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Bericht zum Pädagogischen Einführungspraktikum

Internship Report, 2005, 22 Pages
Author: Friederike Schmidt
Subject: Pedagogy - The Teacher

Details

Category: Internship Report
Year: 2005
Pages: 22
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 2  Entries
Language: German
Archive No.: V72623
ISBN (E-book): 978-3-638-72264-3

File size: 144 KB

Abstract

Von den Studierenden des Faches Lehramt an der Universität Dortmund wird während des Grundstudiums ein vierwöchiges „Pädagogisches Einführungs-praktikum“ abverlangt, das ihnen einen tiefgehenden Einblick in den Lehrerberuf einbringen soll. Dabei ist es Aufgabe der Studierenden, ausgehend aus der Lehrer-perspektive, sich mit dem Berufsfeld Schule auseinander zu setzen. Die ebenfalls im Grundstudium angebotenen Seminare wie „Einführung in die Schulpädagogik“, „Einführung in die Allgemeine Didaktik“, „Einführung in die Erziehungswissenschaften“ und „Einführung in die Unterrichts- und Erziehungs-wirklichkeit“ dienen der Grundlagengebung für die im Lehrerberuf anzuwendenden didaktischen Modelle und nicht zuletzt der Durchführung einer Unterrichtsplanung. Das Praktikum ermöglicht es den Studierenden die Studienwahl, und damit die Entscheidung für den späteren Beruf, zu reflektieren und diese gegebenenfalls zu überdenken. Die Wahl meiner Praktikumsstelle ergab sich durch mehrere Begebenheiten. Zunächst besuchte ich während meiner Schulzeit ein Gymnasium und wollte diesbezüglich an einer Gesamtschule, die ebenfalls meine Berufsstätte werden kann, hineinschnuppern. So konnte ich Erfahrung mit dem Aufbau, den Anforderungen und dem Niveau einer Gesamtschule machen. Des Weiteren wollte ich nicht durch die Optionen entweder Sekundarstufe I oder II eingeschränkt werden - insbesondere, weil mein Zweitfach Psychologie (Erstfach Deutsch) an einer Schule in meiner Nähe nicht angeboten wurde. Zuletzt fand ich die Herausforderung interessant mich in die Schule zu begeben, die sich in der von Dortmundern als Ghetto bezeichneten Gegend befindet. Der Ort Scharnhorst ist dafür bekannt, dass ihn Menschen der unterschiedlichsten Ländern und Kulturen bewohnen – sozusagen der „Big Apple“ Dortmunds. Ich versprach mir von dieser Praktikumsstelle eine Anhäufung von Problemen, und damit einen guten Einblick in Bewältigung eben dieser, wie sie mir andere Schulen nicht bieten können, da sie nicht dieselben Voraussetzungen bieten.


Excerpt (computer-generated)

Bericht zum Pädagogischen Einführungspraktikum

von

Marcel Backhaus

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Wahl der Praktikumsschule
1.2 Erste Eindrücke von der Praktikumsschule
1.3 Erinnerung an eigene wichtige Schulerfahrungen

2 Berufsanforderungen und Berufswahlmotivation

2.1 Anforderungen im Lehrerberuf
2.2 Berufswahlmotivation

3 Beobachtung zu einem schulpädagogischen Thema: Personenzentrierter Unterricht

3.1 Begründung des Beobachtungsschwerpunktes
3.1 Beobachtung

4 Erste Erfahrungen mit der Lehrerrolle und der Gestaltung von Unterricht

4.1 Kontakt zu den Schülern
4.2 Unterrichtsplanung und Unterricht
4.3 die kurzweilige Lehrerrolle

5 Resümee

Literaturverzeichnis

Anhang

 


1 Einleitung

1.1 Wahl der Praktikumsschule

Von den Studierenden des Faches Lehramt an der Universität Dortmund wird während des Grundstudiums ein vierwöchiges „Pädagogisches Einführungspraktikum“ abverlangt, das ihnen einen tiefgehenden Einblick in den Lehrerberuf einbringen soll. Dabei ist es Aufgabe der Studierenden, ausgehend aus der Lehrerperspektive, sich mit dem Berufsfeld Schule auseinander zu setzen. Die ebenfalls im Grundstudium angebotenen Seminare wie „Einführung in die Schulpädagogik“, „Einführung in die Allgemeine Didaktik“, „Einführung in die Erziehungswissenschaften“ und „Einführung in die Unterrichts- und Erziehungswirklichkeit“ dienen der Grundlagengebung für die im Lehrerberuf anzuwendenden didaktischen Modelle und nicht zuletzt der Durchführung einer Unterrichtsplanung. Das Praktikum ermöglicht es den Studierenden die Studienwahl, und damit die Entscheidung für den späteren Beruf, zu reflektieren und diese gegebenenfalls zu überdenken.

Die Wahl meiner Praktikumsstelle ergab sich durch mehrere Begebenheiten. Zunächst besuchte ich während meiner Schulzeit ein Gymnasium und wollte diesbezüglich an einer Gesamtschule, die ebenfalls meine Berufsstätte werden kann, hineinschnuppern. So konnte ich Erfahrung mit dem Aufbau, den Anforderungen und dem Niveau einer Gesamtschule machen. Des Weiteren wollte ich nicht durch die Optionen entweder Sekundarstufe I oder II eingeschränkt werden - insbesondere, weil mein Zweitfach Psychologie (Erstfach Deutsch) an einer Schule in meiner Nähe nicht angeboten wurde.
Zuletzt fand ich die Herausforderung interessant mich in die Schule zu begeben, die sich in der von X.ern als Ghetto bezeichneten Gegend befindet. Der Ort X. ist dafür bekannt, dass ihn Menschen der unterschiedlichsten Ländern und Kulturen bewohnen – sozusagen der „Big Apple“.Ich versprach mir von dieser Praktikumsstelle eine Anhäufung von Problemen, und damit einen guten Einblick in Bewältigung eben dieser, wie sie mir andere Schulen nicht bieten können, da sie nicht dieselben Voraussetzungen bieten.

1.2 Erste Eindrücke von der Praktikumsschule

Mein erster Eindruck von der Gesamtschule X. war sehr positiv. Das Schulgebäude begrüßte mich einem sehr großen Schulhof, der sowohl für die jüngeren als auch für die älteren Schüler1 gut angelegt war, da es sowohl verschiedene Sportmöglichkeiten, aber auch Ruhestätten und Rückzugsmöglichkeiten bot. Als ich diesen Schulhof mit seinem eigenen Sportplatz zum ebenfalls großen Gebäudekomplex überquerte, sah ich allmählich wie verwinkelt und bunt die Schule gestaltet war. Beim Betreten des Gebäudes fielen mir die zahlreichen Aufgänge auf. Für einen Außenstehenden wirkte dieser Anblick sehr verwirrend, für die jeweiligen Schüler allerdings war ihr entsprechender Aufgang ein Weg in ihr Reich.
Von diesem Punkt aus fragte ich mich bis zum Sekretariat durch, wobei mich die Schüler sehr zuvorkommend und höflich Auskunft gaben. Die Schule hatte unseren ersten Tag an der Praktikumsstelle sehr zufrieden stellend organisiert. Wir, die Praktikanten1, wurden herzlich von den Betreuern1 in Empfang genommen. Zunächst wurden wir den Lehrern1 vorgestellt wurden, anschließend begaben wir uns in einen Raum nahe des Lehrerzimmers und erhielten dort von den Betreuern eine Broschüre, die uns die Schule, die wir die nächsten vier Wochen besuchen werden sollten, näher beschrieben wird. Darin werden zum einen die pädagogischen Ziele der Schule vorgestellt, zum anderen aber auch die vielfältigen Angebote für die Schüler der Gesamtschule-X..

Zu den pädagogischen Zielen der Gesamtschule X. zählen:

● Die Schüler zu Selbstständigkeit führen
● Die Schüler zu einem menschlichen Miteinander erziehen
● Schüler zu integrieren statt auszusondern
● Sprachliche Förderung
● Trainieren der mündlichen und schriftliche Ausdrucksfähigkeit

Diese Ziele sollte für die nächsten vier Wochen verstärkt mein Augenmerk auf die Herangehensweise der Schule lenken. Anschließend wurde uns ein Zettel ausgehändigt, auf dem Hilfestellungen für unseren Aufgabenbereich aufgelistet, die Telefonnummer für eine mögliche Krank-meldung und ein weiterer Besprechungstermin notiert waren. Die Praktikumsbetreuer hatten uns schon zuvor, den Fächern entsprechend, zu je zwei Praktikanten jeweils zwei Lehrer zugeteilt, die wir die folgenden vier Wochen begleiten sollten. Dementsprechend erhielten wir die Stundenpläne der jeweiligen Lehrer. Nach Absprache mit diesen konnten wir verschiedene Klassen besuchen, beobachten und unterrichten. Es stand uns dennoch zur Verfügung uns anderen Lehrern anzuschließen, nachdem wir diese gefragt hätten.

Beeindruckt war ich von der großen Bereichsbibliothek X.s, die an das Schulgebäude angrenzt und dadurch von den Schülern jederzeit betretbar ist. Die Schüler sind somit in der Lage selbst in den Pausen zum Lesen in die Bibliothek zu gehen, sich über die Ferien ein Buch auszuleihen, sowohl für den privaten als auch für den schulischen Bereich. Denn die Bibliothek ist nicht nur mit Fachliteratur, sondern auch mit Romanen, Zeitschriften, etc. ausgestattet. Auch die vielseitigen AG-Angebote freuten mich – so hat jeder Schüler die Gelegenheit seine Interessen zu verfolgen, Talente herauszufinden und zu entwickeln.
Zu den AG’s der Gesamtschule X. zählen z.B.:

[...]


1 Im Verlauf des weiteren Textes wird aus Gründen der Vereinfachung auf die Nennung beider Geschlechter verzichtet. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sowohl Frauen als auch Männer angesprochen, wenn das Geschlecht durch den Inhalt spezifisiert wird.


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