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Scholary Paper (Seminar), 2005, 18 Pages
Author: Ines Hoepfel
Subject: History - Didactics
Details
Tags: Karikatur, Geschichtsunterreicht, Beispiel, Truppen, Reichsarmee
Year: 2005
Pages: 18
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 31 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-73408-0
File size: 448 KB
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Abstract
In der vorliegenden Arbeit soll untersucht werden, wie sich die Karikatur „Truppen der Reichsarmee“, die thematisch dem Siebenjährigen Krieg zuzuordnen ist, für den Geschichtsunterricht des Gymnasiums nutzbar machen lässt. Zunächst werde ich auf die didaktische Methodik zur Vermittlung von Karikaturen im Geschichtsunterricht eingehen. Sodann erfolgt eine Analyse der vorliegenden satirischen Zeichnung, welche sich an der zuvor entwickelten Methodik orientiert, so dass stets ein Bezug zum Verfahren im Unterricht gegeben ist. Neben der Interpretation einer Einzelkarikatur ist es auch möglich, mehrere, thematisch miteinander verbundene Karikaturen, zu analysieren und miteinander zu vergleichen. Im vorliegenden Fall bietet es sich an, sich auf den Bereich der Militärkarikatur zu konzentrieren. Daher werden am Ende dieser Arbeit Vorschläge zum Vergleich von „Truppen der Reichsarmee“ mit Simplicissimus-Karikaturen vom Anfang des 20. Jahrhunderts sowie Karikaturen der Bundeswehr stehen. Auch dabei wird stets der Bezug zum Unterricht gewährleistet sein.
Excerpt (computer-generated)
Universität Bayreuth, Kulturwissenschaftliche Fakultät
Proseminar: Museumspädagogik II: Das historische Museum
als Lernort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Sommersemester 2005, 8. Semester
Die Karikatur im Geschichtsunterricht am Beispiel von
„Truppen der Reichsarmee“
von
Ines Hoepfel
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung 3
II. Die didaktische Methode 3
III. Die Karikatur „Truppen der Reichsarmee“ 5
1. Allgemeines 5
2. Beschreibung, historischer Bezug und Thema 6
a) Der Siebenjährige Krieg in Franken 6
b) Die Kontingente der Städte innerhalb der Reichsarmee 9
3. Darstellungsmittel und Aussage 12
IV. Zusammenfassung 13
V. Literaturverzeichnis 15
1. Literatur 15
2. Bildnachweis 17
3. E-Mail-Korrespondenz und Internetquellen 17
I. Einleitung
In der vorliegenden Arbeit soll untersucht werden, wie sich die Karikatur „Truppen der Reichsarmee“, die thematisch dem Siebenjährigen Krieg zuzuordnen ist, für den Geschichtsunterricht des Gymnasiums nutzbar machen lässt. Zunächst werde ich auf die didaktische Methodik zur Vermittlung von Karikaturen im Geschichtsunterricht eingehen. Sodann erfolgt eine Analyse der vorliegenden satirischen Zeichnung, welche sich an der zuvor entwickelten Methodik orientiert, so dass stets ein Bezug zum Verfahren im Unterricht gegeben ist. Neben der Interpretation einer Einzelkarikatur ist es auch möglich, mehrere, thematisch miteinander verbundene Karikaturen, zu analysieren und miteinander zu vergleichen. Im vorliegenden Fall bietet es sich an, sich auf den Bereich der Militärkarikatur zu konzentrieren. Daher werden am Ende dieser Arbeit Vorschläge zum Vergleich von „Truppen der Reichsarmee“ mit Simplicissimus-Karikaturen vom Anfang des 20. Jahrhunderts sowie Karikaturen der Bundeswehr stehen. Auch dabei wird stets der Bezug zum Unterricht gewährleistet sein.
II. Die didaktische Methode
Wie Heribert Sangs bemerkt, „lassen sich Karikaturen in jedem Unterrichtsfach einsetzen“.1 Der Einsatz sei dann sinnvoll, wenn die Karikatur dem Entwicklungsstand der Schüler und Aussage und Stil der Karikatur dem Inhalt der zu vermittelnden Materie entspreche.2 Ferner müsse beachtet werden, ob der Einsatz der Karikatur dem Lernerfolg diene, eine Gefahr der Fehlinterpretation bestehe und ob Aussage und Stil der Karikatur zu den didaktischen Intentionen des Lehrenden passe.3 Eine Karikatur kann im Unterricht sowohl in der Hinführungsphase (karikaturmotiviert), wie auch in entscheidenden Lern- und Unterrichtsphasen (karikaturgesteuert) oder Phasen der Wiederholung und Zusammenfassung (karikaturzentriert) verwendet werden.4 Generell gilt, dass der Unterricht durch den Einsatz von Karikaturen „an (...) Motivationskraft“5 gewinnt sowie das selbstständige Arbeiten der Schüler fördert.6
Bei der Verwendung von Karikaturen im Unterricht gibt es mehrere mögliche Vorgehensweisen, wobei mir die Methode nach Uppendahl gegenüber beispielsweise der Methode nach Adalbert Rudnick praktikabler erscheint, da sie ausgefeilter und übersichtlicher ist. Uppendahls Schema besteht aus sieben Analysebereichen (im Folgenden AB abgekürzt), denen jeweils Leitfragen und Identifikationsbereiche zugeordnet werden. Im AB „Sender“ soll von den Schülern geklärt werden, wer dieser ist und welche Ziele er verfolgt, der AB „Aussage“ zielt auf die Darstellung des Problems in der Karikatur, beim AB „Stil/Form“ stehen die eingesetzten Mittel wie Ironie oder Metapher im Vordergrund.7 Bei dieser Symbolsprache wird nach ikonischen und arbiträren Zeichen unterschieden, wobei erstere sofort verständliche sind (z.B. Maulkorb als Symbol für Redeverbot), letztere auf gesellschaftlichen Konventionen beruhen, wie beispielsweise die Figur des Michel.8 Ferner sollen die Fragen nach dem Empfänger (AB „Empfänger/Adressat“), dem Angriffsziel des Karikaturisten (AB „Intention“), der Wirkung (AB „Wirkung“) und der Verbreitungsform der Karikatur (AB „Medien“) beantwortet werden.9
Das von Uppendahl vorgelegte Schema erweist sich allerdings für die Karikatur „Truppen der Reichsarmee“, welche das Thema dieser Arbeit bildet, als zu breit angelegt, so dass ich dafür die „Stichpunkte zur Analyse von Karikaturen“10 von Michael Sauer anwenden werde. Sauer beschränkt sich auf fünf Stichpunkte, nämlich „Beschreibung“ (Was zeigt die Karikatur?), „Thema“ (Wer oder was ist gemeint?), „Historischer Bezug und Kontext“ (In welcher historischen Situation ist die Karikatur entstanden?), „Darstellungsmittel“ (u.a Welche Zeichen und Übertreibungen hat der Karikaturist verwendet?) und „Position/Aussage/Tendenz/Intention“ (Wie und von welcher Position aus urteilt der Karikaturist? Welche Adressaten will er ansprechen, und was will er bei diesen erreichen?).11 Zusätzlich sollte beim Umgang mit Karikaturen im Unterricht noch das beachtet werden, was Hans-Jürgen Pandel die „ästhetische Dimension“12 nennt. Der entsprechende didaktische Entwurf wurde von Dietrich Grünewald entwickelt, der Karikaturen nach ihren rhetorischen Funktionen unter Berücksichtigung der historischen und ästhetischen Bezüge eingeteilt hat.13 Nach Grünewald existieren deskriptive (nennt einen Sachverhalt), kommentierende (bringt Ereignisse auf einen Begriff), analytische (zeigt, wohin die Entwicklung führt; benennt Ursachen; führt Erklärungen an; stellt historische Vergleiche an) sowie agitatorische Karikaturen.14 Im Folgenden werde ich mit der Begrifflichkeit von Michael Sauer arbeiten sowie versuchen, Dietrich Grünewalds Einteilung anzuwenden.
III. Die Karikatur „Truppen der Reichsarmee“
1. Allgemeines
[...]
1 Sangs, Heribert: Die Karikatur. Didaktische Hinweise zu Einsatzmöglichkeiten im Unterricht. Darmstadt 1985, S. 14.
2 Vgl. Uppendahl, Herbert u.a.: Die Karikatur im historisch-politischen Unterricht. Eine Einführung mit Unterrichtsbeispielen. Freiburg/Würzburg 1978, S. 15; Sangs, Karikatur, S. 16.
3 Vgl. ebd.
4 Vgl. Uppendahl, Karikatur, S. 17f.; Sangs, Karikatur, S. 16.
5 Loch, Werner/Görres, Karl: Politische Karikatur und ihr Einsatz im Unterricht. Limburg 1985, S. 12.
6 Vgl. ebd.
7 Vgl. Uppendahl, Karikatur, S. 23.
8 Vgl. Faust, Manfred: Politische Karikaturen im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe I. In: GWU 31/12 (1980), S. 742f.
9 Vgl. Uppendahl, Karikatur, S. 23.
10 Sauer, Michael: Bilder im Geschichtsunterricht. Typen, Interpretationsmethoden, Unterrichtsverfahren. Seelze-Velber 2000, S. 104.
11 Vgl. ebd.
12 Pandel, Hans-Jürgen: Karikaturen. Gezeichnete Kommentare und visuelle Leitartikel. In: Handbuch Medien im Geschichtsunterricht. Hg. von Hans-Jürgen Pandel und Gerhard Schneider. Schwalbach/Ts. 20022, S. 268.
13 Vgl. Grünewald, Dietrich: Karikatur im Unterricht. Weinheim/Basel 1979, S. 122ff.; Pandel, Karikaturen, S. 270.
14 Vgl. Grünewald, Karikatur, S. 122ff.; Pandel, Karikaturen, S. 270.
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