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Ein Vergleich von populärer Kultur und Religion am Beispiel des Fußballs

Termpaper, 2006, 17 Pages
Author: Tanja Sutter
Subject: Theology - Miscellaneous

Details

Category: Termpaper
Year: 2006
Pages: 17
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 11  Entries
Language: German
Archive No.: V74729
ISBN (E-book): 978-3-638-72087-8
ISBN (Book): 978-3-638-77010-1
File size: 100 KB

Abstract

Die Fußballweltmeisterschaft in unserem Land ist vorüber. Eine ganze Nation war bewegt. Eine unbeschreibliche Atmosphäre auf den Straßen wie man sie nur selten erlebt. Autotorsos, Freudentränen, über 700 000 Deutschland-Fans auf der Fanmeile in Berlin zur Verabschiedung der Deutschen Nationalmannschaft und zu guter letzt ein Kinofilm, der noch einmal die bewegenden Ereignisse zusammenfassen soll. Das ist Grund genug, einmal aus kultureller Sicht einen Blick auf den Fußball zu werfen. Ist Fußball überhaupt ein Teil unserer Kultur? Und wenn ja, um was für eine Art der Kultur handelt es sich dann? Wie sieht das Verhältnis zwischen Kultur und Sport aus? Schließlich gilt es zu untersuchen, inwieweit man beim Fußball von einer populären Kultur und einer Beziehung zur Religion sprechen kann? Auf diese Fragen versuche ich in meiner Arbeit eine Antwort zu finden und zu klären, ob der Fußball für einige Menschen eine Ersatzreligion darstellt, bzw. überhaupt darstellen kann.


Excerpt (computer-generated)

Ein Vergleich von Populärer Kultur und Religion am Beispiel des Fußballs

von

Tanja Sutter

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung  3

2 Kultur 4

2.1 Populäre Kultur 4
2.2 Religion 5

3 Sport als Kultur  6

3.1 Geschichte des Sports - wo kommt der Sport her?  7
3.2 Die gesellschaftliche Bedeutung des Sports und der Kirche 8

3.2.1 Fußball- und Gottesdienstrituale  10
3.2.2 Ersatzreligion 12

3.3 Zusammenfassung  15

4 Fazit  16

5 Literaturverzeichnis 17



 

1 Einleitung

Die Fußballweltmeisterschaft in unserem Land ist vorüber. Eine ganze Nation war bewegt –Eine unbeschreibliche Atmosphäre auf den Straßen wie man sie nur selten erlebt. Autotorsos, Freudentränen, über 700 000 Deutschland-Fans auf der Fanmeile in Berlin zur Verabschiedung der Deutschen Nationalmannschaft und zu guter letzt ein Kinofilm, der noch einmal die bewegenden Ereignisse zusammenfassen soll. Das ist Grund genug, einmal aus kultureller Sicht einen Blick auf den Fußball zu werfen. Ist Fußball überhaupt ein Teil unserer Kultur? Und wenn ja, um was für eine Art der Kultur handelt es sich dann? Wie sieht das Verhältnis zwischen Kultur und Sport aus? Schließlich gilt es zu untersuchen, inwieweit man beim Fußball von einer populären Kultur und einer Beziehung zur Religion sprechen kann? Die Fragen geben die Gliederung meiner Arbeit vor: Nach einer Begriffserklärung der populären Kultur wird es nötig sein, zu erörtern, inwieweit Sport zur Kultur gehört. Ich möchte auf die Bedeutung des Sports in unserer Gesellschaft näher eingehen. Am Beispiel des Fußballs untersuche ich den Zusammenhang zwischen Sport als Kultur und Religion.

2 Kultur

2.1 Populäre Kultur

„Kultur kommt ursprünglich aus dem Lateinischen colere, anbauen, pflegen und meint im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt, im Unterschied zu der von ihr nicht geschaffenen Natur.“1 Der Mensch gestaltet sich seine Umwelt und richtet sie nach seinen Bedürfnissen ein, damit er sich in ihr zurechtfindet. Als Kultur bezeichnet man diesen Vorgang, das Ergebnis, aber auch deren Auswirkungen auf den Menschen selbst. Diese Umwelt schließt Bereiche wie zum Beispiel die Technik, die bildende Kunst, aber auch Recht, Religion und Wissenschaft ein. Die Kultur ist demnach der Bereich mit dem sich der Mensch umgibt, um überhaupt leben zu können. Im Metzler Philosophie Lexikon wird von einer 2. Natur gesprochen, die sich der Mensch erschaffen muss, um überhaupt existieren zu können. Im Gegensatz zum Tier ist der Mensch nicht instinktreduziert. Seine Unspezialisiertheit und Weltoffenheit verlangt einen Rahmen, eine von ihm selbst gestaltende Zweite Natur, seine Kultur.2
Die Populäre Kultur als eine Sparte der Kultur bezeichnet Gebräuche, Gewohnheiten und Gegenstände des Alltags, die nicht als Kultur im Sinne von Kunst, Musik oder auch Literatur verstanden wird. Die Populäre Kultur setzt nicht wie die Hochkultur ein bestimmtes Maß an Wissen und Bildung voraus, sondern spricht mit einer im Allgemeinen niedrigen Zugangsschwelle die breite Masse an und wird daher auch als Massenkultur bezeichnet. Diese Massenkultur kristallisierte sich mit den Anfängen der Industrialisierung und den damit einhergehenden gesellschaftlichen und strukturellen Veränderungen heraus.

2.2 Religion

Geht man zu den Ursprüngen der Griechischen Kultur zurück bekommt man eine einfache Struktur, die sich aus 3 Säulen zusammensetzt: Religion, Politik und Kunst.3 Da ich in meiner Arbeit den Zusammenhang zwischen Religion und dem Sport als Teil der Populären Kultur herausarbeiten möchte, stellt sich für mich zunächst einmal die Frage: was ist Religion?
„Religion ist die Begegnung des Menschen mit dem Heiligen“4, sagt Rudolf Ott. Paul Tillich beschreibt Religion als das, was den Menschen unbedingt angeht.5 Diese Definition ist sehr weit und subjektiv gefasst und schließt alles das, was für einen Menschen nicht ersetzbar ist, mit ein. Religion ist eine symbolische Kultur, in der sich Menschen mit Existenzfragen beschäftigen. Sie gibt uns Antworten, Orientierung und Sicherheit. Vor allem aber ist sie Ausdruck bewussten Lebens.6

3 Sport als Kultur

[...]


1 Burkhard, Franz-Peter: Artikel Kultur, in: Metzler Philosophie Lexikon, Stuttgart /Weimar 2. Aufl. 1998

2 vgl. Burkhard, Franz-Peter: Artikel Kultur, in: Metzler Philosophie Lexikon, Stuttgart/ Weimar 2. Aufl. 1998

3 Unterrichtsmaterialien aus der Vorlesung: Populäre Kultur von Herrn Kunstmann SS 2006

4 Ott, Rudolf: Das Heilige, München 1958

5 vgl. Tillich, Paul: Die verlorene Dimension. Not und Hoffnung unserer Zeit, Hamburg 1962

6 Unterrichtsmaterialien aus der Vorlesung: Populäre Kultur von Herrn Kunstmann SS 2006


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