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Hausarbeit, 2007, 22 Seiten
Autor: Jil-Katharina Mahler
Fach: Wirtschaft - Volkswirtschaftslehre
Details
Tags: Moral, Hazard, Krankenversicherung
Jahr: 2007
Seiten: 22
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 15 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-78094-0
ISBN (Buch): 978-3-640-20412-0
Dateigröße: 108 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Im Rahmen der viel diskutierten Gesundheitsreformen, sowohl der jüngsten Vergangenheit als auch der nahen Zukunft, treten immer wieder Schwächen des Gesundheitssystems der Bundesrepublik Deutschland zu Tage, die zu uferlosen Ausgabenzuwächsen und im Zuge dessen zu Finanzierungsproblemen führen. Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit einer nachfrageseitigen Determinante der Kostenexplosion, dem Moral Hazard. Zunächst wird ein Überblick über die Problemstellung gegeben und dabei auf Ursachen und Hintergründe eingegangen. Anschließend folgt eine Beschreibung der Auswirkungen auf das System der gesetzlichen Krankenversicherung sowie eine Darstellung der Lösungsansätze, die größtenteils schon in Gesundheitsreformen umgesetzt oder geplant sind, ihre Effektivität aber noch nicht spürbar entfalten konnten. Die Hausarbeit wird sich ausschließlich mit der Problemstellung des Moral Hazard in der gesetzlichen Krankenversicherung beschäftigen und auf zu Grunde liegende Theorien wie die Principal-Agent-Theorie oder verwandte ökonomische Phänomene wie Adverse Selektion nur ansatzweise eingehen.
Textauszug (computergeneriert)
Georg-August-Universität Göttingen
Seminar: „Krankenversicherung“
WS 2006/2007, 2. Fachsemester
Moral Hazard in der gesetzlichen Krankenversicherung
von
Jil-Katharina Mahler
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Moral Hazard – Schilderung der Problematik 3
2.1 Allgemeine Definition 3
2.2 Asymmetrische Information 4
2.3 Principial-Agent-Beziehungen 4
2.4 Asymmetrische Informationen im Gesundheitswesen 5
2.4.1 Das Arzt-Patient-Verhältnis 5
2.4.2 Das Versicherung-Patient-Verhältnis 7
2.5 Addendum 8
3. Moral Hazard – Lösungsmöglichkeiten 9
3.1 Selbstbeteiligung 9
3.2 Risikozuschläge 11
3.3 Bonusmodelle 12
3.4 Honorarform der Ärzte 13
3.4.1 Einzelleistungsvergütung 14
3.4.2 Pauschalvergütungen 14
3.4.3 Ergebnisorientierte Vergütung 15
3.4.4 Resultierende Überlegung 16
4. Fazit 17
Literaturverzeichnis 19
1. Einleitung
Im Rahmen der viel diskutierten Gesundheitsreformen, sowohl der jüngsten Vergangenheit als auch der nahen Zukunft, treten immer wieder Schwächen des Gesundheitssystems der Bundesrepublik Deutschland zu Tage, die zu uferlosen Ausgabenzuwächsen und im Zuge dessen zu Finanzierungsproblemen führen. Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit einer nachfrageseitigen Determinante der Kostenexplosion, dem Moral Hazard. Zunächst wird ein Überblick über die Problemstellung gegeben und dabei auf Ursachen und Hintergründe eingegangen. Anschließend folgt eine Beschreibung der Auswirkungen auf das System der gesetzlichen Krankenversicherung sowie eine Darstellung der Lösungsansätze, die größtenteils schon in Gesundheitsreformen umgesetzt oder geplant sind, ihre Effektivität aber noch nicht spürbar entfalten konnten.
Die Hausarbeit wird sich ausschließlich mit der Problemstellung des Moral Hazard in der gesetzlichen Krankenversicherung beschäftigen und auf zu Grunde liegende Theorien wie die Principal-Agent-Theorie oder verwandte ökonomische Phänomene wie Adverse Selektion nur ansatzweise eingehen.
2. Moral Hazard – Schilderung der Problematik
2.1 Allgemeine Definition
Moral Hazard beschreibt die Veränderung des Verhaltens und des Leistungsanspruchs in Bezug auf die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen, die durch das Bestehen einer Krankenversicherung verursacht wird.1 Mit dem Bewusstsein eines bestehenden Versicherungsschutzes und der vollständigen Übernahme der finanziellen Kosten hat der Versicherungsnehmer keinen Anreiz zu einem sparsamen Umgang mit den ihm zur Verfügung gestellten Gesundheitsleistungen. Entscheidend dabei ist außerdem, dass die Versicherung die Aktionen des Versicherten und deren Veränderungen nicht beobachten kann. 2
In der Gesundheitsökonomie werden zwei (grundsätzliche) Formen des Moral Hazard-Verhaltens unterschieden:
a) ex-ante Moral Hazard
Moral Hazard tritt bereits vor der Erkrankung auf, z. B. durch Vernachlässigung der Prävention, da Versicherungsschutz bei Erkrankung besteht.
b) ex-post Moral Hazard
Nach Eintritt der Erkrankung entsteht eine Überinanspruchnahme der medizinischen Versorgung auf Grund völliger Übernahme der Kosten.
Diese Grundformen können auf verschiedene Art sowohl auf Patienten- als auch auf Arzt-Ebene auftreten und sind bestimmt durch das Verhältnis der beiden Ebenen zueinander.
2.2 Asymmetrische Information
Ursächlich für Moral Hazard, die diversen Steuerungsprobleme sowie Marktversagen (nicht nur) im Gesundheitswesen sind asymmetrische Informationen. Diese bezeichnen die ungleiche Verteilung von Wissen im Rahmen einer Vertragsbeziehung. So können unter Umständen auf Anbieter- oder Nachfragerseite die für die Geschäftsabwicklung nötigen Informationen nicht ausreichend vorliegen, bzw. es könnte kostspielig sein, diese zu beschaffen. Für einen Nachfrager wäre es demnach schwer, die Qualität oder den Nutzen des ihm angebotenen Produkts richtig einzuschätzen.
2.3 Principial-Agent-Beziehungen
[...]
1 Vgl.: Knüppel (2003), S. 69.
2 Vgl.: Breyer/Zweifel (1999), S. 186.
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