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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 17 Pages
Author: Anna Damm
Subject: Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
Details
Institution/College: Christian-Albrechts-University of Kiel (Geographisches Institut)
Tags: Römische, Stadtanlagen, Weltstadt, Europäische, Stadt
Year: 2006
Pages: 17
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 8 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-62962-1
File size: 2828 KB
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Excerpt (computer-generated)
Kunsthistorisches Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Hauptseminar: Die europäische Stadt, WS 2005/06
Römische Stadtanlagen und die Weltstadt Rom
von: Anna K. Damm
Gliederung
1. Die Stadt Rom 3
1.1. Geschichte der Stadt 3
1.2. Architektur 4
1.2.1. Bauten des politischen Lebens 5
1.2.2. Bauten des Geschäftslebens 6
1.2.3. Wohnhäuser 6
1.2.4. Religiöse und repräsentative Bauten 7
1.3. Infrastruktur 9
1.3.1. Aquädukte 9
1.2.3. Thermen 9
1.2.4. Theater 10
2. Römische Stadtanlagen 11
2.1. Stadtplanung 11
2.2. Fallbeispiel Köln 12
Literaturverzeichnis 13
Abbildungen: 14
1. Die Stadt Rom
1.1. Geschichte der Stadt
Laut der allgemein bekannten Gründungssage haben Romulus und Remus, Nachfahren des Trojaners Aeneas die Stadt gegründet, nachdem sie von einer Wölfin aufgezogen worden waren. Erste latinische Siedlungen sind bereits für das 10.-9. Jh. v. Chr. nachzuweisen. Die Stadtwerdung ging vermutlich unter Tarquinius Priscus um 600 v. Chr. von statten. Zunächst ist Rom lediglich eine kleine Siedlung, die jedoch schnell wächst. Dieser stetige Zuwachs lässt Rom letzten Endes durch fortwährende Expansion zur Weltstadt anwachsen. Wie bei den meisten Stadtgründungen ist es auch in Rom die natürliche Umgebung, die optimale Voraussetzung dazu bietet. Im Einzelnen ist es der Standort an der Tiberinsel sowie der Übergang über den Fluss.
Die Entstehung eines Marktes an diesem Flussübergang, welcher schnell zu einem verkehrsreichen Punkt (später das Forum Boarium) wird, führt zu ständig neuen Ansiedlungen in der Umgebung. Zunächst werden erste befestigte Siedlungen auf den Hügeln errichtet, die eine gute Kontrolle des Flussübergangs ermöglichen. Erst später erstreckt sich der Bau der Stadt auf alle sieben Hügel, aufgeteilt in vier Stadtteile:
- Suburbana
- Esquilina
- Collina
- Palatina1
Durch die Trockenlegung der Sümpfe mithilfe eines ausgeklügelten Kanalsystems (Cloaka Maxima) entsteht ein neues wirtschaftliches Zentrum, das Forum Romanum. 387 v. Chr. mit der gallische Invasion wird fast die ganze Stadt zerstört. Mit dem Wiederaufbau erfolgt eine Erweiterung der Stadt auf 426 ha mit neuer Stadtmauer. Mitte des 3. Jh. ist Rom mit 285 ha die größte Stadt der italischen Halbinsel. Erste Gebäude werden auf dem Marsfeld errichtet (221 v. Chr. Circus Flaminius, 50 v. Chr. Theatrum Pompeji). 4 Das Forum Romanum wird immer weiter ausgebaut; die erste Basilika wird 184 v. Chr. errichtet, es ist die Basilika Portia. Mit Beginn der Kaiserzeit steigt die Bautätigkeit enorm an. Es entstehen Platzprobleme, welche zu dem Abriss alter Bauten führen, um Platz für Neue zu schaffen.
Mit dem Bau des ersten kaiserlichen Palastes wird auf dem Palatin begonnen. Auch die private Bautätigkeit nimmt langsam zu. Man geht zu dem Bau von mehrstöckigen Wohnhäusern über, um dem drohenden Platzmangel aus dem Wege zu gehen. Um die Jahrtausendwende hat Rom ca. eine halbe Million Einwohner. Durch den, vermutlich von Kaiser Nero verursachten großen Brand von 64 n. Chr., verändert sich das Stadtbild.
Zerstörte Stadtteile werden nach systematisch geplanten Entwürfen wieder aufgebaut. Es werden regelmäßige Häuserzeilen und breite Strassen angelegt. Eine Beschränkung der Bauhöhe der Häuser wird festgelegt, sowie die Verwendung von feuerfester Bausubstanz vorgeschrieben.
Zeitgleich mit dem Gipfel der Macht des römischen Reiches, erreicht dessen Hauptstadt im 3. Jh. n. Chr. den Höhepunkt seiner Entwicklung. Die Stadt erscheint in ihrer Anlage geschlossen und endgültig. Zwei der letzten bedeutenden öffentlichen Bauwerke Roms entstehen in dieser Zeit:
- die Thermen des Caracalla
- die Konstantinsbasilika
Im Laufe der Zeit kommt es zu einer Abwendung von der klassischen Ausgewogenheit von Struktur und schmückenden Details. Bildhauerei und Malerei werden unwichtiger. Die Bautechnik ist in der Ausführung einiger Gewölbe weit fortgeschritten(z.B. das Pantheon). Nach der Verlagerung der Hauptstadt des römischen Reiches nach Byzanz, entstehen keine großen öffentlichen Bauwerke in Rom mehr.
1.2. Architektur
Das Werk des Vitruvius Pollio „De architectura“ gilt in der Antike als Leitfaden und Lehrbuch für römische Baumeister. Vitruv sieht den Hellenismus als den Höhepunkt der Baukunst an. Zunächst wurde von den Baumeistern der griechische Stil lediglich Kopiert. Später entwickelten sie einen eigener Stil:
- Sie ergänzten die klassischen Säulenordung
durch die toskanische und
die komposite Ordnung2
- Neue Baustoffe wurden entdeckt
- neue Form der Halle entworfen, z.B. die Basilika als
Versammlungsraum, Markt- u. Lagerhalle, meist dreischiffig,
z.T. mit Satteldach, Tonnengewölb oder hölzernem Dachstuhl
- Die Technik der Gewölbe (Tonnengewölbe), Kuppeln wird
immer ausgereifter
- Entstehung von Funktionsbauten
Technisch sind die römischen Baumeister den Griechen inzwischen weit überlegen, z.B. was
die Aquädukte und Kuppeln angeht.
1.2.1. Bauten des politischen Lebens
[...]
1 Siehe Abb. 1
2 Siehe Abb. 2
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