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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2007, 33 Pages
Author: Ireen Trautmann
Subject: Romance Languages - French Linguistics
Details
Institution/College: Free University of Berlin (Institut für Romanistik)
Tags: Konnektor, Kombination, Vergleich, Komplexe, Sätze, Satzkomplexe
Year: 2007
Pages: 33
Bibliography: ~ 16 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-88342-9
File size: 118 KB
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Abstract
Inhalt des Seminars „Komplexe Sätze und Satzkomplexe“ war u.a. die Auseinandersetzung mit den verschiedensten Konnektoren des Französischen. Dabei war es meine Aufgabe, näher auf den kontraargumentativen Konnektor mais einzugehen. Beim Versuch, den Charakter dieses Konnektors herauszuarbeiten, stieß ich in der letzten Etappe der Arbeit auf seine distributionalen Eigenschaften. Zwar fand ich eine Reihe von Beispielen dafür, dass mais nicht nur allein funktioniert, sondern auch mit anderen Konnektoren auftreten kann, die Erklärungen dafür fielen in meinen damaligen Quellen allerdings noch dürftig aus. Daher stellte ich mir die Frage, warum sich mais mit anderen Konnektoren verbindet und ob es seine Eigenschaften in diesen Kombinationen bewahrt oder verliert, sodass ich dies zum Thema dieser Arbeit machte. Da die Kombinationen mit mais zahlreich sind und die Untersuchung aller den Rahmen dieser Arbeit gesprengt hätte, werde ich mich auf die Verbindung von mais enfin konzentrieren, einem Zusammenschluss, der im Französischen frequent auftritt. Als Basis soll eine ausführliche Charakterisierung von mais vorangestellt werden. Ergänzt wird diese durch die allgemeinen „Gesetzmäßigkeiten“ von Konnektorkombinationen und einer Darstellung von enfin in seinen Eigenschaften. Abschließend folgt die Analyse von mais enfin. Ich möchte darauf hinweisen, dass mais in dieser Arbeit ausschließlich als kontraargumentativer Konnektor betrachtet wird, sodass ich sowohl seine Funktion als koordinierende Konjunktion als auch als maisSN („sondern“) außer Acht lasse.
Excerpt (computer-generated)
Der kontraargumentative Konnektor
mais und mais enfin
im Kombination - Ein Vergleich
Freie Universität Berlin
FB Romanistik
HS: Komplexe Sätze und Satzkomplexe WiSe 06/07
Studentin:
Ireen Trautmann
6. Semester Englisch/ Französisch Lehramt (L4)
Abgabe: 30.03.2007
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 2
1. Einleitung 3
2. Die Eigenschaften des Konnektors mais 4
2.1. Klassifikation des Konnektors mais 4
2.2. Stellungen des Konnektors mais im Diskurs 6
2.3. Funktionen des Konnektors mais 9
2.3.1.) Direkte Konzession 10
2.3.2.) Indirekte Konzession 11
2.3.3.) Refutation 12
2.4. Distributionale Eigenschaften des Konnektors mais 14
2.4.1 Additive und kompositorische Sequenz 16
3. Die Veränderung des Charakters von mais in Verbindung mit enfin 19
3.1. Die Eigenschaften des Konnektors enfin 19
3.1.1. Enfin als zeitlicher Konnektor 20
3.2. Die Kombination mais enfin und ihre Eigenschaften 21
3.3. Die Kombination mais enfin und ihre Eigenschaften 23
3.3.2. mais + reformulatives enfin 26
3.4. Fazit: Wie verändert sich mais in Verbindung mit enfin? 28
4. Zusammenfassung 30
5. Quellenverzeichnis 32
Zeitschriften 33
1. Einleitung
Inhalt des Seminars "Komplexe Sätze und Satzkomplexe" war u.a. die Auseinandersetzung mit den verschiedensten Konnektoren des Französischen. Dabei war es meine Aufgabe, näher auf den kontraargumentativen Konnektor mais einzugehen. Beim Versuch, den Charakter dieses Konnektors herauszuarbeiten, stieß ich in der letzten Etappe der Arbeit auf seine distributionalen Eigenschaften. Zwar fand ich eine Reihe von Beispielen dafür, dass mais nicht nur allein funktioniert, sondern auch mit anderen Konnektoren auftreten kann, die Erklärungen dafür fielen in meinen damaligen Quellen allerdings noch dürftig aus. Daher stellte ich mir die Frage, warum sich mais mit anderen Konnektoren verbindet und ob es seine Eigenschaften in diesen Kombinationen bewahrt oder verliert, sodass ich dies zum Thema dieser Arbeit machte.
Da die Kombinationen mit mais zahlreich sind und die Untersuchung aller den Rahmen dieser Arbeit gesprengt hätte, werde ich mich auf die Verbindung von mais enfin konzentrieren, einem Zusammenschluss, der im Französischen frequent auftritt.
Als Basis soll eine ausführliche Charakterisierung von mais vorangestellt werden. Ergänzt wird diese durch die allgemeinen "Gesetzmäßigkeiten" von Konnektorkombinationen und einer Darstellung von enfin in seinen Eigenschaften. Abschließend folgt die Analyse von mais enfin.
Ich möchte darauf hinweisen, dass mais in dieser Arbeit ausschließlich als kontraargumentativer Konnektor betrachtet wird, sodass ich sowohl seine Funktion als koordinierende Konjunktion als auch als maisSN ("sondern") außer Acht lasse.
2. Die Eigenschaften des Konnektors mais
Als Grundlage für einen späteren Vergleich zwischen mais und mais enfin, der herausstellen soll, ob und in wiefern sich mais in seinen Eigenschaften verändert, soll mais als allein stehender Konnektor zunächst ausführlich charakterisiert werden.
2.1. Klassifikation des Konnektors mais
Beginnen möchte ich mit einer Einordnung. Mais gehört zur Klasse der konzessiven Konnektoren und wird als kontraargumentativ bezeichnet, da er zwei Sätze zu einer Sequenz p mais q verbindet und damit zur Strukturierung eines Diskurses beiträgt. Diese beiden Sätze p und q bedingen unterschiedliche Schlussfolgerungen r bzw. –r, die in Opposition zueinander stehen. Daraus ergibt sich, dass p und q gegensätzlich sind, da ihre argumentativen Richtungen in Opposition zueinander stehen (Bruxelles: 97). Der durch mais eingeleitete Satz annulliert die vorangehende Behauptung p also nicht, sondern setzt sie argumentativ außer Kraft (Bruxelles: 98), er macht die Schlussfolgerung von p zu r ungültig. Die Konzession, die mais markiert, ist also durch zwei Vorgänge charakterisiert: (i) Die Anerkennung, dass der Inhalt von p wahrheitsgemäß ist und (ii) das Außerkraftsetzen des Argumentes p durch ein stärkeres Argument q, bedingt durch seine Schlussfolgerung nicht-r, die in der Sequenz den sogenannten acte directeur (Moeschler/ Sprengler: 30) darstellt:
(1) Il est intelligent, mais il est brouillon.
(i) p = wahr, r = il faut l’engager, (ii) q = stärker, nicht-r = il ne faut pas l’engager ist
demnach die dominante Schlussfolgerung1
[....]
1 Moeschler, Jacques/ de Sprengler, Nina (1982): La concession ou la réfutation interdite. In: Cahier de linguistique française 1982/ 4: S. 12.
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