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Das Bürgerliche Trauerspiel bei Schiller und Lessing

Intermediate Examination Paper, 1999, 19 Pages
Author: Nina van Gemmern
Subject: German Studies - Modern German Literature

Details

Category: Intermediate Examination Paper
Year: 1999
Pages: 19
Grade: 2,0 (gut)
Language: German
Archive No.: V7257
ISBN (E-book): 978-3-638-14570-1

File size: 194 KB
Notes :
Es handelt sich hier um eine Zwischenprüfungsarbeit. Themen: Kabale und Liebe, Miss Sara Sampson, Emilia Galotti.151 KB



Excerpt (computer-generated)

Das Bürgerliche Trauerspiel bei Schiller und Lessing

von Nina van Gemmern


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Das Bürgerliche Trauerspiel:
Versuch einer historischen und theoretischen Abgrenzung

1. Begriffsbestimmung
2. Entstehung und ausländische Einflüsse
3. Blüte - wichtigste Vertreter - Aussterben

II. Das Bürgerliche Trauerspiel am Beispiel von Schillers 
"Kabale und Liebe" und Lessings "Emilia Galotti" und "Miss Sara Sampson"

1. Gemeinsamkeiten und Unterschiede
2. Zur Bürgerlichkeit der drei Stücke
3. Vergleich der drei weiblichen Hauptgestalten

III. Schlussbemerkung

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die nachfolgende Untersuchung ist das Ergebnis einer Auseinandersetzung sowohl mit dem Leben und dem bürgerlichen Trauerspiel bei Schiller und Lessing als auch mit der Theorie dieser Gattung.
Als erstes wird der Versuch unternommen, den Leser mit der Theorie und der Geschichte des "Bürgerlichen Trauerspiels" bekannt zu machen. Diese Gattung wollte ich geschichtlich verfolgen: Vor welchem geistesgeschichtlichen Hintergrund ist sie entstanden? Welche Bedeutung hatte sie zur Zeit ihrer Entstehung? Und welche waren ihre Hauptvertreter und deren Ziele?
Es wird auf die drei bürgerlichen Trauerspiel, deren Inhalte bzw. Hauptmerkmale kurz hingewiesen.
Zum Schluß werde ich anhand der Ergebnisse, zu denen ich kommen werde, zeigen, in welcher Beziehung die drei Werke zueinander stehen. Der Einfluß von Lessings "Sara Sampson" und "Emilia Galotti" auf Schillers "Kabale und Liebe", die Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie die Gegenüberstellung der drei "Heldinnen" werden den Kern dieses Kapitels bilden.

Das "bürgerliche Trauerspiel":

Versuch einer historischen und theoretischen Begrenzung.
Die Diskussion über das "bürgerliche Trauerspiel" bleibt immer zwecklos, solange sie nicht von konkreten Angaben ausgeht. Diese konkreten Angaben sind nichts anderes, als die historisch-geistigen und politischen Umstände, in denen das "bürgerliche Trauerspiel" als literarisches Novum seinen Ursprung fand. Denn die Literatur ist nicht nur als Geistiges zu verstehen, sie ist vielmehr Produkt bestimmter Verhältnisse auf verschiedenen Ebenen innerhalb der einen oder anderen Gesellschaft. So kann sie auch nicht nur an und für sich leben, sondern sie ist eine der zahlreichen Episoden die einander bedingen und somit das gesamte Wissen der Menschheit bilden.

I. Begriffsbestimmung

Es ist nicht zu bestreiten, daß das "bürgerliche Trauerspiel im 18.Jahrhundert ein vollkommenes Novum war. Gewiß kannte man das dramatische Genre, die Tragödie seit der griechischen Antike, dennoch bildet das "bürgerliche Trauerspiel" eine Zäsur, hinter welcher ganz neue Merkmale und Aspekte dieser Gattung entstehen. Aber worin liegt diese Novität? Was war an dieser Gattung so ungewöhnlich und so bemerkenswert, daß man sie als Novum betrachtet?

[...]


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