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Über Peter Handke: "Die Stunde der wahren Empfindung"

Seminararbeit,  2003, 17 Seiten
Preis: 4,99 EUR (E-Book)
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Details zum Text

Beschreibung

Veranstaltung:
Die Rezeption des Werkes von Peter Handke
Institution / Hochschule:
Autor:
Archivnummer:
V73329
ISBN (E-Book):
978-3-638-74119-4
DOI:
10.3239/9783638741194
Dateigröße:
95 KB

Kategorie:
Seminararbeit
Jahr:
2003
Seiten:
17
Bibliografie:
~ 14   Einträge
Note:
1,7
Sprache:
Deutsch

Schlagworte:

Zusammenfassung / Abstract

Keine Zusammenfassung vorhanden

Textauszug (computergeneriert)

Universität Paderborn, WiSe 2002/2003
Proseminar: Die Rezeption des Werkes von Peter Handke

Über Peter Handke: "Die Stunde der wahren Empfindung"

von

Annika Wakup

 


Inhalt

1. Vorworte 3

1.1 Schritt eins: Die Arbeit mit dem Primärtext 3
1.2 Schritt zwei: Die Beschäftigung mit Sekundärliteratur 3

2. Schwerpunktthemen 5

2.1 Der Sinn 6
2.2 Der Tod 8
2.3 Die Neuentdeckung der Gefühle 10

3. Was ist die Stunde der wahren Empfindung? 11

4. Schlusswort 15

5. Quellenangaben 17
 


 

1. Vorworte

1.1 Schritt eins: Die Arbeit mit dem Primärtext

Zu Beginn einer Beschäftigung mit der Rezeption des Werkes eines Autors muss logischerweise die Auseinandersetzung mit dem Primärtext stehen. In diesem Fall ist dies „Die Stunde der wahren Empfindung“ von Peter Handke und schon bei dem Versuch, die Gattung zu definieren steht der Leser vor einem Problem. Ist es ein Roman, eine Erzählung oder noch etwas Anderes?
Das Buch ist gattungsspezifisch genau so ein Sonderfall wie der Autor Handke an sich. Man kann ihn spontan ablehnen oder mögen. Im ersten Fall wird man nach der Lektüre der „Stunde der wahren Empfindung“ ungehalten den Kopf schütteln und nichts erfahren haben. Im zweiten Fall, wird die Zuneigung zur Geschichte Gregor Keuschnigs - der eines Nachts einen Traum hat, der seine bisherige Lebensweise in Frage stellt - und zum Stil Handkes zu einer intensiveren Beschäftigung mit dem Buch und zum Versuch, die Handlung zu analysieren und verschiedenartig zu deuten, führen. Wenn dem so ist, dann ist es sinnvoll, sich neue Denkanstöße durch Rezensionen zu holen und an diesem Punkt kommen die Literaturkritiker ins Spiel.

1.2 Schritt zwei: Die Beschäftigung mit Sekundärliteratur

Sobald ein neues, vielversprechendes Buch erscheint oder ein Buch, dessen Autor in der Regel für ambivalente Presse sorgt, erscheint in diversen Zeitungen auch immer eine Fülle von Kritiken zu diesem Werk. Diese Rezensionen haben meist nicht nur rein informativen Charakter sondern unterliegen stark der Subjektivität der Literaturkritiker, die untereinander teilweise einen regelrechten Diskurs betreiben.
Peter Handke ist ein Autor, an dem die Meinungen auseinandergehen und der das Lager der Literaturkritiker spaltet. Es gibt „Handke-Fans“ und „Handke-Gegner“, wie zum Beispiel Marcel Reich-Ranicki, der es sich zu einem Grundsatz gemacht zu haben scheint, konsequent negative Kritiken über Peter Handkes Werke zu schreiben. Das Interessante ist, dass die Kritiker, die Handke befürworten und die, die ihn ablehnen dies meist aus denselben Gründen tun und auch dieselben Aspekte in ihren Rezensionen ansprechen.
Ein ganz großer Kritikpunkt an oder Pluspunkt von Handke – je nachdem wen man fragt - ist zum Beispiel seine Sprache. Von den einen als „brillant formuliert“1 oder „flüssig leicht“2 bezeichnet, wirkt sie auf andere nur „sachlich nah-distanziert“3 oder “belanglos“.4 Die poetische Leichtigkeit, die einige Kritiker an der Erzählweise Handkes schätzen, tadeln andere wiederum als unmodernen, hohen Ton.
Auch der Erzählstil Peter Handkes wird von den Kritikern ebenso geliebt wie gehasst. Zu der „Stunde der wahren Empfindung“ schreibt Hellmuth Karasek: „Der Action-Film läuft im Kopf und nicht auf der Straße ab“.5 Dies ist bezeichnend für Handke, in dessen Erzählungen die Innen- und Außenwelt sich oft gegenüberstehen und es passieren kann, dass die Haupthandlung tatsächlich im Kopf der Protagonisten stattfindet.
Ein weiterer häufiger Streitpunkt an Handkes Werken ist die Religiosität, die einige Kritiker in ihnen sehen und stark bemängeln. Auf „Die Stunde der wahren Empfindung“ trifft dies jedoch nicht zu.
In Bezug auf „Die Stunde der wahren Empfindung“ haben die Literaturkritiker in ihren Rezensionen weiterhin versucht, die Themen des Buches herauszuarbeiten und zu deuten. Im Großen und Ganzen kann man von drei Hauptthemen ausgehen, die bei allen Rezensenten genannt, aber verschiedenartig gedeutet werden.

2. Schwerpunktthemen

[...]


1 Grack, Günther: Der Traum ein anderer Mensch zu werden. In: Der Tagesspiegel (27.4.1975)

2 Neumann, Harry: Protokolle aus Paris. Peter Handkes neue Träume. In: Saarbrücker Zeitung (1.5.1975)

3 Nagel, Wolfgang: Peter Handkes Stunde der wahren Empfindung. In: Münchner Merkur (19.3.1975)

4 Scheller, Wolf: Herr Keuschnig träumt von Mord. In: Wormser Zeitung (15.5.1975)

5 Karasek, Hellmuth: Worte für Gefühle von gestern. In: Der Spiegel (7.4.1975)

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