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"Der König von Narnia" als Projekt für den Religionsunterricht

Scholary Paper (Seminar), 2007, 22 Pages
Author: Asmus Green
Subject: Theology - Didactics, Religion Pedagogy

Details

Event: Didaktisches Seminar: Die Chroniken von Narnia - Theologische Implikationen kritisch beleuchtet
Institution/College: Christian-Albrechts-University of Kiel
Tags: König, Narnia, Projekt, Religionsunterricht, Didaktisches, Seminar, Chroniken, Narnia, Theologische, Implikationen
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2007
Pages: 22
Grade: 1-
Bibliography: ~ 6  Entries
Language: German
Archive No.: V74389
ISBN (E-book): 978-3-638-74161-3
ISBN (Book): 978-3-638-74202-3
File size: 233 KB
Notes :
Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem 2005 veröffentlichen Disney-Film "Der König von Narnia" und seine Eignung für den Religionsunterricht.


Abstract

Die Aktualität biblischer Texte ist gerade für Schülerinnen und Schüler jüngeren Alters oft nicht ohne weiteres nachzuvollziehen – biblische Geschichten bergen für Kinder viele Hürden, nicht zuletzt sprachliche. Dass biblische Motive in vielen Lebensbereichen zu finden sind, unter anderem auch in einem modernen Fantasy-Film ist nicht nur eine erfrischende Erkenntnis für Kinder, sondern auch eine Vorlage, die sich zur Verwendung im Religions- oder Konfirmandenunterricht förmlich aufdrängt. Obwohl Lewis sich deutlich davon distanzierte, die „Chroniken von Narnia“ als Werkzeug, Kindern das Christentum näherzubringen, geschaffen zu haben, ist die Fülle an theologischen Themen und christlichen Symbolen im Buch wie im Film kaum zu übersehen. In einer Zeit, in der das Medium Film an Popularität gewinnt und unter Jugendlichen immer weniger gelesen wird, ist davon auszugehen, dass ein mit religiösen Symbolen aufgeladener Film wie „Der König von Narnia“ für manche Jugendliche die erste Begegnung mit christlichen Grundbegriffen und Motiven sein kann. Die optisch aufwändige Disney-Verfilmung aus dem Jahre 2005 ist im Gegensatz zur mehrbändigen Buchreihe gerade für jüngere Schülerinnen und Schüler leicht zugänglich. In dieser Arbeit sollen nach einer grundlegenden didaktischen Bewertung des Mediums Film, speziell für den Schulunterricht, geeignete Motive, die im Film auftauchen und eine biblische Vorlage haben für einen möglichen Einsatz des Filmes im Religionsunterricht herausgearbeitet, kritisch diskutiert und schließlich in Form von konkreten Unterrichtsvorbereitungen verarbeitet werden. Es bietet sich an, den „König von Narnia“ in der Schule Schülerinnen und Schülern vorzuführen, die der Zielgruppe des Films entsprechen, also 10-15 Jahre alt sind. Ältere Schüler könnten von der einfachen und schnell durchschaubaren Geschichte unterfordert und gelangweilt werden. Die Eignung für eher jüngere Schüler ist kein Qualitätskriterium, sondern einfach eine Eigenschaft des Films „Der König von Narnia“, der eindeutig als Kinderfilm konzipiert ist.


Excerpt (computer-generated)

"Der König von Narnia" als Projekt für den Religionsunterricht

von

Asmus Green

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 2

2. Das Medium Film 4

2.1 Filme im Unterrichtsalltag 4
2.2 Film als Basis eines Lernprozesses
2.3 Medienkompetenz 5

3. „Der König von Narnia“ als Projekt im Religionsunterricht 6

3.1 Didaktische und methodische Grundbedingungen des Projekts „Der König von Narnia“  6
3.2 Gruppe 1: Wer ist Gott?  7
3.3 Gruppe 2: Sünde und Verrat 9

4. Unterrichtsausarbeitungen der beiden Gruppen 11

4.1 Gruppe 1: Wer ist Gott?  11
4.2 Gruppe 2: Sünde und Verrat 16

5. Schlussbetrachtung 21

6. Literaturverzeichnis 22




 

1. Einleitung

Der Religionsunterricht in der Sekundarstufe 1 soll Orientierungshilfe bei essentiellen Fragen sein: Probleme wie der Ursprung der Dinge, der Sinn des Lebens und der Tod als das Ende des Lebens werden vom evangelischen Religionsunterricht, zusammen mit dem katholischen Religionsunterricht und dem Philosophieuntericht wahrgenommen und behandelt. Dabei wird der evangelische Religionsunterricht den im Grundgesetz verankerten Ansprüchen auf freie Persönlichkeitsentfaltung1 Art. 2,1 GG) und Religionsfreiheit2 (Art. 4,1 GG) insofern gerecht, als dass er sich mit den Grundlagen, Bedingungen und Möglichkeiten menschlicher Existenz in Ansehung von christlich-evangelischen Traditionen beschäftigt, sie aber bewusst nur als möglichen und nicht einzigen Zugang zu den behandelten Problemen versteht. Der evangelische Religionsunterricht sieht sich also als Angebot, sich grundlegenden Fragen des Lebens auf christlich-evangelischen Bahnen zu nähern – als Angebot, das für alle Schülerinnen und Schüler frei und ohne Verpflichtung, inhaltlich aber klar definiert ist.
Fundament des Unterrichts und damit Grundlage und Quelle christlich-evangelischer Traditionen sind das Evangelium und die reformatorischen Bekenntnisse. Diese dem Lehrplan3 für die Sekundarstufe 1 entnommene Charakterisierung macht deutlich, dass biblische Texte als Träger christlicher Traditionen als Unterrichtsgegenstand unumgänglich sind. Die Aktualität biblischer Texte ist gerade für Schülerinnen und Schüler jüngeren Alters oft nicht ohne weiteres nachzuvollziehen – biblische Geschichten bergen für Kinder viele Hürden, nicht zuletzt sprachliche. Dass biblische Motive in vielen Lebensbereichen zu finden sind, unter anderem auch in einem modernen Fantasy-Film ist nicht nur eine erfrischende Erkenntnis für Kinder, sondern auch eine Vorlage, die sich zur Verwendung im Religions- oder Konfirmandenunterricht förmlich aufdrängt.

Das zuerst verfasste Buch der von C.S. Lewis verfassten Reihe „Die Chroniken von Narnia“ wurde im Jahre 2005 von Disney Pictures verfilmt. „Der König von Narnia“ war im Jahre 2005 der weltweit dritterfolgreichste Film und wurde 2006 mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet, darunter der Oscar für das beste Makeup, der BAFTA-Award 2006 für Makeup und Haar und die Saturn-Awards für Makeup und Kostümdesign.4

Er führt die Protagonisten Peter, Susan, Edmund und Lucy, die während des zweiten Weltkrieges im Zuge der Kinderlandverschickung im Anwesen des Professors Digory Kirke die deutschen Bombenangriffe abwarten sollen, in eine andere Welt, die sie durch einen zufällig entdeckten Wandschrank betreten. In Narnia, einem winterlichen Märchenland, geraten sie in den Konflikt zwischen der weißen Hexe Jadis, die das Land verzaubert und in ihrer Gewalt hat und Aslan, dem König von Narnia, mit dem sie versuchen, den Fluch der Hexe zu brechen und Narnia zu befreien.

Obwohl Lewis sich deutlich davon distanzierte, die „Chroniken von Narnia“ als Werkzeug, Kindern das Christentum näherzubringen, geschaffen zu haben, ist die Fülle an theologischen Themen und christlichen Symbolen im Buch wie im Film kaum zu übersehen.5

In einer Zeit, in der das Medium Film an Popularität gewinnt und unter Jugendlichen immer weniger gelesen wird, ist davon auszugehen, dass ein mit religiösen Symbolen aufgeladener Film wie „Der König von Narnia“ für manche Jugendliche die erste Begegnung mit christlichen Grundbegriffen und Motiven sein kann.
Die optisch aufwändige Disney-Verfilmung aus dem Jahre 2005 ist im Gegensatz zur mehrbändigen Buchreihe gerade für jüngere Schülerinnen und Schüler leicht zugänglich. In dieser Arbeit sollen nach einer grundlegenden didaktischen Bewertung des Mediums Film, speziell für den Schulunterricht, geeignete Motive, die im Film auftauchen und eine biblische Vorlage haben für einen möglichen Einsatz des Filmes im Religionsunterricht herausgearbeitet, kritisch diskutiert und schließlich in Form von konkreten Unterrichtsvorbereitungen verarbeitet werden.
Es bietet sich an, den „König von Narnia“ in der Schule Schülerinnen und Schülern vorzuführen, die der Zielgruppe des Films entsprechen, also 10-15 Jahre alt sind. Ältere Schüler könnten von der einfachen und schnell durchschaubaren Geschichte unterfordert und gelangweilt werden. Die Eignung für eher jüngere Schüler ist kein Qualitätskriterium, sondern einfach eine Eigenschaft des Films „Der König von Narnia“, der eindeutig als Kinderfilm konzipiert ist. Will man religiöse Thematiken im Film mit älteren Schülerinnen und Schülern im Unterricht aufgreifen, bieten sich andere Filme an.

2. Das Medium Film

2.1 Filme im Unterrichtsalltag

Betrachtet man das Medium Film als Zugang zu Problemfeldern, die im Schulunterricht behandelt werden sollen, ist zunächst anzumerken, dass ein Film aufgrund seiner Länge in der schulischen Praxis nur schwer handhabbar ist. Allein das Anschauen eines Films verschlingt mindestens zwei, wahrscheinlich eher drei Schulstunden. Nach der bloßen Rezeption des Films folgt die Verarbeitung und Diskussion der im Film gewonnenen Eindrücke, was wiederum, je nach Film und Thematik, mindestens die selbe Zeit in Anspruch nimmt. Eine weitere Schwierigkeit, die bei der Benutzung des Mediums Film im Unterricht zu bedenken ist, sind die langen Pausen, die auftreten, wenn der Film nicht an einem Stück gezeigt werden kann und das unterrichtete Fach kein Hauptfach ist, also im schlimmsten Fall erst wieder in einer Woche auf dem Stundenplan steht. Durch den großen Zeitraum, der dann zwangsläufig zwischen den Unterrichtsstunden entsteht, gehen Eindrücke verloren und müssen vor dem Anschauen der zweiten Filmhälfte mühsam rekonstruiert werden, um einen sinnvollen Anschluss an diese zu ermöglichen, was wiederum wertvolle Minuten kostet. Sofern man nicht den ganzen Film, sondern nur einzelne Szenen zum Unterrichtsgegenstand machen will, bietet sich hier die DVD als Format an, das den schnellen und bequemen Zugriff auf Einzelszenen ermöglicht.

[...]


1 Deutscher Bundestag: Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Bonn/Berlin 1998, S. 13

2 Grundgesetz, S. 13

3 Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, Lehrplan SEK I, Evangelische Religion (PDF-Dokument http://lehrplan.lernnetz.de/intranet1/links/materials/1107161177.pdf), abgerufen am 28.1.2007

4 Siehe International Movie Database: (http://www.imdb.com/title/tt0363771/awards), abgerufen am 8.2.07

5 Vgl. Mühling, Markus, Gott und die Welt in Narnia, Göttingen 2005


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