine erneute Trennung von Gymnasium und Bürgerschule (Unterrichtsschwerpunkte im Bereich der Naturwissenschaften und Mathematik - eine Folge der Industrialisierung) statt und am 12. Oktober 1882 zog man in das neue Schulgebäude in der Amtsgasse (zwischenzeitlich OS, heute Kreisvolkshochschule) ein. Am 10. November 1883 wurde die "höheren Töchterschule" (später: "Lyzeum", schließlich: "Gymnasium für Mädchen") gegründet, 1920 das "Realgymnasium" und 1938 fand der Umzug in das Schulgebäude an der Wilhelmstraße (heute: Lademann-Realschule) statt. Am 19. Dezember 1949 erhält die Schule den Namen "Julianum - neusprachliches und mathematischnaturwissenschaftliches Gymnasium für Jungen, Helmstedt". 1972 legt man das Jungen- und das Mädchen-Gymnasiums zusammen und zog in das neue Schulgebäude an der Goethestraße ein.3
1.3 Gegenwärtige Informationen
Im Dezember 2005 fand eine Schulinspektion mit Unterrichtsbesuchen, intensiven Gesprächen mit Schülern, Eltern, Lehrern, Schulleitung und anderen Beschäftigten der Schule statt. Laut Aussage der Niedersächsischen Schulinspektion ist das Gymnasium „Julianum“ „eine gute Schule auf den Weg zu einer sehr guten Schule.“4 Dies bringt das erfreuliche Gesamtergebnis auf den Punkt: Alle Aspekte des Unterrichts, des Schullebens am „Julianum“, der Lern- und Schulkultur, des Schulmanagements und der Lehrerprofessionalität wurden positiv, ja zum Teil sogar als „exzellent“ bewertet. Die Schüler dieses Gymnasiums bezeichnen sich selbst als eine „vielfältige Schülerschaft aus sympathischen kleinstädtischen und dörflichen Strukturen mit Kontakten zu vielen Ländern und Gästen aus aller Welt.“ Das große Lehrerkollegium besitzt eine „gesunde“ Altersstruktur, in dem pädagogische Erfahrung und Fachwissen mit neuen Ideen und Impulsen zusammentreffen.
Das „Julianum“ versteht sich als Schule, die auf Gegenseitigkeit angelegten Lehr- und Lernprozess Wert legt, bei dem Lehrer und Lehrerinnen Verantwortung für Erziehung und Unterricht und die Schüler Verantwortung für ihren eigenen Lernfortschritt übernehmen5.
Sehr interessant finde ich, dass dieses Gymnasium Mitglied im Kooperationsverbund des Projektes „Hochbegabung erkennen und fördern“ ist. Ziel des Verbundes ist das frühzeitige Erkennen von besonderen Begabungen und deren Förderung im schulischen und außerschulischen Bereich für Schülerinnen und Schüler des gesamten Landkreises Helmstedt.
Ebenfalls bemerkenswert ist das immense Angebot an Arbeitsgemeinschaften, wie beispielsweise „AG: Wege zur besseren Rechtschreibung“, „AG: Segelfliegen“, „AG: Akrobatik“, „AG: Musisch-künstlerisches Theater“ oder „AG: Methoden- u. Sozialkompetenz-Coaching für ausgebildete Streitschlichter“. Lobend zu erwähnen ist auch die Aufführung des „Titanic-Musicals“, welches drei Mal im September 2004 in ausverkauften Hallen stattfand6.
Zusammen mit dem Stundenplankoordinator Herrn Schönau setzt das Gymnasium einen effektiven Stundenplan Tag für Tag um: Sobald ein Lehrer aus irgendwelchen Gründen ausfällt, wird der Stundenplan in dem Ausmaß verschoben, dass die Schüler keine Freistunde erhalten, sondern ihre restlichen Unterrichtsstunden und nachrücken und sie so eine Stunde eher Schluss hätten. Natürlich ist dies nicht immer zu verwirklichen. So herrscht fast jeden Morgen ein kleines Chaos vor dem Stundenplan im Lehrerzimmer, aber alle Lehrer stimmen diesem System zu.
2 Der Lektionsentwurf im Fach Deutsch zum Thema „Siegfried Lenz: Das Feuerschiff“
2.1 Die pädagogisch-psychologische Vorüberlegungen
Mein Mentor im Zeitraum des Praktikums ist der schulfachliche Koordinator7 Herr W. , der mir auch vier Unterrichtsstunden in seiner Deutschklasse, der 10B, zur Verfügung stellt. Die Klasse besteht aus 32 Schüler, davon 21 Mädchen und 11 Jungen8. Da ich in dieser Lerngruppe bereits in den Schulpraktischen Studien hospitiert und unterrichtet habe, ist sie mir gut bekannt. Mein Verhältnis zu dieser Klasse würde ich als gut bezeichnen. Die Arbeitsatmosphäre in der Klasse 10B ist entspannt und arbeitsintensiv. Hohen Anforderungen ist die Klasse gewachsen, Arbeitsaufträge werden gewissenhaft und gewinnbringend ausgeführt. Sie kann selbstständig, auch in Gruppen arbeiten. Das Interesse am Fach Deutsch ist bei vielen Schülern sehr hoch, was meiner Ansicht nach an der kompetenten und motivierenden Betreuung durch den Fachlehrer entsteht.
[...]
1 Im Folgenden wird zugunsten einer besseren Lesbarkeit der Ausdruck „Schüler“ für „Schülerinnen und Schüler“ verwendet.
2 www.julianum.net (9. Mai 2006)
3 Festschriften des Julianum zum 150-jährigen Bestehen (Aufsätze von Hasse, Gericke, Kohl) und zum 175- jährigen Bestehen (Aufsätze von Aleith, Fuchs, Böhm)
4 www.julianum.net (9. Mai 2006)
5 Ebd.
6 Ebd.
7 Ebd.
8 Sitzplan Klasse 10B: Siehe Anhang
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