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Hausarbeit, 2000, 12 Seiten
Autor: Iris Baumgärtel
Fach: Soziologie - Methodologie und Methoden
Details
Institution/Hochschule: Universität Konstanz (Fachbereich Geschichte und Soziologie)
Tags: Erhebung, Verlaufsspuren, Kontinuierliche, Fernsehzuschauerforschung, Einschaltquoten, Methoden, Sozialforschung, I+II
Jahr: 2000
Seiten: 12
Note: 1
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-14575-6
Dateigröße: 166 KB
Schriftliche Ausführung des Referats.124 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Das Fernsehen ist heutzutage zweifelsohne eines der wichtigsten Unterhaltungs- und Informationsmedien. Mit der Einführung des Dualen Rundfunksystems mitte der 1980-er Jahre veränderte sich das Fernsehverhalten dahingehend, daß sich der Zuschauer nun aus einer viel größeren Auswahl an Sendern und Sendungen verschiedener Genres sein persönliches Programm den individuellen Interessen entsprechend zusammenstellen kann. Das Fernsehen wandelte sich jedoch tendenziell vom Informations- zum Unterhaltungs- und Werbemedium. Durch den zunehmenden Wettbewerb und die Konkurrenz innerhalb der Fernsehlandschaft ist das Interesse der Sender, ihr Programm möglichst effektiv und gewinnmaximierend zu gestalten, natürlich heute aktueller denn je. Die Fernsehforschung dient nun dazu, die Vielfalt der Anbieter überschaubar und miteinander vergleichbar zu machen. Die Ursprünge der Fernsehforschung liegen schon in den Anfängen des Fernsehens selbst. Bis 1974 war in Deutschland die gängige Erhebungsebene die sogenannte „Einschaltquote“. Dieser Begriff ist zwar auch heute noch geläufig, doch wird er den modernen, viel komplexeren Erhebungsformen nicht mehr gerecht. Die Einschaltquote erfasste nämlich nur die relative Gerätenutzung, d.h. den Prozentanteil der Haushalte mit eingeschaltetem Fernsehgerät. Ab 1975 begann man mit der personenbezogenen Messung, dem „personal meter“ mittels teleskopie-System, welches im Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender (ARD, ZDF) unter anderem vom Institut für Demoskopie in Allensbach entwickelt wurde. Durch dieses System konnte nun die Sehbeteiligung* im Zeitverlauf dargestellt werden, wodurch auch der Werbung neue Möglichkeiten der Effizienzsteigerung eröffnet wurden.
Textauszug (computergeneriert)
Erhebung von Verlaufsspuren
- Kontinuierliche Fernsehzuschauerforschung und Einschaltquoten
von Iris Baumgärtel
Inhalt
Einführung
I. Warum kontinuierliche Fernsehzuschauerforschung?
II. Durchführung der Erhebung
1. Die Beteiligten
2. Aufbau und Steuerung des Panels
3. Die Messung
4. Datenverarbeitung und Auswertung
Abschlussbemerkung
Begriffserläuterungen
Literatur
Einführung
Das Fernsehen ist heutzutage zweifelsohne eines der wichtigsten Unterhaltungs- und Informationsmedien. Mit der Einführung des Dualen Rundfunksystems mitte der 1980-er Jahre veränderte sich das Fernsehverhalten dahingehend, daß sich der Zuschauer nun aus einer viel größeren Auswahl an Sendern und Sendungen verschiedener Genres sein persönliches Programm den individuellen Interessen entsprechend zusammenstellen kann. Das Fernsehen wandelte sich jedoch tendenziell vom Informations- zum Unterhaltungs- und Werbemedium. Durch den zunehmenden Wettbewerb und die Konkurrenz innerhalb der Fernsehlandschaft ist das Interesse der Sender, ihr Programm möglichst effektiv und gewinnmaximierend zu gestalten, natürlich heute aktueller denn je. Die Fernsehforschung dient nun dazu, die Vielfalt der Anbieter überschaubar und miteinander vergleichbar zu machen.
Die Ursprünge der Fernsehforschung liegen schon in den Anfängen des Fernsehens selbst. Bis 1974 war in Deutschland die gängige Erhebungsebene die sogenannte "Einschaltquote". Dieser Begriff ist zwar auch heute noch geläufig, doch wird er den modernen, viel komplexeren Erhebungsformen nicht mehr gerecht. Die Einschaltquote erfasste nämlich nur die relative Gerätenutzung, d.h. den Prozentanteil der Haushalte mit eingeschaltetem Fernsehgerät.
Ab 1975 begann man mit der personenbezogenen Messung, dem "personal meter" mittels teleskopie-System, welches im Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender (ARD, ZDF) unter anderem vom Institut für Demoskopie in Allensbach entwickelt wurde. Durch dieses System konnte nun die Sehbeteiligung* im Zeitverlauf dargestellt werden, wodurch auch der Werbung neue Möglichkeiten der Effizienzsteigerung eröffnet wurden.
I. Warum kontinuierliche Fernsehzuschauerforschung?
Bevor wir uns der praktischen Durchführung der Erhebungen zuwenden, stellt sich natürlich die Frage, welche Bedeutung diese im Einzelnen haben und für welche Bereiche die gewonnenen Informationen genutzt werden können.
Die Fernsehzuschauerforschung liefert, kurz gesagt, Aufschluß darüber, wer wann was wie lange im Fernsehen verfolgt. Diese Informationen erlauben es zum einen den einzelnen Sendern, ihre Programmplanung nach der Nutzung der Programme und den Zielgruppen effizient auszurichten. In gleicher Art und Weise profitieren die Anbieter von Waren und Dienstleistungen von den Ergebnissen der Untersuchungen. Die Werbeagenturen sind durch die Studien in der Lage, Zielgruppen zu generieren, das heißt, einzelne Personen Gruppen zuzuordnen, wie zum Beispiel nach Alter, Geschlecht oder Interessengebieten. So können die Spots der unterschiedlichsten Produkte exakt im Programm nach Sendung und Sendezeit plaziert werden, so daß sie die betreffenden Personengruppen erreichen und ansprechen können.
Schließlich werden während der Langzeitstudie die Panelstrukturen laufend aktualisiert, da sich die Muster des Zuschauerverhaltens ständig verändern. Bestand noch vor einigen Jahren eine stärkere Senderbindung, nahm mit der größeren Sendervielfalt durch die Privatsender auch das "Zappingverhalten" zu: Heute werden weniger Programme, sondern eher einzelne Sendungen angeschaut.
[...]
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