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Details

Veranstaltung: Medienanalyse/ Mediengestaltung
Institution/Hochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Institut für Erziehungswissenschaften)
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2007
Seiten: 13
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 17  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 115 KB
Archivnummer: V73513
ISBN (E-Book): 978-3-638-74446-1
ISBN (Buch): 978-3-638-76974-7

Zusammenfassung / Abstract

Ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Ordnungen ist die Sicherung der Pressefreiheit. Diese ist in Deutschland bis auf wenige Ausnahmen - z.B. menschenverachtliche oder verfassungs-widrige Inhalte- gesetzlich gesichert und im Grundgesetz verankert. Wirft man allerdings einen Blick auf die gesellschaftliche und politische Realität hierzulande und über die Landesgrenzen hinweg in andere demokratische Systeme, so stellt sich die Frage, inwieweit dies überhaupt garantiert werden kann. Denn was steht hinter den Begriffen der freien Meinungsäußerung? Wie können Informationen überhaupt allgemein erwerbbar sein? Welche Faktoren haben Einfluss auf Journalisten und Medienmacher, auf Vertreter von Politik und Administration, auf die Gesellschaft? Können die Medien die gesellschaftliche und politische Realität überhaupt noch spiegeln oder konstruieren sie diese und üben dahergehend einen wesentlichen Einfluss auf die demokratischen Strukturen im Lande aus? Mit diesen Fragestellungen möchte ich mich in den folgenden Seiten auseinandersetzen, aber auch die Grenzen und Probleme, das Für und Wider der Funktion der Medien heutzutage skizzieren.

Textauszug (computergeneriert)

Westfälische Wilhelms- Universität Münster, Institut für Erziehungswissenschaften
Seminar: Medienanalyse und Mediengestaltung
Wintersemester 2006/ 07

MedienDemokratie
Der Einfluss der Medien auf Politik und Gesellschaft

von

Constanze Lemmerich

 


Inhaltsverzeichnis

1. Medien und Demokratie- Eine kritische Auseinandersetzung 3

2. Der wechselseitige Einfluss von Medien, Politik und Gesellschaft 4

2.1 Die Medien als Akteure in politischen Prozessen  4

2.1.1 Private versus öffentlich- rechtliche Anstalten 5
2.1.2 Tendenz zum Beliebigkeits- Journalismus  6

2.2 Medien als Instrumente für politische Akteure  7
2.3 Die Rolle von Individuum und Gesellschaft  8

2.3.1 Internet und Demokratie  8
2.3.2 Politainment- Infotainment  9
2.3.3 Medien zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft 10

3. Stellungnahme: Chancen und Grenzen für das demokratische System 11

Literaturangaben 12

Bücher  12




 

1. Medien und Demokratie- Eine kritische Auseinandersetzung

Ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Ordnungen ist die Sicherung der Pressefreiheit. Diese ist in Deutschland bis auf wenige Ausnahmen - z.B. menschenverachtliche oder verfassungs-widrige Inhalte- gesetzlich gesichert und im Grundgesetz wie folgt verankert:

"Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten.
Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt." 1

Wirft man allerdings einen Blick auf die gesellschaftliche und politische Realität hierzulande und über die Landesgrenzen hinweg in andere demokratische Systeme, so stellt sich die Frage, inwieweit solche gesetzlichen Verankerungen überhaupt garantiert werden und werden können.
Denn was steht hinter den Begriffen der freien Meinungsäußerung? Wie können Informationen überhaupt allgemein erwerbbar sein? Welche Faktoren haben Einfluss auf Journalisten und Medienmacher, auf Vertreter von Politik und Administration, auf die Gesellschaft?
Können die Medien die gesellschaftliche und politische Realität überhaupt noch spiegeln oder konstruieren sie diese und üben dahergehend einen wesentlichen Einfluss auf die demokratischen Strukturen im Lande aus? Mit diesen Fragestellungen möchte ich mich in den folgenden Seiten auseinandersetzen, aber auch die Grenzen und Probleme, das Für und Wider der Funktion der Medien heutzutage skizzieren.

2. Der wechselseitige Einfluss von Medien, Politik und Gesellschaft

2.1 Die Medien als Akteure in politischen Prozessen

Als Schnittstelle zwischen Vertretern der Politik und den Bürgern obliegt den Medien eine wichtige Funktion innerhalb der demokratischen Gesellschaft. Einerseits wird ihnen eine Kritik- und Kontrollinstanz, ein Wächteramt, eine Art ′Frühwarnsystem′ über das politische System zugesprochen2. Manch einer spricht über die Medien gar - neben der klassischen Gewaltenteilung von Legislative, Exekutive und Judikative - von der ′vierten Gewalt′ im Staate3, welche die Konzentration der Macht und etwaigen politischen Machtmissbrauchs durchaus prüfen und politische Inhalte transparent machen könne. Andererseits halten die Medien selbst eine politische Vormachtstellung inne, da sie gezielt und aktiv in das politische Geschehen eingreifen können: Sie setzen bewusst Themen und Schwerpunkte und bilden oder instrumentalisieren die politische Meinungen in der Öffentlichkeit. Der Versuch, die Realität objektiv und kritisch zu erfassen, ist im Grunde genommen nicht möglich.
Er scheitert schon durch Selektion4- Gewichtung und Fokussierung der Themen und Informationen - und durch die Perspektive der Berichterstattung. Diese entsprechende Färbung, welche hieraus hervorgeht, kann bis zu einem gewissen Grade manipulativ auf den Einzelnen wirken, ist aber auch Ausdruck der freien Meinungsäußerung - ideologische Positionen von Journalisten, Redaktionen oder Verlägen. Theoretisch widersprechen gezielte Manipulationen zwar der journalistischen Ethik, dem Medienrecht und der Pressecodices, durch welche Regelungen getroffen sind, die eine Verzerrung der Wahrheit verhindern sollen. In der Praxis sind diese Vorkommnisse jedoch nicht unbekannt und in Hinsicht auf gesellschaftspolitische und ökonomische Einwirkungen auf die Medienlandschaft durchaus nachvollziehbar.

2.1.1 Private versus öffentlich- rechtliche Anstalten

[...]


1 Grundgesetz Art.5 Abs.1

2 Vgl. Müller, Albrecht: Alle Gewalt geht von den Medien aus: In: Mediendemokratie, S. 4 ff.

3 Das behaupten vor allem die Vertreter der Medienindustrie selbst. vgl. Eissler 2003.

4 „Über 99 % aller Nachrichten... gelangen nie vor das Auge des Lesers, weil sie als zu unbedeutend, zu fragmentarisch, zu polemisch oder- nach herrschenden Vorstellungen- zu unsittlich aussortiert werden.“ so Manfred Steffens. In: Das Geschäft mit der Nachricht, München 1971, S. 9 ff.. Vgl. hierzu wikipedia.de

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