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Ätiologie, Prävention und Therapie der Adipositas im Kindes- und Jugendalter - unter besonderer Berücksichtigung psychosozialer Faktoren

Diploma Thesis, 2005, 145 Pages
Author: Verena Rätzel
Subject: Social Pedagogy / Social Work

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2005
Pages: 145
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 101  Entries
Language: German
Archive No.: V74514
ISBN (E-book): 978-3-638-63643-8

File size: 749 KB

Abstract

Das Ziel dieser Arbeit ist es, herauszustellen, welche präventiven und therapeutischen Maßnahmen erforderlich und erfolgreich sind, um Adipositas bei Kindern und Jugendlichen zu vermeiden, bzw. zu behandeln. Die Frage nach geeigneten Präventions- und Therapieprogrammen lässt sich nur nach Klärung der Ursachen und Folgen der Adipositas im Kindes- und Jugendalter beantworten. So stellt die Erfassung der Ätiologie und der Konsequenzen ein Teilziel dieser Arbeit dar. Des Weiteren sollen durch diese Arbeit mögliche Ansatzpunkte für die sozialpädagogische Arbeit aufgezeigt werden. Es soll verdeutlicht werden, wie wichtig die psychosozialen Faktoren nicht nur im Hinblick auf die Sozialpädagogik sondern auch im Bezug auf die Präventions- und Therapiemaßnahmen sind.


Excerpt (computer-generated)

Ätiologie, Prävention und Therapie der Adipositas
im Kindes- und Jugendalter - unter besonderer Berücksichtigung
psychosozialer Faktoren

Diplomarbeit 

zur Diplomprüfung
an der Fachhochschule Münster, Fachbereich Sozialwesen
vorgelegt am 10. Mai 2005

von 

Verena Rätzel

Studiengang Sozialwesen

 

 

Inhaltsverzeichnis

ABBILDUNGSVERZEICHNIS ... IV
TABELLENVERZEICHNIS  ... V
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS  ... VI

1 Einleitung  ... 1

2 Definition und Klassifikation der kindlichen und juvenilen Adipositas  ... 5
2.1 Klärung und Definition der wichtigsten Begriffe ... 5
2.2 Definition der Adipositas im Kindes- und Jugendalter  ... 7

3 Epidemiologie der Adipositas bei Kindern und Jugendlichen ... 12
3.1 Prävalenz der Adipositas bei Kindern und Jugendlichen weltweit  ... 12
3.2 Prävalenz der Adipositas im Kindes- und Jugendalter in Deutschland ... 15
3.3 Risikofaktoren der kindlichen und juvenilen Adipositas  ... 18

4 Ätiologie der Adipositas im Kindes- und Jugendalter  ... 22
4.1 Biologische Faktoren  ... 22
4.1.1 Genetische Faktoren ... 22
4.1.2 Energiebilanz  ... 24
4.2 Psychosoziale Faktoren ... 26
4.2.1 Energieaufnahme durch die Ernährung  ... 27
4.2.1.1 Werbung und Fast Food ... 30
4.2.1.2 Gestörtes Essverhalten und die Rolle der Eltern ... 33
4.2.1.3 Persönlichkeitsstruktur adipöser Kinder und Jugendlichen ... 36
4.2.2 Energieverbrauch durch körperliche Aktivität ... 39

5 Konsequenzen der kindlichen und juvenilen Adipositas ... 43
5.1 Medizinische Konsequenzen  ... 43
5.2 Psychosoziale Konsequenzen ... 45
5.2.1 Reaktionen der Umwelt ... 45
5.2.2 Eigene Reaktionen  ... 47
5.2.2.1 Selbstwertgefühl ... 47
5.2.2.2 Lebensqualität  ... 49
5.2.2.3 Psychiatrische Auffälligkeiten  ... 52

6 Prävention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter ... 55
6.1 Grundlagen der Prävention der Adipositas im Kindes- und Jugendalter  ... 55
6.2 Relevanz und Ziele der Prävention ... 57
6.3 Wirksamkeit der Präventionsmaßnahmen  ... 62
6.4 Rolle der Eltern ... 69

7 Therapie der Adipositas bei Kindern und Jugendlichen ... 74
7.1 Indikatoren und Ziele der Adipositas-Therapie  ... 75
7.2 Therapiebausteine der multimodalen Therapieformen ... 78
7.2.1 Ernährungstherapie  ... 79
7.2.2 Bewegungstherapie  ... 82
7.2.3 Verhaltenstherapie  ... 84
7.2.4 Einbeziehung der Eltern in die Adipositastherapie ... 87
7.2.5 Adipositas-Schulungen  ... 90
7.3 Rahmenbedingungen der multimodalen Therapieform ... 96
7.4 Wirksamkeit der Adipositas-Therapien  ... 99
7.5 Beispiele multimodaler Therapien ... 103

8 Interventionsmöglichkeiten der Sozialpädagogik ... 110

9 Resümee ... 121

LITERATURVERZEICHNIS  ... 125

 

 

1 Einleitung


„Der K a s p e r, der war kerngesund,
Ein dicker Bub und kugelrund,
Er hatte Backen rot und frisch;
Die Suppe aß er hübsch bei Tisch.“


(Heinrich Hoffman 1844)

„Mollige Kinder: Deutschland steht vor dem Fettdisaster.“

(Spiegel, 10/2003)

„Generation XXL –
Sie werden immer mehr, und sie werden immer dicker.“


(Stern, 24/2004)

„Schokolade überall-
Verbraucherministerin Renate Künast über dicke Kinder
und strengere Regeln für Lebensmittel-Werbung“


(Die Zeit, 22/2004 Interview mit Renate Künast)

„Durch Dick und Dünn – Ein echt fettes Abenteuer“

(RTL2, Februar 2005)

Auf Aussagen wie die von Heinrich Hoffmann 1844 trifft man heutzutage nicht mehr. Dicksein verkörpert nicht mehr Wohlstand und Gesundheit wie noch im 19. Jahrhundert. Adipositas ist eine Krankheit, die epidemische Ausmaße annimmt und schwerwiegende körperliche, psychische und soziale Folgen nach sich zieht.

Die Gesellschaft hat die Problematik des Übergewichts und der Adipositas erkannt. Viele Zeitungsartikel, Fernsehberichte und Fernsehshows zeugen von der Aktualität des Themas und der Dringlichkeit, sich mit diesem Problem auseinanderzusetzen. 

Für die Politik und die Gesellschaft sind nicht nur die persönlichen Folgen bei der Adipositas ausschlaggebend. Fehlernährung, Übergewicht und Adipositas verursachen in Deutschland ca. 70 Millionen Euro Folgekosten im Jahr.1 

Im Mittelpunkt derzeitiger Diskussionen steht die Zunahme des Gewichts bei Kindern und Jugendlichen, da dieses in den letzten Jahren drastisch gestiegen ist. Gegenwärtig gelten 10% bis 18% der Kinder und Jugendlichen als übergewichtig, 4% bis 8% als adipös.1 

Es stellt sich die Frage warum die Prävalenz der Adipositas im Kindes- und Jugendalter steigt und was dagegen unternommen werden kann.

Das Ziel dieser Arbeit ist es, herauszustellen, welche präventiven und therapeutischen Maßnahmen erforderlich und erfolgreich sind, um Adipositas bei Kindern und Jugendlichen zu vermeiden, bzw. zu behandeln. Die Frage nach geeigneten Präventions- und Therapieprogrammen lässt sich nur nach Klärung der Ursachen und Folgen der Adipositas im Kindes- und Jugendalter beantworten. So stellt die Erfassung der Ätiologie und der Konsequenzen ein Teilziel dieser Arbeit dar. Des Weiteren sollen durch diese Arbeit mögliche Ansatzpunkte für die sozialpädagogische Arbeit aufgezeigt werden. Es soll verdeutlicht werden, wie wichtig die psychosozialen Faktoren nicht nur im Hinblick auf die Sozialpädagogik sondern auch im Bezug auf die Präventions- und Therapiemaßnahmen sind.

Aus diesem Grund lautet der Titel meiner Diplomarbeit:


„Ätiologie, Prävention und Therapie der Adipositas im Kindes- und Jugendalter - unter besonderer Berücksichtigung psychosozialer Faktoren.“

Die vorliegende Arbeit lässt sich in zwei Teile gliedern. Der erste Teil (Kapitel 2 bis 5) befasst sich mit den grundlegenden Aspekten von Adipositas im Kindes- und Jugendalter.

Im zweiten Kapitel werden zunächst verschiedene Begriffe definiert, die synonym zur Adipositas verwendet werden, um anschließend eine genaue Definition und Klassifizierung der Adipositas im Kindes- und Jugendalter vorzunehmen. Die Epidemiologie der kindlichen und juvenilen Adipositas wird im dritten Kapitel bearbeitet. Dabei wird zum einen auf die Prävalenz weltweit und in Deutschland und zum anderen auf die Risikofaktoren der Adipositas im Kindes- und Jugendalter eingegangen.

Im vierten Kapitel wird die Ätiologie der Adipositas im Kindes- und Jugendalter dargestellt. Die Ursachen werden in biologische und psychosoziale Ursachen unterteilt, wodurch die verschiedenen Faktoren und Zusammenhänge, unter besonderem Schwerpunkt der psychosozialen Faktoren, hinreichend berücksichtigt werden sollen. Die medizinischen und psychosozialen Folgen der Adipositas bei Kindern und Jugendlichen werden im fünften Kapitel erörtert. Die psychosozialen Folgen werden durch die Einteilung in Reaktionen der Umwelt und Eigene Reaktionen eingehend betrachtet.

Der zweite Teil (Kapitel 6 bis 8) dieser Arbeit widmet sich der praktischen Arbeit, die im Zusammenhang mit der Adipositas bei Kindern und Jugendlichen steht. Das sechste Kapitel beinhaltet die Thematik Prävention der Adipositas bei Kindern und Jugendlichen. Die präventiven Möglichkeiten werden durch Erläuterung der Grundlagen, der Relevanz und Ziele sowie der Wirksamkeit durchleuchtet. Neben präventiven Projekten sollen auch die möglichen präventiven Maßnahmen der Eltern dargestellt werden. Im siebten Kapitel werden die einzelnen Bausteine und Rahmenbedingungen multimodaler Therapieformen vorgestellt und deren Wirksamkeit anhand von Beispielen erläutert.

[....]


1 Vgl.: Künast, Renate; 2004. S. 17.

---

1 Vgl.: Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter; n.d. (a). (URL).


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