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Scholary Paper (Seminar), 2001, 23 Pages
Author: Nicole Hänel
Subject: Sociology - Political Sociology, Majorities, Minorities
Details
Institution/College: University of Marburg (Institut für Soziologie)
Tags: Vereine, Verbände, Interessenverbände, Bürgerinitiative, Bürgerinitiativen, Organisation, Organisierte Interessen, Politik, Soziologie
Year: 2001
Pages: 23
Grade: 2
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-14685-2
ISBN (Book): 978-3-638-63990-3
File size: 221 KB
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Abstract
In dieser Arbeit wird das Thema "Interessenorganisationen in der BRD" untersucht. Um sich diesem Thema zu nähern, bleibt es nicht aus, die grundlegenden Begrifflichkeiten der Organisation, der Interessen und der Verknüpfung dieser beiden Bereiche zu definieren, bevor man die Materie historisch und letztlich methodisch untersucht. Nachdem ich einen Überlick über die Geschichte der Interessenorganisationen umrissen habe, werde ich die rechtlichen Grundlagen ebendieser darlegen und ihre Strukturen in der BRD aufschlüsseln. Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der Entwicklung der Forschung zum Thema „Organisierte Interessen“, wobei ich mehrere Modelle vorstellen werden, unter anderem das Konservative Modell, den Neopluralismus, den Funktionalen Pluralismus und den Neokorporatismus. Am Ende meiner Arbeit habe ich mich noch einigen Fragen gestellt, die Genese, Struktur, Strategie und Funktion von Interessenorganisationen erklären sollen.
Excerpt (computer-generated)
Organisierte Interessen und Interessenorganisationen
in der Bundesrepublik Deutschland
von Nicole Hänel
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition des verwendeten Begriffs "Organisierte Interessen"
2.1. Definition des Begriffs "Organisation"
2.2. Definition des Begriffs "Interessen"
2.3. Definition des Begriffs "Interessenorganisation" bzw. "Organisierte Interessen"
3. Geschichte der Interessenorganisationen
4. Rechtliche Grundlagen der Interessenorganisationen
5. Struktur der Interessenorganisationen in der BRD/ Handlungsfelder
6. Entwicklung der Forschung zum Thema "Organisierte Interessen"
6.1. Konservatives Modell
6.2. Neopluralismus
6.3. Pluralismus im Alltagstest, Verbände und Gesetzgebung
6.4. Funktionaler Pluralismus, systemtheoretisches Modell
6.5. Konfliktorische Pluralismustheorie
6.6. Organisierte Interessen in der "neuen politischen Ökonomie"
6.7. Unregierbarkeit
6.8. Neokorporatismus
6.9. Erosion organisierter Interessen durch neue soziale Bewegungen
6.10. Interessenregierung als Königsweg zwischen Markt, Staat und Gemeinschaft
7. Leitfragen zur Analyse vor organisierten Interessen
7.1. Wie entstehen und entwickeln sich Interessenorganisationen?
Genese
7.2. Wie arbeiten Interessenorganisationen intern?
Struktur
7.3. Wie agieren Interessenorganisationen nach außen?
Strategie
7.4. Welchen Beitrag leisten organisierte Interessen
zur Legitimation, Überlebensfähigkeit und Veränderung einer Gesellschaft?
Funktion
Literaturverzeichnis
1. Einleitung
In dieser Hausarbeit werde ich das Thema "Interessenorganisationen in der BRD" untersuchen und versuchen zu erklären.
Ulrich von Alemann selbst kritisiert die schlechte Quellenlage und den "Mangel an empirischen Basisinformationen" zu diesem Thema.
Daher beruht ebenso mein Aufbau im groben auf dem Aufbau Alemanns, der mir am sinnvollsten erschien, um das Thema erst zu umreißen, dann historisch und letztlich methodisch zu untersuchen.
2. Definition des verwendeten Begriffs "Organisierte Interessen"
Um das Thema "Interessenorganisationen in der BRD" untersuchen zu können, muß man sich als erstes fragen, was man genau unter dem Begriff "Interessenorganisationen" bzw. "Organisierte Interessen" versteht.
Aus diesem Grund definiere ich als erstes den Untersuchungsgegenstand.
2.1. Definition des Begriffs "Organisation"
Günther Büschges (Soziologe) erklärte die Funktionen einer Organisation folgendermaßen:
"In Organisationen oder in engem Kontakt mit ihnen verbringt der einzelne als Mitglied, Klient oder Kunde oder in anderer Weise Betroffener einen wesentlichen Teil seines Lebens. In Organisationen wird er geboren, erzogen, gebildet und ausgebildet, verwahrt und umerzogen. Von Organisationen wird er versorgt, betreut, gestützt und kontrolliert. In Organisationen übt er seinen Beruf aus und geht seiner Arbeit nach, verdient er seinen Lebensunterhalt und macht er Karriere - oder auch nicht. In Organisationen erfährt er aber auch, was Kooperation und Konflikt, was Status und Prestige, was Herrschaft und Abhängigkeit, was Fremd- und Selbstbestimmung, was Schicht- und Klassenzugehörigkeit bedeuten."
Man kann die Aussage Büschges′ aber auch in einem kurzen Satz zusammenfassen, nämlich:
"Organisationen sind Zusammenschlüsse mehrerer Personen oder Personengruppen, die der Durchsetzung bestimmter Interessen dienen, die sie allein nicht durchsetzen können."
Das sind mögliche Definitionen zu einem Teil des Themas, nun muß noch der zweite definiert werden.
2.2. Definition des Begriffs "Interessen"
"Ein Interesse ist ein Bestreben, menschliche Antriebe und Bedürfnisse zu befriedigen. Bedürfnisse sind Voraussetzungen von Interessen."
"Ein Interesse ist eine aus Bedürfnissen folgende Anteilnahme an anderen Personen, Dingen oder einem Geschehen."
Dies sagt aber noch nichts über das Thema "Organisierte Interessen" aus, also muß man jetzt die beiden Definitionen miteinander verknüpfen.
[...]
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