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Termpaper, 2007, 13 Pages
Author: Manja Schiller
Subject: Pedagogy - The Teacher
Details
Institution/College: University of Erfurt (Erziehungswissenschaft)
Tags: Reformkonzeptes, Peter, Petersen, Jenaplan, Reformpädagogik
Year: 2007
Pages: 13
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 6 Literaturquellen Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-68647-1
File size: 100 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Erfurt, Erziehungswissenschaftliche Fakultät
Seminar: Schule und bürgerliche Gesellschaft
WS 2006/2007, 7. Fachsemester
Überblick des Reformkonzeptes von Peter Petersen und seinem Jenaplan
von
Manja Schiller
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 3
2 EINORDNUNG VON JENAPLAN IN DIE REFORMPÄDAGOGIK 4
3 SYSTEMATISCHE BEGRÜNDUNG DES JENAPLANS DURCH PETERSEN 5
4 ORGANISATORISCHE MERKMALE 7
5 KRITISCHE REFLEKTIONEN 11
6 SCHLUSSFOLGERUNGEN 12
7 LITERATURVERZEICHNIS 13
1 Einleitung
Ich möchte mich in dieser Arbeit mit dem Thema der Organisation und dem Aufbau des Jenaplans auseinander setzten. In meiner Hausarbeit werde ich auf theoretische Positionen und praktischen Umsetzungsvarianten des vorgestellten Konzeptes von Peter Petersen eingehen.
Zuerst werde ich das Thema in die Reformpädagogik einordnen, um dann weiter auf den Aufbau dieses reformpädagogischen Konzeptes, wie es sich Peter Petersen Überlegt hatte einzugehen. Im nächsten Abschnitt werde ich dann auf die organisatorischen Merkmale des Jenaplans eingehen. Dort werde ich die wichtigsten Eigenschaften auflisten und mich mit diesen intensiver auseinandersetzten. Als nächstes folgt eine kritische Auseinandersetzung mit dem von Petersen erstellten Konzept. In meinen Schlussbemerkungen nehme ich einen eigenen Standpunkt zu dieser Thematik ein.
In meiner Ausarbeitung habe ich mich hauptsächlich auf die Literatur von Benner Dietrich/Kemper Herwart und Eichelberger Harald/Wilhelm Marianne bezogen. Diese Darlegung des Themas wird allerdings keine Vollständigkeit gewährleisten, sondern lediglich eine Art der Bearbeitungsmöglichkeit sein.
2 Einordnung von Jenaplan in die Reformpädagogik
In der Zeit zwischen 1890 und 1932 fand in Deutschland, aber auch international eine Reformbewegung statt. Bei der Reformpädagogik wurden verschiedene Ansätze zur Reform von Schule und Unterricht sowie der allgemeinen Erziehung diskutiert. Durch neue Überlegungen gegen die Lehrer- und Stoffschule, sollte nun das Kind, also der Mensch im Mittelpunkt der Erzieungs- und Unterrichtsmaßnahmen stehen.
Um das Jahr 1871 wuchs das Deutsche Kaiserreich zusammen. Es entwickelte sich in der Zeit der Industrialisierung zum ökonomischen Riesen und zum politischen Zwerg. Durch die rasante Entwicklung Deutschlands, zum ökonomischsten Land der Welt, benötigte der Arbeitsmarkt zu dieser Zeit sehr viele qualifizierte Facharbeiter, welche die Grundrechenarten beherrschten. Verschiedene Bewegungen, wie zum Beispiel der Arbeiter-, Frauen- und Jugendbewegung, bereiteten eine Revolutionäre Stimmung im Volk vor. Diese Öffentlichkeit, war der Grundstein für die Reformpädagogik und somit entstand ein neuer Blick auf das Kind als Individuum. Nur durch die Öffentlichkeit war die Reformpädagogik erfolgreich.
Durch verschiedene pädagogische Prinzipien, wie zum Beispiel von Rousseau und Nietzsche, wurde die Selbsttätigkeit des Kindes in seiner natürlichen Wahrnehmung, Entwicklung und Erziehung herausgebildet. Weiterhin ergab sich eine Veränderung des Lehrer- Schüler- Verhältnisses, des Gemeinschaftsprinzip und die Einheit von Schule und Leben. Aus diesen Erkenntnissen bildeten sich unterschiedliche Bewegungen, wie zum Beispiel die Pädagogik welche jetzt vom Kind ausgeht oder die Gesamtunterrichtsbewegung. Eine dieser Bewegungen war die Lebens- Gemeinschaftsschule, wo wir Petersen und seinen Jena- Plan wieder finden. Da Petersen einer der letzten Reformpädagogen war, konnte er aus den Fehlern seiner Vorgänger, seine eigenen Schlüsse ziehen und diese somit vermeiden. Er setzte die Ideen der anderen Reformpädagogen in einem neuen Kontext zusammen. Petersen war in der Mitte und in der letzten Phase der Reformpädagogik tätig. Am Ende des 19. Jahrhunderts wurde er nach Jena berufen, wo 1927 der Jena- Plan erstmalig erwähnt wurde. Der Grundgedanke von Petersens, war eine Schul- und Lernkultur.
3 Systematische Begründung des Jenaplans durch Petersen
Petersen hat dem Jena- Plan wichtige Grundbegriffe niedergelegt. Er nennt zum Beispiel den Begriff der „Persönlichkeit, Bildung, Erziehung, Gesellschaft und die Gemeinschaft (vgl. Benner/Kemper, 1991, S. 32)“, um nur einige zu nennen. Die Gesellschaft ist für ihn ein System gegliederter Dienste und diese Gemeinschaft hat gegenüber dem einzelnen Individuum Vorrang.
Der Begriff der Erziehung beinhaltet bei Petersen, das Prinzip der Gemeinschaft. Bei ihm steht nicht das Individuum im Vordergrund, sondern das Kind wird in der gesamten Gruppe gesehen. Der Mensch ist ein Weltoffenes Wesen, welches deshalb an die Hand genommen werden muss, um nicht vom Weg ab zu kommen. Der Einzelne muss also geführt und geleitet werden. Durch sein eigenes Sein, ist eine Zurechtweisung des Menschen überhaupt erst notwendig. Durch die Unterweisung wird der Mensch erst zum Menschen, wenn er der Erziehung nicht nachkommen würde, würde er die Lebensbestimmung verfehlen. Durch die Ausbildung soll der Mensch Gemeinschaftsfähig und humanisiert werden. Die Erziehungsidee soll das pädagogische Handeln des einzelnen leiten. Das Ziel der Erziehung ist bei Petersen stets die Gemeinschaft. Sie ist ein Dienst am anderen und nur durch sie ist eine Vermenschlichung möglich. Die Schule und der Unterricht müssen sich der Erziehungsidee unterordnen. Die Erziehung erfolgt innerhalb der Gemeinschaft, durch die Gemeinschaft und wiederum für die Gemeinschaft. Jeder bringt sich mit seinen individuellen Fähigkeiten und Kenntnissen in diese Körperschaft mit ein. Durch das Leben in und mit dem Kollektiv, entwickelt sich der einzelne Mensch zu einer Persönlichkeit. „Die Pädagogik Peter Petersens war und ist der Erziehung zur Demokratie und Gemeinschaft verpflichtet (Eichelberger/Wilhelm, 2000, S. 38).“
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