Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Termpaper, 2006, 25 Pages
Author: Olivia Müller
Subject: German - Miscellaneous
Details
Institution/College: University of Siegen (Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften)
Tags: Gilmore, Girls, Mutter-Tochter-Beziehung, Emily, Lorelai, Beverly, Hills, California, Geschlechterkonstruktion, US-amerikanischen, Serien
Year: 2006
Pages: 25
Grade: 1,5
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-63453-3
ISBN (Book): 978-3-638-67581-9
File size: 182 KB
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
Die Gilmore Girls. Das ist eine kleine Gruppe von Frauen aus drei Generationen: Emily (die Mutter von Lorelai und die Großmutter von Rory), Lorelai (die Toch-ter von Emily und die Mutter von Rory), und Rory (die Tochter von Lorelai und die Enkeltochter von Emily). Und wie in so mancher Familie werden diese Beziehungen nicht nur von Harmonie gekennzeichnet. Dies fällt insbesondere zwischen Emily und ihrer Tochter Lorelai auf, die nur allzu oft aneinander geraten. Diese von Streit und verbal verletzenden Dialogen geprägte Beziehung gilt es in dieser Hausarbeit zu analysieren. Wie ist die Mutter-Tochter Beziehung zwischen Emily und Lorelai? Dazu werde ich in Punkt 2 und 3 zunächst auf die zu betrachtenden Personen eingehen. Diese Figurenanalysen sollen die unterschiedlichen Charaktere beleuchten um schließlich die Beziehung und das Verhalten in dieser Beziehung zu verstehen und nachzuvollziehen. Die Beziehung wird schließlich in Punkt 4 analysiert. In dieser Analyse werden verschiedene Dialoge und Situationen aus der Serie exemplarisch angeführt, um mit deren Hilfe das Verhältnis von Mutter und Tochter zu reflektieren. Ist diese Beziehung so, wie sie auf den ersten Blick zu sein scheint? Mag Lorelai Emily wirklich so wenig, wie sie es stets behauptet? Haben sie in der Tat ein ausschließlich schlechtes Verhältnis? Liegt die Begründung des schlechten Verhältnisses in der Vergangenheit, also in der Kindheit von Lorelai? War und ist Emily wirklich so grausam, wie es Lorelai darstellt? Mögen sich Mutter und Tochter wirklich so wenig, wie es die Dialoge beim Abendessen wiederzuspiegeln scheinen? Oder verbirgt sich hinter dieser scheinbaren Offensichtlichkeit der gegenseitigen Verachtung doch mehr? Vielleicht sogar eine gegenseitige Sympathie? Diesen Fragen möchte ich in meiner Hausarbeit nachgehen und schließlich in dem letzten Punkt, dem Fazit, versuchen, Antworten darauf zu geben.
Excerpt (computer-generated)
Universität Siegen, Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften
Veranstaltung: Von „Beverly Hills 90210“ zu „O.C. California“.
Geschlechterkonstrukte in US-amerikanischen (Jugend-)Serien
WS 2005 / 2006, 3. Fachsemester
Gilmore Girls -
Die Mutter-Tochter-Beziehung zwischen Emily und Lorelai
von: Olivia Müller
Gliederung
1. EINLEITUNG 1
2. EMILY GILMORE 2
3. LORELAI GILMORE 8
4. DIE MUTTER-TOCHTER-BEZIEHUNG ZWISCHEN EMILY UND LORELAI 14
5. FAZIT 21
6. QUELLENVERZEICHNIS 23
1. Einleitung
Die Gilmore Girls. Das ist eine kleine Gruppe von Frauen aus drei Generationen: Emily (die Mutter von Lorelai und die Großmutter von Rory), Lorelai (die Tochter von Emily und die Mutter von Rory), und Rory (die Tochter von Lorelai und die Enkeltochter von Emily). Und wie in so mancher Familie werden diese Beziehungen nicht nur von Harmonie gekennzeichnet. Dies fällt insbesondere zwischen Emily und ihrer Tochter Lorelai auf, die nur allzu oft aneinander geraten. Diese von Streit und verbal verletzenden Dialogen geprägte Beziehung gilt es in dieser Hausarbeit zu analysieren.
Wie ist die Mutter-Tochter Beziehung zwischen Emily und Lorelai?
Dazu werde ich in Punkt 2 und 3 zunächst auf die zu betrachtenden Personen eingehen. Diese Figurenanalysen sollen die unterschiedlichen Charaktere beleuchten um schließlich die Beziehung und das Verhalten in dieser Beziehung zu verstehen und nachzuvollziehen. Die Beziehung wird schließlich in Punkt 4 analysiert. In dieser Analyse werden verschiedene Dialoge und Situationen aus der Serie exemplarisch angeführt, um mit deren Hilfe das Verhältnis von Mutter und Tochter zu reflektieren.
Ist diese Beziehung so, wie sie auf den ersten Blick zu sein scheint? Mag Lorelai Emily wirklich so wenig, wie sie es stets behauptet? Haben sie in der Tat ein ausschließlich schlechtes Verhältnis? Liegt die Begründung des schlechten Verhältnisses in der Vergangenheit, also in der Kindheit von Lorelai? War und ist Emily wirklich so grausam, wie es Lorelai darstellt? Mögen sich Mutter und Tochter wirklich so wenig, wie es die Dialoge beim Abendessen wiederzuspiegeln scheinen? Oder verbirgt sich hinter dieser scheinbaren Offensichtlichkeit der gegenseitigen Verachtung doch mehr? Vielleicht sogar eine gegenseitige Sympathie? Diesen Fragen möchte ich in meiner Hausarbeit auf den Zahn fühlen und schließlich in dem letzten Punkt, dem Fazit, versuchen, Antworten darauf zu geben.
2. Emily Gilmore
Emily Gilmore wird in ihrer ersten Szene in der Serie „Gilmore Girls“ von ihrer Tochter Lorelai besucht. Sie tritt in der ersten Folge in der 19. Minute auf. Ihr Blick beim Öffnen der Tür verrät Erstaunen. Und die folgende Frage „Ist denn schon Ostern?“1 bestätigt den Eindruck und verrät, dass ihre Tochter nicht oft vor ihrer Tür steht. Ihr Styling, ihre Kleidung, ihre Körperhaltung und ihre Sprache lassen verstehen, dass Emily aus gutem Hause kommt und machen einen sehr konservativen Eindruck. Die Haare sind gewellt nach hinten gekämmt. Ihre Frisur unterstützt ihre gepflegte Erscheinung und der perfekte Sitz des Haars spiegelt unterstützend ihren Charakter- ihre Perfektion und Liebe zum Detail – wieder. Ihre Kleidung macht mit einer schwarzen Stoffhose, der weißen Seidenbluse und dem darüber fallenden grauen Blazer einen konservativen Eindruck, der auch von dem Schmuck - einer langen dünnen goldenen Kette mit Anhänger und kleinen, dezenten Ohrringen – unterstützt wird und das Bild abrundet. Sie steht aufrecht, hat die Hände ineinander gefaltet vor dem Körper und den Kopf nach oben gerichtet. Als sie später mit Lorelai im Wohnzimmer sitzt, hat sie die Beine übereinander geschlagen und die Hände gefaltet im Schoß liegen. Sie lehnt sich nicht an, sondern sitzt mit Spannung im Rücken ganz gerade. Sie wirkt sehr kontrolliert, überaus korrekt und selbstbewusst. Lorelai bittet Emily um Geld für die Ausbildung für Rory – die Tochter von Lorelai und die Enkeltochter von Emily – die aufgrund ihrer herausragenden schulischen Leistungen eine Privatschule besuchen soll. Emily verpflichtet sich, die Schulgebühren zu bezahlen, die ihr Lorelai zurückzahlen will, dies jedoch nur unter der Bedingung, dass Lorelai und Rory von nun an jeden Freitag zu ihr und ihrem Mann Richard zum Essen kommen. Sie erpresst Lorelai damit. Emily scheint ganz genau zu wissen, was sie will und es schient ihr jedes Mittel recht zu sein, um ihren Willen durchzusetzen. Das ist jedoch eher zweitrangig, denn mit dieser Maßnahme erhofft sie sich, die Familie wieder zu vereinen und am Leben ihrer Tochter und ihrer Enkelin wieder teilzuhaben.
Emily Gilmore ist verheiratet mit Richard Gilmore, mit dem sie ihre Tochter Lorelai hat. Nachdem Lorelai mit 16 Jahren schwanger wurde, haben sich die Eltern und die Tochter völlig voneinander distanziert und Lorelai regelte von nun an ihr Leben völlig selbstständig. Die Eltern bekamen somit weder viel vom Leben ihrer Tochter noch von dem ihrer Enkelin mit. Trotz der lokalen Nähe kam die Familie nur an Feiertagen zusammen. Diese emotionale Dis- tanz soll aber nicht anhalten und so kommt es Emily gelegen, dass sie ihre Tochter und Enkelin nun jeden Freitagabend bei einem gemeinsamen Essen zu Gesicht bekommt. Emily gehört der Oberschicht an. Das Geld verdient allein ihr Mann, während sie den gesellschaftlichen Verpflichtungen nachkommt. Das kann durch verschiedene Fördervereine, durch sportliche Aktivitäten wie Golfen oder auch durch die Organisation von oder Teilnahme an Partys geschehen. Sie lässt sich regelmäßig bei wichtigen Events und Leuten blicken. So kennt sie die wichtigsten, bedeutendsten und vor allem einflussreichsten Personen, wie beispielsweise den Direktor der Privatschule, auf die Rory gehen soll, wodurch Emily gewisse Vorteile und Macht genießt. Sie ist also ein vornehmes und reiches Milieu gewohnt, dem sie angehörig ist. Diese Zugehörigkeit wird nicht nur in ihren gesellschaftlichen Aktivitäten und offensichtlichem Reichtum, der sich unter anderem in einem sehr großen Haus auszeichnet, sondern auch durch ihre Optik sichtbar nach außen getragen. Das Beste ist für Emily Gilmore gerade gut genug. Gekleidet wird sich in schönen Blusen mit Stoffhosen, passendem Blazern und auch schon mal in knielangen Röcken und geschlossenen flachen Slippern. Schmuck wird auch getragen – dies jedoch vornehm dezent. Sie trägt stets ein leichtes Make-up und die braunen Harre liegen stets perfekt. Diese Perfektion spiegelt sich auch in ihrer geraden, schon beinahe grazilen und stolzen Körperhaltung und ihrem ruhigen und kontrollierten Gang wieder. Emily benutzt eine wohl überlegte Sprache, die keine umgangssprachlichen Wörter oder Redewendungen zulässt und dessen Tonfall stets freundlich und höflich wirkt. Und das selbst dann, wenn sie in Wirklichkeit – wie so oft bei Lorelai – herumstichelt. Nur selten gerät sie in Rage, verliert die Selbstkontrolle und wird laut. Das passiert am ehesten in Auseinandersetzungen mit ihrem Mann Richard oder auch mit ihrer Tochter.
[...]
1 Gilmore Girls, erste Staffel, 1. Episode: Alles auf Anfang, 19. Minute
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Die neue Mütterlichkeit in den Medien am Beispiel der Gilmore Girls
Authors: Bakk. Andrea Ludwig, P. Schaner, S. SchwarzCommunications: Methods and Research Logic, 2007 Download as PDF-file for 17,99 EUR
Unterschiede zwischen Medienrealität und faktischer Realität am Beispiel des 'MacArthur Day'
Author: Joachim SchückCommunications: Research, Studies, Enquiries, 2002 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Berlusconi als Marionettenspieler der italienischen Gesellschaft
Author: Olivia MüllerPolitics - International Politics - Region: Western Europe, 2007 Download as PDF-file for 6,99 EUR
US-amerikanische Kriegsfilme der späten neunziger Jahre, die neueren Produktionen und die Rolle des 11. September 2001
Author: Boris BöhlesCommunications: Movies and Television, 2004 Download as PDF-file for 34,90 EUR
This text can be quoted and accessed from this url: