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Die Grundkonzeption von Aktienanleihen und Discountzertifikaten, dargestellt an ausgewählten Produkten

Intermediate Diploma Thesis, 2006, 33 Pages
Author: Nicole Nahlik
Subject: Economics / Business: Investment and Finance

Details

Category: Intermediate Diploma Thesis
Year: 2006
Pages: 33
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 10  Entries
Language: German
Archive No.: V71720
ISBN (E-book): 978-3-638-63323-9

File size: 437 KB

Abstract

1 Einleitung Am Kapitalmarkt existiert eine Vielzahl von Anbietern, die ihre Finanzprodukte verkaufen wollen. Für Privatanleger gestaltet es sich deshalb schwierig das richtige Produkt für die eigene Risikoneigung zu finden. Die angegebenen Kennzahlen, wie Rendite oder Kupon geben oft keine voll umfänglichen Informationen, die der Anleger braucht, um seine Entscheidung treffen zu können. In dieser Hausarbeit soll anhand von jeweils einem Beispiel die Funktionsweisen von Aktienanleihen und Discountzertifikaten dar- und gegenübergestellt werden. Es sollen Berechnungen vorgestellt werden, die es dem Anleger vereinfachen, das „ richtige Anlageprodukt“ zu seinem Chancen- und Risikoprofil zu finden. Dabei soll nur auf die Sichtweise des Anlegers eingegangen werden. Die Risiken des Marktes sollen vorgestellt und mit Stress-Szenarien die Rückzahlungsrisiken veranschaulicht werden. Ebenso sollen die Chancen dieser Derivativen Produkte vorgestellt werden.


Excerpt (computer-generated)

Fachhochschule Frankfurt
FB 3, Wirtschaftswissenschaften

Hausarbeit

Die Grundkonzeption von Aktienanleihen und Discountzertifikaten, dargestellt an ausgewählten Produkten

vorgelegt von: Nicole Christina Nahlik

Studiengang. BWL
4. Semester

vorgelegt am: 01. September 2006

 

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis ... 1

1 Einleitung ... 2

2 Aktienanleihen ... 2

2.1 Der Grundgedanke ... 2

2.2 Aufbau einer Aktienanleihe ... 3
2.2.1 Akteure der Aktienanleihe ... 3
2.2.1.1 Der Emittent ... 3
2.2.1.2 Der Anleger ... 3

2.3 Parameter einer Aktienanleihe ... 4
2.3.1 Basiswert ... 4
2.3.2 Basispreis/Strike Price ... 4
2.3.3 Zinskupon ... 5
2.3.4 Rückzahlung ... 7

3 Bewertung von Aktienanleihen ... 10

3.1 Rendite versus Kupon ... 10
3.1.1. Szenario 1 ... 10
3.1.2. Szenario 2 ... 10

3.2 Gewinnschwelle/Break-Even ... 11

3.3 Renditevergleich mit dem Underlying ... 12

4 Aufbau eines Discountzertifikate ... 13

4.1 Der Grundgedanke ... 13

4.2.1 Akteure des Discountzertifikats ... 13
4.2.1.1 Der Emittent ... 13
4.2.1.2 Der Anleger ... 14

4.3 Parameter eines Discountzertifikats ... 14
4.3.1 Basiswert ... 14
4.3.2 Discount ... 15
4.3.3 Höchstbetrag/Cap ... 15
4.3.4 Rückzahlung ... 16

5 Kritische Werte ... 18

Gewinnprofil/Rendite ... 18
5.2 Outperformance-Punkt ... 19

6 Fazit ... 20

6.1 Chancen-/Risiken-Vergleich ... 20
6.1.1. Aktienanleihen ... 20
6.1.2 Discountzertifikate ... 20

7 Schlusswort ... 21

8 Anhang ... 22

9 Literaturverzeichnis ... 32


1 Einleitung

Am Kapitalmarkt existiert eine Vielzahl von Anbietern, die ihre Finanzprodukte verkaufen wollen. Für Privatanleger gestaltet es sich deshalb schwierig das richtige Produkt für die eigene Risikoneigung zu finden. Die angegebenen Kennzahlen, wie Rendite oder Kupon geben oft keine voll umfänglichen Informationen, die der Anleger braucht, um seine Entscheidung treffen zu können. In dieser Hausarbeit soll anhand von jeweils einem Beispiel die Funktionsweisen von Aktienanleihen und Discountzertifikaten dar- und gegenübergestellt werden. Es sollen Berechnungen vorgestellt werden, die es dem Anleger vereinfachen, das „ richtige Anlageprodukt“ zu seinem Chancen- und Risikoprofil zu finden. Dabei soll nur auf die Sichtweise des Anlegers eingegangen werden.

Die Risiken des Marktes sollen vorgestellt und mit Stress-Szenarien die Rückzahlungsrisiken veranschaulicht werden. Ebenso sollen die Chancen dieser Derivativen Produkte vorgestellt werden.


2 Aktienanleihen

2.1 Der Grundgedanke1

Aktienanleihen oder auch Reverse Convertible Bonds genannt, sind festverzinsliche Wertpapiere und gehören zu den strukturierten Anlage-Produkten.

Der Anleger erwirbt ein Wertpapier zu einem bestimmten Kurswert. Er erhält eine feste, jährliche Verzinsung, den Kupon (vergleichbar mit normalen Anleihen), der unabhängig von der Kursentwicklung des zugrunde liegenden Basiswertes (Aktie/Underlying) bezahlt wird. Bei Aktienanleihen erfolgt die Rückzahlung am Fälligkeitstag. Der Emittent als Anleiheschuldner und Optionskäufer) entscheidet ob der Anleger bei Fälligkeit entweder die Zahlung des jeweiligen Nennbetrags der Anleihe (notional amount) oder die Lieferung einer bestimmten Anzahl von Aktien auf Basis des festgesetzten Basiswertes erhält. .Aktien- und Indexanleihen sind ihrer Art und Konstruktion nach den Zertifikaten sehr ähnlich. Die Bank legt den Nennbetrag des Anlegers verzinslich an und kauft ihm gleichzeitig die in der Aktienanleihe integrierte Put-Option ab. Dadurch liegt der Kupon von Aktienanleihen deutlich über dem aktuellen Marktzinsniveau einer vergleichbaren Unternehmensanleihe mit vergleichbarer Laufzeit und Bonität , da sich der Kupon aus dem Marktzins und der Optionsprämie zusammensetzt..


2.2 Aufbau einer Aktienanleihe

2.2.1 Akteure der Aktienanleihe

2.2.1.1 Der Emittent

Der Emittent (meist eine Bank) ist der Schuldner der Aktienanleihe und verkauft dem Anleger diese inkl. einer Verkaufsoption (Put). Die Bank kauft dem Anleger den Put gegen eine Optionsprämie ab und fungiert somit als Käufer einer Verkaufsoption oder ist in der Long- Put-Position. Damit erwirbt die Bank das Recht, zu einem festgelegten Zeitpunkt und Preis dem Anleger eine vorher festgelegte Anzahl einer bestimmten Aktie (Underlying) oder Index zu liefern, statt den Anlagebetrag zurück zahlen zu müssen (s. Anlage 2). Dieses Wahlrecht vergütet die Bank über die Optionsprämie.2


2.2.1.2 Der Anleger

Der Anleger ist Käufer der Aktienanleihe und Verkäufer einer Verkaufsoption., d.h. Stillhalter in Geld über die Aktienanleihe und in der Short-Put Position. Der Anleger verkauft der Bank diese Verkaufsoption und erhält dafür eine Optionsprämie. Das Risiko für den Stillhalter besteht darin, dass der Emittent seine Option ausübt und den Stillhalter / Anleihegläubiger dazu verpflichtet, am Ende der Laufzeit eine festgelegte Anzahl an Aktien oder eines Index zum vereinbarten Basiswert abzunehmen, statt seinen Anlagebetrag zurück zu erhalten.

Die Differenz zwischen der marktüblichen Anleiheverzinsung und dem (höheren) Zinssatz der Aktienanleihe ist die im Kupon implizit eingerechnete Optionsprämie, abzüglich einer etwaigen Marge des Strukturierers bzw. Emittenten.3


2.3 Parameter einer Aktienanleihe

2.3.1 Basiswert

Jeder Aktienanleihe liegt eine bestimmte Aktie bzw. ein bestimmter Index zugrunde, der Basiswert. Ein gewählter Basiswert in Deutschland ist meist eine DAX-Notierung (klassische Standardwerte / Blue Chips wie z.B. BMW, Siemens, Bayer etc.). Es werden aber auch europäische und amerikanische Basiswerte am Markt sowie Aktienanleihen auf Indizes wie den Dax. angeboten.4

Für die Aktienanleihe ergibt sich die grundsätzliche Konsequenz, dass sich ihr Wert zu einem wesentlichen Teil aus der Bewegung des Underlyings (der Aktie oder dem Index) ableitet. Die Aktienanleihe entwickelt sich also niemals (völlig) unabhängig von der Aktie, weshalb man auch von einem „derivativen“, also im ursprünglichen Sinn des Wortes „abgeleiteten“ Wertpapier spricht.5

[...]


1 Vgl.: Optionsscheine, Zertifikate und strukturierte Produkte, HSBC Trinkhaus, 2005, S. 137
2 Vgl.: Optionsscheine, Zertifikate und strukturierte Produkte, HSBC Trinkhaus, 2005, S. 137
3 Vgl.: http://de.wikipedia.org/wiki/Put-Option, 15.08.2006

4 Vgl.: Aktienanleihen, Sal. Oppenheim, 2006, S. 5
5 Vgl.: Optionsscheine, Zertifikate und strukturierte Produkte, HSBC Trinkhaus, 2005, S. 138
 


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