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Termpaper, 2007, 14 Pages
Author: Susan Deniz Tümer
Subject: Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
Details
Tags: Lernbehinderung, Soziallage
Year: 2007
Pages: 14
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-78102-2
File size: 106 KB
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Abstract
Die soziale Lage von „Lernbehinderten“ gehört neben Lernbehinderung als individueller Defekt, als Folge des selektiven Schulsystems und aus systemisch-konstruktiver Sicht zu den Theorien in der Pädagogik bei Lernbeeinträchtigungen. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf den Ergebnissen zu der sozialen Lage von „Lernbehinderten“ in der Sozialforschung.
Excerpt (computer-generated)
Leibniz Universität Hannover, Institut für Sonderpädagogik
Seminar: Einführung in sonderpädagogische Handlungsfelder
WS 2006/2007
Lernbehinderung - Die Soziallage von „Lernbehinderten“
von
Susan-Deniz Tümer
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
2 Begriffsbestimmung von Lernbehinderung 2
3 Erste Hinweise auf soziale Ursachen 3
4 Sozialforschung 4
4.1 Zusammenhang zwischen der sozialen Lage und der Bildungschance 4
4.2 Sozialforschung in der Sonderpädagogik 4
4.3 Merkmale sozio-kultureller Benachteiligung 6
5 Gegenwärtige Situation 9
6 Schlussbetrachtung 10
Bibliographie 12
1 Einleitung
Im Rahmen des Vorpraktikums für den Studiengang Bachelor of Arts in Sonderpädagogik habe ich ein siebenwöchiges Praktikum an einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen in Hannover im Stadtteil Linden absolviert. Während des Praktikums formte sich bei mir ein besorgniserregendes Bild einer Schule von sozial Benachteiligten Kindern: Familien mit überdurchschnittlich vielen Kindern, eine hohe Erwerbslosigkeit bei den Eltern, Gewalt und Verwahrlosung in der Familie sowie eine auffällig hohe Anzahl von Kindern nichtdeutscher Herkunft mit unzureichenden deutschen Sprachkenntnissen.
Die soziale Lage von „Lernbehinderten“ gehört dabei neben Lernbehinderung als individueller Defekt, als Folge des selektiven Schulsystems und aus systemisch-konstruktiver Sicht zu den Theorien in der Pädagogik bei Lernbeeinträchtigungen.
In dieser Arbeit möchte ich die soziale Lage von „Lernbehinderten“ untersuchen und klären, inwiefern meine Eindrücke in der Wissenschaft bestätigt werden und welche Faktoren ausschlaggebend für ihre soziale Benachteiligung sind.
Aus Platzgründen werde ich auf die Ansätze der theoretischen Konzeptionen der sozialen Benachteiligung, dem materialistischen Ansatz, den Etikettierungsansatz und den pädagogischen Ansatz, verzichten und mich auf die beschreibende Ebene konzentrieren. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt dabei auf den Ergebnissen zu der sozialen Lage von „Lernbehinderten“ in der Sozialforschung.
2 Begriffsbestimmung von Lernbehinderung
Der Begriff „Lernbehinderung“ ist schwer zu fassen. Wissenschaftlich betrachtet sind Terminologien wie „Schwachsinnige“, „Lernbeeinträchtige“, „Lernschwierigkeiten“ und die aktuelle Bezeichnung „Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Schwerpunkt Lernen“ ungenau. Sie kennzeichnen „weder eine exakt abgrenzbare Gruppe von Kindern und Jugendlichen noch ein klar umrissenes Symptom oder Syndrom“ (Werning/Lütje-Klose 2006: 17). Empirisch belegt wurde zu dem Aspekt des Lernens, dass „es keine globale Lernfähigkeit des Menschen und damit umgekehrt keinen globalen Mangel an Lernfähigkeit im Sinne einer generellen Lernbehinderung [gibt]“ (Kanter 1980, zit. n. Werning/Lütje-Klose 2006: 18). Es ist eher „vorwiegend von aufgabenspezifischen Schwierigkeiten auszugehen, die sich in bestimmten Bereichen allerdings häufen können“ (ebd.). Nach Schröder (2005: 80) bezeichnet der Begriff „Lernbehinderung“ „einen Rückstand schulischen Lernens in einem Ausmaß, das von der Allgemeinen Schule nicht mehr toleriert und auf einen ihr erträglichen Grad reduziert werden kann“. Man kann festhalten, dass „Bezeichnung, Begriffbildung und Definitionen […] in der Sonderpädagogik [wie in anderen Bereichen auch] nicht klar und eindeutig festgelegt sind“ (Kanter 1998, zit. n. Werning/Lütje-Klose 2006: 17). „Der Begriff Lernbehinderung umfasst letztlich eine Sammelkategorie für Schulversagen“ (Werning 2002: 134).
3 Erste Hinweise auf soziale Ursachen
[...]
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