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Termpaper, 2007, 19 Pages
Author: Mathias Jähnig
Subject: Sociology - Individual, Groups, Society
Details
Tags: Motivationstheorie, Motivationspraxis
Year: 2007
Pages: 19
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 13 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-63234-8
File size: 542 KB
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Excerpt (computer-generated)
Hamburger Fern-Hochschule, Studienzentrum Dresden
Studienfach Betriebssoziologie / -psychologie
Wintersemester 2006/2007, Abgabedatum: 02.02.2007
Von der Motivationstheorie zur Motivationspraxis
von: Mathias Jähnig
Inhalt
1. Einführung in das Problemgebiet 3
2. Begriffsbestimmungen 3
2.1 Begriff des Bedürfnisses 4
2.2 Begriff des Motivs 4
2.3 Begriff der Motivation 4
2.3.1 Intrinsische Motivation 5
2.3.2 Extrinsische Motivation 5
3. Motivationstheorien 5
3.1 Grundlagen der Motivationstheorie 5
3.2. Klassifizierung der Motivationstheorien 6
3.2.1 Bedürfnis-Hierachie-Theorie von Maslow 7
3.2.2 Die X-Y-Theorie von McGregor 9
3.2.3 Zweifaktoren-Theorie von Herzberg 11
Motivatoren 13
4. Beschreibung eines Praxisbeispiels 13
4.1 Situationsbeschreibung 13
4.2 Analyse nach Maslow 14
4.3 Analyse nach McGregor 15
4.4 Analyse nach Herzberg 15
5. Von der Motivationstheorie zur Motivationspraxis 16
6. Schlussbemerkung 17
7. Literaturverzeichnis 19
1. Einführung in das Problemgebiet
Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann rufe nicht die Menschen zusammen, um Holz zu sammeln, Aufgaben zu verteilen und die Arbeit einzuteilen,
sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen, weiten Meer. Antoine de Saint-Exupéry (1900-44) Franz. Schriftsteller
Was treibt uns an? Was ist die entscheidende Kraft, die den Menschen sowohl im Privaten als auch im Arbeitsleben voranbringt? – Fragen der Motivation werden von jedem von uns in vielen Situationen gestellt. Im Rahmen dieser Hausarbeit möchte ich den Focus auf ein Teilgebiet der Psychologie, die Arbeitsmotivation, legen. Diese – und im engeren Sinne Arbeitszufriedenheit – sind ein häufig untersuchter Forschungsgegenstand der Arbeits- und Organisationspsychologie. Der Grund, die Arbeitsmotivation und die Arbeitszufriedenheit in Organisationen zu ermitteln, ist die Vermutung, dass mit Verbesserung der Arbeitsmotivation bzw. der Arbeitszufriedenheit die Produktivität gesteigert, Fehlzeiten und Fluktuationsraten vermindert werden können.
Erste empirische Untersuchungen wurden bereits in den 1920er Jahren angestellt. Doch erst drei Jahrzehnte später wurden drei der bekanntesten Motivationstheorien – die Bedürfnis-Hirachie-Theorie von Maslow, die X-Y-Theorie nach McGregor und die Zweifaktoren-Theorie von Herzberg – entwickelt. Deren theoretische Ansätze und Konzepte weichen erheblich voneinander ab. Auf diesen Konzepten aufbauend variieren die Untersuchungsmethoden und Erhebungsverfahren.
In den folgenden Kapiteln skizziere ich die Theorie der Arbeitsmotivation anhand der drei vorgenannten Theorien, die eine wichtige Vorstufe der theoretischen Weiterentwicklung von Motivationstheorien darstellen und in der Literatur allgemein anerkannt sind. Anhand eines Szenarios möchte ich den Bezug zur betrieblichen Praxis darstellen, an dem ich zeigen möchte, dass um alle Aspekte einer gegebenen Situation zu erfassen, die Anwendung von mehr als einer der beschriebenen Theorien notwendig ist. Daran anschließend werde ich Motivationspotentiale für diesen Fall aufzeigen.
Der letzte Teil beinhaltet eine zusammenfassende Schlussbetrachtung.
2. Begriffsbestimmungen
Bevor nun die einzelnen Motivationstheorien erläutert werden, ist es für die weiteren Ausführungen notwendig, Definitionen für einige wichtige Grundbegriffe festzulegen:
2.1 Begriff des Bedürfnisses
,,Ein Bedürfnis ist ein innerer Zustand, der ein Ergebnis erstrebenswert erscheinen lässt. Durch ein unbefriedigtes Bedürfnis wird im Individuum eine Art Spannung aufgebaut. Diese Spannung wandelt das Bedürfnis bei ausreichender Intensität in einen Trieb um und regt das Individuum zu einer Handlung an." (STRUNZ 1999, 41)
2.2 Begriff des Motivs
Als Motiv wird in der Psychologie eine relativ stabile Persönlichkeitseigenschaft bezeichnet, die beschreibt, wie wichtig einer Person eine bestimmte Art von Zielen ist.
Lutz von ROSENSTIEL definiert den Begriff des Motivs „... als zeitlich relativ überdauernde, inhaltlich spezifische psychische Disposition. Motive bilden ein relativ stabiles kognitives, affektives und wertgerichtetes Teilsystem der Person.“ (ROSENSTIEL 1992, 225)
Das Lexikon der Psychologie sieht in einem Motiv: „... einen nicht notwendigerweise aktualisierten Beweggrund für menschliches Verhalten. ... Die Wissenschaft unterscheidet dabei angeborene, sogenannte primäre Motive (wie Hunger, Durst, Sexualtrieb usw.) von erworbenen, sogenannten sekundären Motiven (wie inhaltsspezifische Motive, z.B. Machtbedürfnis, Lustbedürfnis, Wunsch nach Attraktivität usw.).“ (LEXIKON DER PSYCHOLOGIE 1995)
2.3 Begriff der Motivation
Das Wort Motivation geht auf den lateinischen Begriff „in motivum ire“ zurück und bedeutet wörtlich, in das einsteigen, das den Menschen bewegt. In der Literatur existiert keine einheitliche Definition des Begriffes Motivation (lateinisch motus = die Bewegung). TIETZ beschreibt Motivation als aktives, zielgerichtetes Steuern des Verhaltens. Somit sieht er ihre Aufgabe als Führungsinstrument. ZIMBARDO sieht in Motivation einen umfassenden Begriff, der sich auf Ingangsetzen, Steuern und Aufrechterhalten von körperlichen und physischen Aktivitäten bezieht. Sie verweist auf interne Variablen und Prozesse. Mit ihr kann man beobachtete Verhaltensweisen erklären.
ROSENSTIEL beschreibt sie mit: „Motivation entsteht dann, wenn eine Person mit Anstrengungsbedingungen der umgebenden Situation konfrontiert wird, die in ihr ganz bestimmte Motive aktivieren, die wiederum Verhaltensintension auslösen. Die Motivation erklärt die Richtung, Stärke und die zeitliche Dauer des individuellen Verhaltens, wenn man Fähigkeiten, Fertigkeiten, Aufgabenverständnis und Einflüsse aus der objektiven Umgebung konstant hält.“ (ROSENSTIEL 1992, 226) Somit ergibt sich Motivation aus dem Zusammenspiel von Person und Umgebung.
Diese Definition ist die komplexeste und detaillierteste der hier aufgeführten. Im Folgenden wird stets auf diese Bezug genommen.
Arbeitsmotive lassen sich in zwei Gruppen klassifizieren: Motive, die von innen (intrinsisch) und solche, die von außen (extrinsisch) wirken.
2.3.1 Intrinsische Motivation
[...]
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