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Alice Salomon und deren Bedeutung für die Soziale Arbeit

Termpaper, 2006, 13 Pages
Author: Stefanie Reck
Subject: Social Pedagogy / Social Work

Details

Category: Termpaper
Year: 2006
Pages: 13
Grade: 1,8
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: German
Archive No.: V73268
ISBN (E-book): 978-3-638-74074-6

File size: 162 KB


Excerpt (computer-generated)

Evangelische Fachhochschule Nürnberg, Fachbereich Sozialwesen
Fach 2.4 „Geschichte der Sozialen Arbeit“
Wintersemester 2006/07, Fachsemester: 1

Alice Salomon und deren Bedeutung für die Soziale Arbeit

von

Stefanie Reck

 


Gliederung

1. Einleitung S. 3

2. Hauptteil S. 3

2.1 Biografie S. 3

2.1.1 Kindheit und Jugend S. 3
2.1.2 Der Wendepunkt in Alice Salomons Leben S. 4
2.1.3 Studium S. 5
2.1.4 Internationales Engagement und soziale Frauenschule S. 5
2.1.5 Emigration und einsames Lebensende S. 7

2.2 Alice Salomons theoretische Beiträge zur Sozialen Arbeit S. 7

2.2.1 Der Begriff „Soziale Arbeit“ nach Alice Salomon S. 8
2.2.2 Soziale Ausbildung S. 9
2.2.3 Methoden sozialer Arbeit S. 9

2.3 Bedeutung für die Soziale Arbeit und Verknüpfung zur heutigen Zeit S. 11

3. Fazit / Ausblick S. 12

4. Literaturverzeichnis S. 13



 

1. Einleitung

Ich habe mich für dieses Thema entschieden, weil Alice Salomon, die Begründerin des sozialen Frauenberufs und Pionierin der Professionalisierung der Ausbildung in der Sozialen Arbeit, mein Interesse geweckt hat. Da ich als Frau in Zukunft einem Beruf im Feld der Sozialen Arbeit nachgehen werde, ist es wichtig für mich nachzuvollziehen, wie sich die Rolle der Frau in diesem Berufsfeld, eben auch geprägt durch die Arbeit Alice Salomons, entwickelt hat. Ich finde es spannend, mehr über diese bedeutende Frau und ihre Bedeutung für die Soziale Arbeit zu erfahren, auch weil sie heute leider schon fast in Vergessenheit geraten ist, obwohl erst vor relativ kurzer Zeit, im Jahr 1993, die Fachhochschule für Sozialarbeit in Berlin in „Alice Salomon Fachhochschule“ umbenannt wurde. Mein Ziel ist es, ihr Leben, ihre theoretischen Beiträge, sowie ihre Bedeutung für die moderne Soziale Arbeit in meiner Hausarbeit deutlich zu machen. Daher ist meine Hausarbeit in die drei groben Teile „Biographie“, „Alice Salomons theoretische Beiträge zur Sozialen Arbeit“ und die „Bedeutung für die Soziale Arbeit und Verknüpfung zur heutigen Zeit“ gegliedert. Für die in der Hausarbeit verwendete Literatur habe ich mich entschieden, weil ich der Meinung bin, dass Alice Salomon und ihr Wirken in diesen Büchern umfassend und anschaulich widergespiegelt wird.

2. Hauptteil

2.1 Biografie

2.1.1 Kindheit und Jugend

Alice wird am 19. April 1872 als Tochter eines wohlhabenden, jüdischen Kaufmanns in Berlin geboren. Ihre Mutter, Anna Salomon, geborene Potocky-Nelken, stammt aus einer der reichsten jüdischen Bankiersfamilien Deutschlands. Alice wächst mit vier weiteren Geschwistern, von denen einer stirbt als sie gerade acht Jahre alt ist, in Berlin auf. Sie fühlt sich als das „hässliche Entlein der Familie“1. Mit knapp sechs Jahren wird sie in eine private evangelische Mädchenschule gegeben, die sie sehr gerne besucht. Ihre Eltern vereinbaren mit der Schule allerdings, dass Alice nur am Religionsunterricht teilnehmen soll, solange das Alte Testament besprochen wird – diese Vereinbarung wird von der Schule aber nicht eingehalten und der spätere Versuch Alices Eltern, sie zum Judentum zu bekehren, scheitert. Als sie dreizehn ist, stirbt ihr Vater und die Familie muss aus finanziellen Gründen in eine kleine Mietwohnung umziehen. Mit 15 verlässt Alice die Schule und „tat was sie konnte, um sich weiterzubilden und nützliche Dinge zu lernen“2. In dieser Zeit ist sie auf der Suche nach dem Sinn des Lebens3 und fühlt sich sehr unglücklich – dennoch scheint diese Zeit entscheidend für ihre weitere Laufbahn zu sein. Ihre Tage verbringt sie mit Sticken, Blumengießen oder Klavierspielen, „zudem galt es noch als ausgemacht, dass Mädchen heiraten sollten (...) so hatte das ganze Mädchendasein etwas Provisorisches...“4
Alice möchte gerne Lehrerin werden, doch ihre Familie stellt sich gegen sie. Drei Jahre nachdem ihr Vater verstorben ist, stirbt nun auch eine ihrer Schwestern und „der Lebensmut der Mutter war gebrochen“5. Von nun an kümmert sich Alice fürsorglich um ihre Mutter.

2.1.2 Der Wendepunkt in Alice Salomons Leben

„Ein Stück bedrucktes Papier“6 gibt ihrem Leben die entscheidende Wende. Sie erhält am 5.12.1893 eine Einladung zur Gründungsversammlung der „Mädchen und Frauengruppe für soziale Hilfsarbeit“. Es sollte dort freiwillige Hilfe, zum Beispiel in Krippen oder Waisenhäusern, geleistet werden. Alice wird Mitglied und bezeichnet diese Tätigkeit als „Arbeit, bei der sie sich nötig fühlen konnten“7 und die ihr einen Lebensinhalt schenkt. Die ersten Tätigkeiten von Alice, die sie im sozialen Bereich ausübt, sind die Betreuung eines Horts für Mädchen und Hausbesuche bei Menschen, die einen Unterstützungsantrag bei der Auskunftsstelle für Wohlfahrtsanstalten gestellt haben. Jeanette Schwerin, Vorsitzende der Mädchen und Frauengruppe, wird zu ihrer mütterlichen Mentorin und bringt Alice in Kontakt zur nationalen und internationalen Frauenbewegung – von ihr bekommt sie die Anerkennung, die ihr von ihrer Mutter fehlt.
1898 wird Alice anstelle der kranken Jeanette Schwerin zum Treffen des BDF (Bund der deutschen Frauenvereine) geschickt und setzt dort ihre Schwerpunkte auf praktische Soziale Arbeit, die Frauenbewegung und internationale Arbeit. 1899 wird sie nach dem Tod Jeanette Schwerins Vorsitzende der Berliner Gruppen. Noch im selben Jahr eröffnet sie den ersten Jahreskurs für „ehrenamtliche Wohlfahrtspflege“, was den Grundstein der beruflichen Sozialarbeit darstellt. Mit 29 Jahren wird sie jüngstes Mitglied des Vorstands des BDF, in dem unter anderem Helene Lange beschäftigt ist, und steigt später (1920) zur stellvertretenden Vorsitzenden auf.

2.1.3 Studium

[...]


1 Salomon, 1983, S. 16

2 Peyser 1958, S. 18

3 vgl. Peyser 1958, S. 18

4 Salomon 1928, S. 8, in Berger 1998, S. 19

5 Berger 1998, S. 16

6 Salomon 1928, S. 8, in Berger 1998, S. 19

7 Salomon 1913, S. 4, in Berger 1998, S. 21


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