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Neutestamentliche Exegese zur Perikope Markus 4, 1-9

Termpaper, 2005, 21 Pages
Author: Birte Hundhammer
Subject: Theology - Biblical Theology

Details

Event: Neues Testament
Institution/College: University of Kassel
Tags: Neutestamentliche, Exegese, Perikope, Markus, Neues, Testament
Category: Termpaper
Year: 2005
Pages: 21
Grade: 2,5
Bibliography: ~ 18  Entries
Language: German
Archive No.: V72256
ISBN (E-book): 978-3-638-63253-9

File size: 171 KB


Excerpt (computer-generated)

Neutestamentliche Exegese zur Perikope Markus 4, 1-9

von: Birte Hundhammer

 


Inhaltsverzeichnis

1. Begründung der Perikopenwahl  2

2. Übersetzungskritik  3

2.1 Vergleich der Übersetzungen  3
2.2 Begründung der Übersetzungswahl  4

3. Literarkritik  6

3.1 Die Zwei-Quellen-Theorie  6
3.2 Synoptischer Vergleich  6

4. Gattungskritik 10

4.1 Form- und Gattungsbestimmung 10
4.2 „Sitz im Leben“  11

5. Traditionskritik / Intertextualität  13

6. Redaktionskritik  14

7. Begriffskritik  16

8. Hermeneutische Reflexion  18

Literaturverzeichnis 19

Das Griechische Neue Testament 19
Übersetzungen der Heiligen Schrift  19
Wörterbucher / Lexika  19
Sekundärliteratur  20




 

1. Begründung der Perikopenwahl

Für meine exegetische Hausarbeit zum Neuen Testament werde ich die Perikope Mk 4, 1-9 „Vom Sämann“ bearbeiten.

Bei der Suche nach einem geeigneten Gleichnis stand die Frage im Vordergrund, welcher Text für mich als zukünftige Religionslehrerin und für meine zukünftigen Schüler besonders interessant sein könnte. Ich habe mich für das Gleichnis „Vom Sämann“ entschieden, weil ich mir gut vorstellen kann, es später im Religionsunterricht mit meinen Schülern zu behandeln. Zum einen lässt sich die Bildhälfte der Erzählung praktisch umsetzen und veranschaulichen; zum anderen kann die Sachhälfte gut in die heutige Zeit übertragen und mit den Schülern, die selbst einen Bezug zu ihrem Leben herstellen können, diskutiert werden. Durch die intensive Beschäftigung mit der Perikope erhoffe ich mir in erster Linie ein tiefergreifendes Verständnis des Textes, welches eine Behandlung im schulischen Unterricht ermöglicht.

2. Übersetzungskritik

2.1 Vergleich der Übersetzungen

Um einen Text zur Anfertigung meiner Exegese auszuwählen, werde ich die folgenden vier Übersetzungen der Perikope Mk 4, 1-9 miteinander vergleichen und Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede herausarbeiten:

- Die Bibel, nach der Übersetzung Martin Luthers
- Die Zürcher Bibel
- Die Einheitsübersetzung
- Das Neue Testament, nach der Übersetzung Friedolin Stiers

Gemeinsamkeiten / Unterschiede

[in der Downloaddatei vorhanden]

2.2 Begründung der Übersetzungswahl

Die tabellarische Anordnung der vier Übersetzungen ermöglichte es, einen umfassenden Blick auf die verschiedenen Texte und ihre Eigenheiten zu erlangen. Hierbei fällt auf, dass die Einheitsübersetzung und die Übersetzung nach Stier quantitativ die größten Unterschiede im Vergleich zu Luther und der Zürcher Bibel aufweisen. Während Jesus bei den anderen drei Übersetzungen abermals am See lehrt, lehrt er laut der Einheitsübersetzung ein andermal. Diese ungenaue Übersetzung des griechischen Wortes lässt nicht erkennen, dass Jesus schon einmal am See gelehrt hat, sondern suggeriert dem Leser, dass er möglicherweise erstmals am See lehrt. Trotz unterschiedlicher Wortwahl wird bei allen vier Übersetzungen deutlich, dass sehr viele Menschen Jesus vom Land bzw. Ufer aus zuhören, während er in einem Boot bzw. Schiff sitzend zu ihnen spricht. Luther präzisiert als Einziger, dass das Boot schon vorher im Wasser lag.

Vers 2 weist erneut einen Unterschied zwischen der Einheitsübersetzung und den anderen Übersetzungen auf: Hier spricht Jesus lange zu den Menschen, anstatt dass er vieles ( α) in Gleichnissen erzählt. Vers 3 beginnt bei allen Übersetzungen mit einer das Gleichnis einleitenden Aufforderung zuzuhören, und es wird beschrieben, dass ein Sämann zum Säen hinaus – oder präziser: „aufs Feld“ (Zürcher Bibel) – geht. Indem die Einheitsübersetzung ein Teil der Körner statt einiges oder etliches schreibt, ist sie genauer als die anderen Übersetzungen, ebenso wie in Vers 6, in dem „die Saat“, statt „es“ verdorrt.

In Vers 5 fehlt bei der Zürcher Übersetzung die Erläuterung, dass die Saat auf Grund der geringen Bodentiefe sofort aufgeht. Mit unterschiedlichen Worten wird in Vers 8 beschrieben, dass ein anderer Teil der Saat bzw. etliches oder anderes auf guten Boden fällt, Frucht bringt und dreißig-, sechzig- und hundertfach bzw. -fältig trägt. Der Appell in Vers 9 gleicht sich in allen Übersetzungen, wobei die Einheitsübersetzung hervorhebt, dass es Jesus ist, der an seine Zuhörer appelliert.

[...]


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