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Organisation und Disziplinierung der Kontinentalarmee

Scholary Paper (Seminar), 2001, 20 Pages
Author: Magister Artium Roland Sonntag
Subject: History - Non-German

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2001
Pages: 20
Grade: 3,0
Language: German
Archive No.: V7184
ISBN (E-book): 978-3-638-14518-3

File size: 206 KB

Abstract

Im ersten Teil meiner Hausarbeit werde ich die problematische Organisation der Versorgung der amerikanischen Kontinentalarmee untersuchen. Im Focus werden dabei jene unterschiedlichen Reformen stehen, mit denen der Kongress versuchte eine angemessene Versorgung der Truppen zu gewährleisten, sowie die Gründe, weshalb diese Reformen letzlich scheiterten. Zudem wird die Praxis der Beschlagnahmung von Privateigentum zum Wohle der Armee beleuchtet werden. Im Zentrum des zweiten Teils der Arbeit wird die problematische Disziplinierung der Armee George Washingtons stehen, wobei eine besondere Beachtung der Person General von Steubens beigemessen wird.


Excerpt (computer-generated)

Organisation und Disziplinierung der Kontinentalarmee

von Roland Sonntag


Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung S. 3

2. Organisation der Kriegsführung S. 4

a) Organisation der Truppenversorgung 1775/76 S.4-5
b) Dezentralisierung der Organisation S.5-6
c) Scheitern der Reform S.6
d) Gründe für das Scheitern der Reform S.6-7
e) Neuerliche Reform der Organisation S.7-8
f) Gründe für das Scheitern der 2.Reform S.8-9
g) Die Reform von 1779/80 S.9-10
h) National Movement 1780-83 S.10-12
i) Beschlagnahmungen: Notwehr und Willkür .S.12-13

3. Disziplin und Disziplinierung S.14

a) Disziplin innerhalb der amerikanischen Streitkräfte S.14-15
b) Versuche der Disziplinierung S.15-16
c) General von Steuben S.16-17

4. Fazit S.18

5. Literaturverzeichnis S. 19


1. Einleitung:

Im ersten Teil, der den größten Part meiner Hausarbeit ausmachen wird, werde ich mich der Organisation der Versorgung der Kontinentalarmee widmen. Untersuchungsgegenstand werden die verschieden Reformen, mit denen der Kongress versuchte eine angemessene Versorgung der Truppen zu gewährleisten und deren Scheitern sein, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Gründe des Scheiterns gelegt werden soll.
Zusätzlich soll die Praxis der Beschlagnahmungen von Privateigentum zum Wohle der Armee beleuchtet werden.
Im zweiten Teil werde ich mich zunächst, der nur wenig vorhandenen Disziplin innerhalb der Truppen Washingtons widmen, um anschließend die Versuche der Disziplinierung aufzuzeigen, wobei eine besondere Beachtung der Person des General von Steubens zugemessen werden wird.
Ein Fazit wird meine Arbeit abschließen.

2. Die Organisation der Kriegsführung

Nach den Anfangserfolgen der Revolutionäre im Kampf gegen die Briten, in denen viele Amerikaner schon das baldige Ende einer erfolgreichen Revolution gegen das Empire sahen, sahen sich die amerikanischen Streitkräfte einer regelrechten Niederlagenserie gegenüber. Auf Long Island und um New Jersey mussten die Revolutionäre unter großen Verlusten den Rückzug antreten. Die Gründe dafür waren einerseits in einer mangelhaften Disziplinierung und Ausbildung der revolutionären Truppen, dem Mangel an guten Befehlshabern, aber auch an der schlechten Versorgungslage der Soldaten zu suchen.

a) Organisation der Truppenversorgung 1775/76

Die Kolonien waren in einen Krieg eingetreten, ohne vorher eine dafür notwendige, effiziente Verwaltung aufzubauen, welche die Versorgung der eigenen Truppen sicherstellen konnte. Vor allem die Angst der Revolutionäre, eine mächtige Behörde könnte die Quelle einer neuen Tyrannei werden, aber auch die Selbstüberschätzung der eigenen Kräfte, auch der Kongress rechnete mit einem baldigen Sieg gegen die Briten, hatte zu diesem Fehlverhalten geführt. Durch die plötzliche, unerwartete Nachfrage nach Kriegsgerät, Kleidung, Ausrüstung für die Camps, Arzneien überfordert, wurde vom Kongress zunächst Priorität auf den Import und die Herstellung von Waffen und Munition gelegt.
Der Mangel an anderen für die Kriegsführung notwendige Mittel sollte durch vom Kongress, oder, auf dessen Geheiß, von den einzelnen Kolonien dafür eingerichtete Ausschüsse behoben werden. Diese hatten sich ausschließlich um die Besorgung eines gestimmten Gebrauchsgegenstand, z. B. Stiefel, zu kümmern. Sobald die Nachfrage befriedigt war, wurde der entsprechende Ausschuss, von wenigen Ausnahmen abgesehen, wieder aufgelöst.
Es wurde also nicht geplant bzw. gekauft, was benötigt werden könnte, sondern erst gehandelt, wenn eine entsprechende Anfrage vorlag.
Es kam zu keiner klaren Kompetenzverteilung, Koordinierung oder Strukturierung in der Versorgung der Truppen., was zu einem ineffizienten, konfusen System führte, unter dem die Streitkräfte sehr zu leiden hatten.
Weil der Kongress alle Kompetenzen behalten wollte versank er förmlich in den Herausforderungen, die an ihn gestellt wurden und scheiterte an den Entscheidungen, welcher Aufgabe Priorität zugemessen werden sollte. Es wurde, um dem Eindruck entgegenzuwirken, Kriegsgewinnler zu produzieren, auch oft an der Ausgabe notwendiger Finanzmittel gegeizt, was sich in den geringen Löhnen der Soldaten und Zivilbeschäftigten, die ebenfalls für die Kriegsführung unabdingbar war, wiederspiegelte. Aber auch die geringen Steuereinnahmen waren dafür verantwortlich

[...]


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